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Mo Dahoud – Vom Sorgenkind zum Leistungsträger

Von Dietmar Nolte

Aktualisiert am 01.04.2022Lesedauer: 4 Min.
Mo Dahoud (Archivbild): Er bestreitet gegen RB Leipzig sein 150. Bundesligaspiel.
Mo Dahoud (Archivbild): Er bestreitet gegen RB Leipzig sein 150. Bundesligaspiel. (Quelle: Kirchner-Media/imago-images-bilder)
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Beim BVB hat Mo Dahoud sich vom Sorgenkind zum Leistungsträger entwickelt. Gegen RB Leipzig wird er an diesem Samstag sein 150. Bundesligaspiel bestreiten. Seinen Vertrag in Dortmund soll er unbedingt verlängern.

Eigentlich hätte er sein kleines Jubiläum in Deutschlands höchster Spielkasse schon in Köln gefeiert, doch da stoppte Mahmoud Dahoud eine Gelbsperre. Dafür bieten ihm der Spielplan und die aktuelle Corona-Verordnung jetzt einen mehr als würdigen Rahmen für den 150. Auftritt in der Bundesliga: Spitzenspiel gegen Leipzig, erstmals seit 763 Tagen ein mit über 81.000 Zuschauern ausverkauftes Westfalenstadion, die komplette Rückkehr der Fans auf die legendäre Südtribüne.

Da wird auch einer wie Dahoud vielleicht ein wenig Gänsehaut bekommen und ein Kribbeln spüren, obwohl er inzwischen schon über viel Erfahrung verfügt, und beim BVB den Sprung zum Stammspieler geschafft hat.

Die Erwartungen waren hoch

Das war so nicht mehr unbedingt zu erwarten: Zwar war der heute 26-Jährige vor fünf Jahren mit großen Erwartungen von der rheinischen Borussia zur westfälischen gewechselt. Doch lange Zeit wirkte der Transfer eher wie ein großes Missverständnis – bis zu Dahouds endgültigem Durchbruch in dieser Saison.

Rückblende: Als Mahmoud Dahoud im Sommer 2017 als deutscher U21-Europameister in das schwarz-gelbe Trikot schlüpfte, begleiteten ihn einige Vorschusslorbeeren. Zwölf Millionen Euro ließ sich der BVB die Dienste des gebürtigen Syrers kosten, in dem Sportdirektor Michael Zorc einen "hochtalentierten und spannenden Spieler für das zentrale Mittelfeld" ausgemacht hatte. Dieses Talent hatte er damals in Mönchengladbach in zwei Spielzeiten unter Beweis gestellt: technisch stark, laufstark mit gutem Passspiel, wendig und dynamisch, kreativ und trickreich.

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Ein echter StraĂźenfuĂźballer

Dahoud bringt im besten Sinne die Qualitäten eines echten Straßenfußballers mit, und das ist kein Zufall. Er war noch ein Baby, als seine Eltern aus Syrien fliehen mussten. Sie landeten im Rheinland, wo der kleinen Mahmoud den Spaß am Kicken entdeckte. "Wo wir wohnten, gab es einen Parkplatz, dort haben wir immer Fußball gespielt. Ich war in jeder freien Minute draußen", hat er einmal in einem Interview erzählt.

Über Germania Reusrath und Fortuna Düsseldorf landete der Rechtsfuß in der Gladbacher Jugend, wo er den Sprung zum Profi schaffte. Sein Bundesligadebüt feierte Dahoud im April 2015 unter einem gewissen Lucien Favre – gegen Borussia Dortmund.

