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Zoo Dresden: 22 Millionen für Orang-Utan-Haus – so sieht es drinnen aus


Größte Investition seit 163 Jahren
Zoo Dresden eröffnet neues Orang-Utan-Haus für 22 Millionen Euro

Von dpa
18.06.2024Lesedauer: 2 Min.
urn:newsml:dpa.com:20090101:240618-911-010057Vergrößern des BildesBlick auf das neue Orang-Utan-Haus: Im Zoo Dresden ist das neue größere Haus von Bäumen umgeben. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa)
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Eingeplant waren fünf Millionen Euro – schließlich ist das Orang-Utan-Haus viermal so teuer geworden. Wie sieht es im neuen Affenhaus aus?

Der Dresdner Zoo feierte am Dienstag die Eröffnung seines neuen Orang-Utan-Hauses. Mit Kosten von 22 Millionen Euro stellt es die größte Investition in der 163-jährigen Geschichte des Zoos dar. Obwohl die Baukosten das ursprüngliche Budget um rund fünf Millionen Euro überstiegen, konnte der Zoo knapp drei Millionen Euro durch Spenden decken.

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert sieht in dem neuen Haus nicht nur eine weitere Attraktion für Besucher, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur artgerechten Tierhaltung und zur Bewusstseinsbildung für den Erhalt des Regenwaldes. Während der Eröffnung protestierten vor dem Zoo mehrere Aktivisten. Die Tierschutzorganisation Peta bezeichnet das größere Affenhaus weiterhin als "Gefängnis für Tiere."

Das donutförmige Orang-Utan-Haus bietet den Menschenaffen eine großzügige Außenanlage im Zentrum, die sie vor Wind und Lärm schützt. Dadurch können die Tiere länger als bisher an der frischen Luft verweilen. Zudem stehen ihnen in den Innen- und Außenanlagen mehr Raum, Klettermöglichkeiten, Rückzugsräume und Spielplätze zur Verfügung.

Neben den Orang-Utans beherbergt das Haus auch andere Tierarten Südostasiens wie Binturongs, Glattotter, Netzpythons und die drei Dresdner Riesenschildkröten Hugo II, Hugo III und Hugo IV.

Zoo Dresden: Umzug der Orang-Utans noch nicht abgeschlossen

Drei der fünf Dresdner Orang-Utans, darunter "Chef" Toni, Weibchen Daisy und deren Sohn Dalai, haben bereits ihr neues Zuhause bezogen. Die beiden betagten Weibchen Djaka und Djudi, beide über 50 Jahre alt, werden in Kürze folgen. Zur Eröffnung zeigte sich Toni bereits sehr aktiv und versuchte, die Aufmerksamkeit mit typischem Imponiergehabe auf sich zu ziehen. Der Dresdner Zoo ist seit den 1920er-Jahren auf die Orang-Utan-Zucht spezialisiert und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser stark gefährdeten Art.

Orang-Utans sind aufgrund von Jagd und massiver Rodung der tropischen Regenwälder vom Aussterben bedroht. Ihre Population auf Sumatra sank von etwa 85.000 Tieren Anfang des 20. Jahrhunderts auf nur noch 14.000 im Jahr 2016. Die perfekt an ein Leben auf Bäumen angepassten Menschenaffen verlieren durch die Abholzung ihren natürlichen Lebensraum.

Der 1861 gegründete Dresdner Zoo ist der viertälteste Zoo Deutschlands. Auf einer Fläche von etwa 13 Hektar im Großen Garten beherbergt er über 1.000 Tiere aus mehr als 200 Arten. Mit dem neuen Orang-Utan-Haus setzt der Zoo ein starkes Signal für den Artenschutz und bietet den bedrohten Menschenaffen eine artgerechte Heimat.

Transparenzhinweis
  • Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Wir freuen uns über Hinweise an t-online@stroeer.de.
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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