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Vion in Emstek: Schlachtbetrieb macht Tore dicht – zahlreiche Kündigungen


Großkonzern Vion
Schlachtbetrieb schließt Standort – 750 Mitarbeiter vor Kündigung

Von t-online, stk

16.01.2024Lesedauer: 2 Min.
imago images 102893665Vergrößern des BildesEine Frau steht vor einem Wurstregal (Symbolfoto): Der Betrieb wird zum Jahresende 2024 geschlossen. (Quelle: Martin Wagner via www.imago-images.de/imago-images-bilder)
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Die Konkurrenz ist zu groß, die Konsequenz heißt Kündigung: Ein Schlachtbetrieb im Nordwesten macht dicht, etwa 750 Angestellte verlieren ihren Job.

Der niederländische Fleischproduzent Vion will sich neu aufstellen und überprüft derzeit sein Deutschlandgeschäft sehr genau. Bei der Prüfung sei nun herausgekommen, dass der Konzern auch Betriebe schließen muss. Einer davon steht in Emstek (Landkreis Cloppenburg) und wird zum Ende des Jahres 2024 seine Tore schließen. Rund 750 Mitarbeiter sind betroffen. Ihnen steht demnächst die Kündigung ins Haus. Das teilte Vion am Dienstag mit.

In der Mitteilung heißt es unter anderem: "Vion überprüft die Aktivitäten in Deutschland und hat ein umfassendes Maßnahmenpaket entwickelt, das im Jahr 2024 umgesetzt werden soll. Dazu gehört die Verkleinerung der Gruppe durch Veräußerungen und Schließungen." Neben Verkäufen an andere Unternehmen, stehe nun auch die Schließung in Emstek bevor.

Konzern erhält keine "akzeptablen Angebote" für Standort

Zwar habe Vion "intensiv nach einem potenziellen Käufer für den Schweinebetrieb in Emstek gesucht, um den Standort zu erhalten." Jedoch seien trotz "dieser Bemühungen keine akzeptablen Angebote eingegangen." Daher beabsichtige Vion diesen Standort bis spätestens Ende März 2024 zu schließen. Das Unternehmen werde die "Beschäftigten beim Übergang zu neuen Arbeitsangeboten unterstützen und mögliche Beschäftigungsalternativen prüfen." Zudem werde man zusammen mit dem Betriebsrat einen Interessenausgleich und einen Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter aushandeln, teilte der Konzern weiter mit.

Als Grund für den Schritt nannte Vion unter anderem die große Konkurrenz aus den USA, China und Südamerika. Der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) habe daneben nicht nur zum Verlust wichtiger Exportchancen geführt, sondern auch den Druck auf die deutsche Fleischbranche verstärkt. Viele Kunden würden auf regionale Produkte zurückgreifen und weniger Fleisch konsumieren, hinzu kämen Inflation sowie rückläufige Viehbestände bei immer weiter steigenden Viehpreisen.

Vion beschäftigt in den Niederlanden, Belgien und Deutschland rund 11.800 Mitarbeiter und weist aktuell 29 Produktionsstandorte auf. Die jährlichen Netto-Umsatzerlöse lagen 2023 bei etwa 5,3 Milliarden Euro.

Verwendete Quellen
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