Mo Dahoud auf der Reservebank (Archivbild): Zunächst kam er beim BVB nicht über die Reservistenrolle hinaus.
Mo Dahoud auf der Reservebank (Archivbild): Zunächst kam er beim BVB nicht über die Reservistenrolle hinaus. (Quelle: Werner Otto/imago-images-bilder)

Und genau hier stockte die Karriere des jungen Mo, wie ihn alle Welt ruft, nach dem Wechsel 2017 auf einmal. Statt auf dem Rasen den Takt anzugeben, musste der hochtalentierte Spieler zu oft von außen zusehen. Schon unter Peter Bosz und Peter Stöger pendelte Dahoud immer wieder zwischen Startelf und Ersatzbank. Der richtige Karriereknick setzte aber ausgerechnet unter seinem einstigen Förderer Lucien Favre ein.

In den Spielzeiten 2018/19 und 2019/20 stand der Mittelfeldspieler allein 32 Mal im Bundesliga-Kader, ohne eine einzige Minute zu spielen. "In der Vergangenheit habe ich nicht immer eine faire Chance erhalten", sagt Dahoud selbst dazu. "Oft habe ich ein gutes Spiel gemacht und bin dann fĂĽr ein paar Wochen wieder auf die Bank gesetzt worden." In Favres letztem Halbjahr in Dortmund schmorte er in sechs von elf Spielen drauĂźen.

Und dann ging es bergauf

Das setzte sich zunächst auch unter Edin Terzic fort. Für zwei Partien war Mo Dahoud nach einem Disput mit dem jungen Coach sogar suspendiert. Der Aussprache folgte aber der Aufschwung, der vermeintliche Fehleinkauf schwang sich zum Stammspieler auf und krönte sein gutes Halbjahr mit dem Gewinn des DFB-Pokals in Berlin.

Ein stringenter Weg nach oben, der sich unter Marco Rose seit Saisonbeginn nahtlos fortsetzt. Der aktuelle Trainer der Borussia spart dabei nicht mit Lob für seine Nummer acht: "Mo ist ein ganz feiner Fußballer, der in engen Räumen aufdrehen kann, der Eins-zu-eins-Situationen lösen kann und dein Spiel beschleunigt."

Pusht sein Team (Archivbild): Heute verleiht er dem BVB Struktur.
Pusht sein Team (Archivbild): Heute verleiht er dem BVB Struktur. (Quelle: Teresa Kröger/imago-images-bilder)

Es ist aber nicht nur die Chemie zwischen Spieler und Trainer, die passt. Dahoud hat sich und sein Spiel weiterentwickelt. "Ich bin viel stabiler, viel erwachsener geworden", umschreibt es der in der Öffentlichkeit eher schüchtern auftretende Profi selbst. Er ist zwar immer noch der Spaßfußballer, der auch gerne mal den Gegner tunnelt, wenn es passt. Insgesamt aber ist sein Auftritt auf dem Platz seriöser geworden.

Dahoud verleiht dem Dortmunder Spiel Struktur und Stabilität, verbindet Tempo und Spielwitz mit einer guten Übersicht. Er ist dabei nicht mehr nur der kluge Stratege und Passgeber, sondern überzeugt jetzt auch in der Zweikampfführung und hat sich in der Ballbehauptung verbessert. Deswegen hat ihn Rose in dieser Saison auch als Sechser aufgeboten, seine vollen Stärken aber spielt der 26-Jährige auf der Achter-Position optimal aus. Sogar seinen Torriecher scheint er entdeckt zu haben. In diesem Kalenderjahr gehen neben drei Vorlagen auch zwei Treffer auf sein Konto – so viele wie in seiner gesamten Dortmunder Zeit zuvor.

Kein Wunder, dass der BVB den Vertrag mit Mahmoud Dahoud gerne langfristig ausdehnen möchte und spätestens im Sommer Nägel mit Köpfen machen will. Aktuell läuft der Kontrakt bis zum Sommer 2023, nachdem man vor einem Jahr zunächst nur für zwölf Monate verlängert hatte. Die Bewährungsprobe hat der zweimalige Nationalspieler mit Bravour bestanden. "Mo zeigt sein großartiges Potenzial endlich auch auf dem Platz", hat Michael Zorc zufrieden festgestellt.

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