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Bremen/Oldenburg: Frühchen tot ​– Ermittlungen gegen Klinikpersonal

Keime im Milchpulver  

Frühchen tot ​– Ermittlungen gegen Klinikpersonal

23.06.2021, 13:03 Uhr | dpa, t-online

Bremen/Oldenburg: Frühchen tot ​– Ermittlungen gegen Klinikpersonal. Das Klinikum Oldenburg: Hier starb ein Frühchen wenige Tage nach der Geburt, nachdem es belastetes Milchpulver bekommen hatte. (Quelle: dpa/Hauke-Christian Dittrich)

Das Klinikum Oldenburg: Hier starb ein Frühchen wenige Tage nach der Geburt, nachdem es belastetes Milchpulver bekommen hatte. (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa)

Im Klinikum Oldenburg ist ein neugeborenes Baby gestorben, ein weiteres schwer erkrankt. Beide hatten mit Keimen verunreinigtes Milchpulver bekommen. Jetzt steht Klinikpersonal im Fokus der Ermittlungen.

Die Staatsanwaltschaft hat ihren Ermittlungsansatz im tödlichen Cronobacter-Fall in Oldenburg konkretisiert: Im Raum steht der Verdacht der fahrlässigen Tötung, ermittelt wird jetzt gegen Klinikpersonal.

Es werde untersucht, ob Hygienevorschriften verletzt worden seien, sagte ein Sprecher der Oldenburger Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Es müsse geklärt werden, ob Fehler gemacht wurden. Details zu dem oder den beschuldigten Menschen nannte er zunächst nicht. Zunächst hatte die Anklagebehörde noch gegen Unbekannt ermittelt.

Frühchen starb vier Tage, nachdem es das Milchpulver bekam

Dienstag war bekannt geworden, dass im Klinikum Oldenburg bereits am 7. Juni ein in der 33. Schwangerschaftswoche geborenes Frühchen gestorben ist, nachdem es vier Tage zuvor mit Cronobacter-Keimen belastete Milchpulvernahrung erhalten hatte. 

Der Zustand eines weiteren, schwer erkrankten Babys hat sich laut Klinik inzwischen stabilisiert. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass es Folgeschäden davontrage.

"Viel zu früher Tod"

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) zeigte sich betroffen: "Der viel zu frühe Tod dieses kleinen Menschen ist eine schreckliche Nachricht", sagte sie der "Nordwest-Zeitung". Die Ursache dieses Falls müsse lückenlos aufgeklärt werden.

Auch bei drei weiteren Säuglingen wurde der Umweltkeim nachgewiesen, diese Babys zeigten allerdings keine Krankheitszeichen. "Möglicherweise war das Immunsystem bei ihnen schon so entwickelt, dass der Körper die Keime abwehren konnte", sagte Klinikdirektor Axel Heep. Diese Kinder seien alle zwei bis zweieinhalb Wochen älter gewesen. "Wir sind alle tief betroffen und es tut uns natürlich auch Leid", so Heep. "Wir sind mit den Eltern im Gespräch darüber und versuchen, sie zu unterstützen."

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