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Wirtschaft zuversichtlich: Anzeichen für Post-Corona-Boom

Düsseldorf  

Wirtschaft zuversichtlich: Anzeichen für Post-Corona-Boom

02.06.2021, 11:55 Uhr | dpa

Die Stimmung in der nordrhein-westfälischen Wirtschaft hat sich angesichts der Fortschritte bei den Corona-Impfungen und der gesunkenen Infektionszahlen deutlich verbessert. Das Konjunkturbarometer der NRW.Bank ist im Mai auf den höchsten Stand seit zwei Jahren gestiegen. Die Zeichen stünden gut, dass die NRW-Wirtschaft "in einen historischen Boom einschwenkt", teilte die landeseigene Bank am Mittwoch mit. In einigen Branchen würden bereits stark steigende Preise erwartet.

Der kräftige Stimmungsaufschwung im NRW.Bank.ifo-Geschäftsklima basiere vor allem auf den stark gestiegenen Geschäftserwartungen der Unternehmen für die kommenden sechs Monate. Aber auch ihre aktuelle Geschäftslage beurteilten die nordrhein-westfälischen Unternehmen merklich besser. Sogar die Unternehmen im Dienstleistungssektor schätzen ihre Geschäftslage erstmals seit Beginn der Corona-Krise wieder positiv ein. Vor allem im Gastgewerbe kehre mit den Lockerungen der Optimismus zurück.

Sorge bereitet den Konjunkturbeobachtern die wachsende Materialknappheit. Die Engpässe hätten das Potenzial, die Baukonjunktur zu bremsen. Auch im verarbeitenden Gewerbe mache der Mangel an Rohstoffen und Vorprodukten den Unternehmen zunehmend Probleme.

Positive Zahlen meldete am Mittwoch auch der Maschinen- und Anlagenbau in NRW. Im April lagen die Auftragseingänge nach Angaben des Branchenverbands VDMA satte 83 Prozent über denen des Vorjahresmonats. Im April 2020 hatte es im ersten Lockdown allerdings einen besonders starken Einbruch bei den Bestellungen gegeben. "Der Aufschwung gewinnt deutlich an Fahrt", sagte Hans-Jürgen Alt vom VDMA. Treiber der positiven Entwicklung sei vor allem der Export gewesen. Die Aufträge aus dem Ausland hätten sich gegenüber April 2020 mehr als verdoppelt, die Bestellungen aus dem Inland nahmen um 50 Prozent zu.

Die Industrieproduktion lag im April noch unter Vorkrisenniveau. Im Vergleich zum April 2020 stieg sie zwar um 21,9 Prozent, wie die das Statistische Landesamt mitteilte. Gegenüber dem April 2019 verzeichnete der Produktionsindex allerdings ein Minus von 1,7 Prozent.

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