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Düsseldorf: Brüder wegen Zwangsprostitution vor Gericht

Prozessauftakt in Düsseldorf  

Brüder sollen 18-Jährige zwangsprostituiert haben

21.07.2020, 15:33 Uhr | dpa

Düsseldorf: Brüder wegen Zwangsprostitution vor Gericht. Der Schriftzug "Landgericht Düsseldorf" hängt an der Fassade des Landgerichts an der Werdener Straße: Hier beginnt der Prozess gegen zwei Brüder, die eine 18-Jährige in die Zwangsprostitution getrieben haben sollen.  (Quelle: dpa/Rolf Vennenbernd/Archivbild)

Der Schriftzug "Landgericht Düsseldorf" hängt an der Fassade des Landgerichts an der Werdener Straße: Hier beginnt der Prozess gegen zwei Brüder, die eine 18-Jährige in die Zwangsprostitution getrieben haben sollen. (Quelle: Rolf Vennenbernd/Archivbild/dpa)

In Düsseldorf muss sich ein 32-Jähriger vor dem Landgericht wegen Zwangsprostitution verantworten. Er soll eine 18-Jährige unter anderem zu Gruppensex gezwungen haben – mit der Hilfe seines Bruders. 

Wegen Zwangsprostitution stehen ab heute zwei Brüder unter verschärften Sicherheitsbedingungen vor dem Düsseldorfer Landgericht. Der mit 32 Jahren Ältere aus Langenfeld soll eine 18-jährige Berufsschülerin mit der "Loverboy-Masche" nach Düsseldorf gelockt und sie gewaltsam zur Prostitution und zum Gruppensex mit Freunden und Bekannten gezwungen haben.

Die inzwischen 20 Jahre alte Frau war nach Gerichtsangaben im Juni 2019 geflohen und hatte ihren Peiniger angezeigt. Sie befinde sich im Zeugenschutz, sagte Staatsanwalt Christoph Kumpa. 

Der 32-Jährige soll von ihr innerhalb von zehn Monaten über 80.000 Euro kassiert haben. Von dem Geld soll er unter anderem seiner Ehefrau, die den Prozess im Saal mitverfolgte, ein Auto gekauft haben. Dem Hauptangeklagten werden zahlreiche weitere Straftaten vorgeworfen, darunter Nötigung, Erpressung, Drogen- und Waffenbesitz sowie versuchter Totschlag. Fast eine Stunde dauerte die Verlesung der Anklage.

Der Prozess gegen die Brüder ist bis Mitte Oktober geplant. Der jüngere, 23 Jahre alte Angeklagte soll die junge Frau mehrfach zu Sex-Terminen gefahren haben, er ist als Helfer mitangeklagt. Über ihren Anwalt kündigten die Angeklagten an, aussagen zu wollen. Ihnen drohen mehrjährige Haftstrafen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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