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Arian aus Bremervörde: Professor mit trauriger Prognose – "Cold case"?


Junge seit April verschwunden
Kriminalexperte: Das sind die vier Phasen im Fall Arian

Von t-online, kg

Aktualisiert am 12.06.2024Lesedauer: 2 Min.
Unzählige Suchen haben nicht zum Auffinden des kleinen Arian geführt.Vergrößern des BildesUnzählige Suchen haben nicht zum Auffinden des kleinen Arian geführt: Wird der Junge jemals gefunden? (Quelle: dpa/Canva)
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Seit Ende April ist der kleine Arian aus Bremervörde verschwunden. Ein Berliner Kriminalprofessor erklärt die Phasen in diesem Fall.

Wo steckt Arian (6)? Diese Frage beschäftigt Angehörige, Freunde, Nachbarn – aber auch viele Menschen in der Region, die Anteil an dem Fall nehmen. Die Polizei hat in der Vergangenheit, auch unterstützt von der Bundeswehr und freiwilligen Helfern, immer wieder Gebiete rund um den Wohnort und den nahegelegenen Fluss Oste abgesucht. Der sechsjährige Junge hatte Ende April sein Elternhaus verlassen und ist seitdem unauffindbar.

Gegenüber "Ippen.Media" ordnet Christian Matzdorf, Professor für Kriminalistik und Kriminaltechnik an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) ein, wie die Polizei vorgegangen ist. So lobt er den teilweise auch sehr kreativen Angang der Polizei: "Vieles spricht für eine systematische und kindgerechte Vorgehensweise. Gerade unter diesen Umständen", so Matzdorf. Denn: Arian ist Autist, er kann sich nicht artikulieren und reagiert auch nicht auf direkte Ansprache. Eine Herausforderung für die Suchtrupps, denn auf Rufen kann Arian nicht reagieren.

Die vier Phasen im Fall Arian

Matzdorf, erklärt, wie der Fall Arian aufgebaut ist. So gehe es in Phase I um schnelles Handeln, denn die Zeit ist zu diesem Zeitpunkt ein wichtiger Faktor. Es gehe um Stunden und um Gefahrenabwehr. Die juristische Aufarbeitung ist nicht im Fokus, sondern es gehe darum, das Kind zu retten. Diese Phase endete im Fall Arian nach einer Woche, so Matzdorf. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Beamten die Suche unter der Prämisse, das Kind lebend zu finden, beendet.

In der Phase II geht es um die Aufklärung. Hier stehen die Vermutung im Raum, dass ein Unglücksfall oder ein Verbrechen stattgefunden haben. Der Experte ordnet diesen Zeitabschnitt als "aufklären" ein. "Die Ermittler prüfen jetzt die Umstände des Verschwindens und werden dort anfangen, wo er zuletzt gesehen wurde", beschreibt der ehemalige Ermittler Axel Petermann gegenüber "Ippen.Media".

Phase IV ist ohne Hoffnung

Danach folgt die Ermittlungsphase. Dafür werden die schon vorliegenden Erkenntnisse ausgewertet und neue Informationen konkret beschafft, so der Experte. In dieser Phase befindet sich der Fall aktuell noch, denn die Einsatzkräfte rücken immer wieder aus, durchsuchen Gebiete, befragen Nachbarn.

In der vierten Phase werden diese Aktivitäten eingestellt und der Fall wird ein "Cold Case", der nicht aufgeklärt werden konnte. Mitte Mai sagte der Polizeisprecher Heiner van der Werp: "Wir sind alle Profis genug. Aber es ist ein besonderer Fall, der einen nicht kalt lässt. Wir tun alles Menschenmögliche, um Arian noch zu finden."

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