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Warnstreik in Bremen: Busse und Bahnen stehen still, Airport verwaist


Keine Flüge vom Airport
Warnstreik legt Verkehr in Bremen lahm – Busse in Bremerhaven fahren

Von dpa, t-online
27.03.2023Lesedauer: 2 Min.
Eine Hinweistafel weist auf den Streik der EVG hin (Archivfoto): Der Fernverkehr wird komplett, der Regionalverkehr größtenteils eingestellt. Notfahrpläne sind laut Bahn nicht möglich.Vergrößern des BildesEine Hinweistafel weist auf den Streik der EVG hin (Archivfoto): Der Fernverkehr wird komplett, der Regionalverkehr größtenteils eingestellt. Notfahrpläne sind laut Bahn nicht möglich. (Quelle: Julian Rettig/dpa)
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Nichts geht mehr auf den Straßen und Schienen, der große Warnstreik hat begonnen. Wo in Bremen und Niedersachsen am Montag Stillstand herrscht.

In Niedersachsen und Bremen kommt der Verkehr mit Zügen, Bussen und Flugzeugen an diesem Montag weitgehend zum Erliegen. Um Mitternacht hat ein umfassender bundesweiter Warnstreik mehrerer Gewerkschaften begonnen. Die Ausstände dürften zu erheblichen Ausfällen führen und sollen 24 Stunden dauern.

Die Gewerkschaft Verdi und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) wollen damit bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld für die Beschäftigten durchsetzen. Kundgebungen der Streikenden sind etwa in Hannover und Bremen geplant.

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Im Nahverkehr stellen unter anderem die Nordwestbahn, die Üstra in Hannover und die BSAG in Bremen den Betrieb ein. Bei Bremerhaven Bus wird nicht gestreikt. Das Unternehmen hatte sich mit den Beschäftigten im Dezember auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Der Bahnbetreiber Metronom wird nach eigenen Angaben nicht direkt bestreikt, dennoch sei auch dort mit "massiven Einschränkungen" zu rechnen. Mit Beeinträchtigungen ist auch am Flughafen Hannover zu rechnen, in Bremen wird gar nicht geflogen.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bestreikt den Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr. Der Fernverkehr wird komplett, der Regionalverkehr größtenteils eingestellt. Notfahrpläne sind laut Bahn nicht möglich. Auswirkungen sollten bereits seit Sonntagabend und noch am Dienstag zu spüren sein. Fahrgäste, die für Montag oder Dienstag eine Bahnreise gebucht haben, können das Ticket laut Bahn bis 4. April flexibel nutzen. Sitzplatzreservierungen könnten kostenlos storniert werden.

Druck soll erhöht werden

Die deutschen Flughäfen werden von der Gewerkschaft Verdi weitgehend bestreikt. 380.000 Geschäfts- und Privatreisende müssen laut Flughafenverband ADV am Boden bleiben.

Erneut soll der Nahverkehr in all den Bundesländern bestreikt werden, die direkt an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst angebunden sind. Das sind Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Aus mehreren Ländern hieß es, Schülerinnen und Schüler dürften zu Hause bleiben, wenn sie wegen des Warnstreiks nicht zur Schule kommen können.

Mit den Warnstreiks wollen Verdi und EVG den Druck in ihren gegenwärtigen Tarifrunden erhöhen. Unter angespannten Vorzeichen treffen am Montag in Potsdam Verdi und der Beamtenbund dbb erneut auf die Kommunen und den Bund. Hier beginnt die dritte Verhandlungsrunde für 2,5 Millionen Beschäftigte. Beide Seiten sind noch weit voneinander entfernt, eine Einigung in den darauffolgenden Tagen ist aber nicht ausgeschlossen.

Heftige Kritik an koordiniertem Vorgehen

Das Besondere an dem Streiktag ist die Verschränkung verschiedener Tarifverhandlungen. Bei der EVG stehen weitere Gespräche mit den verschiedenen Bahnunternehmen ab Mitte der Woche an. Mit der Deutschen Bahn soll erst nach Ostern weiterverhandelt werden.

Bei den Flughäfen sind wegen der Kommunalbeschäftigten laut Verdi die Runde für den öffentlichen Dienst betroffen, aber auch örtliche Verhandlungen für Bodenverkehrsdienste sowie bundesweiten Gespräche für die Luftsicherheit. Bei den Arbeitgebern stieß das koordinierte Vorgehen auf heftige Kritik – als reiner Warnstreik seien die Ausstände für die Bevölkerung so nicht mehr zu erkennen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • eigene Recherche
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