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Krankenkasse: 2021 weniger Fehltage wegen Erkältung

Von dpa
04.02.2022Lesedauer: 2 Min.
Krankschreibung
Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. (Quelle: Patrick Pleul/zb/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Im vergangenen Jahr haben die Beschäftigten laut der Erhebung einer Krankenkasse in Nordrhein-Westfalen weniger Krankmeldungen beim Arbeitgeber eingereicht. 2021, im zweiten Jahr der Corona-Pandemie, habe der Krankenstand mit 3,9 Prozent um 0,2 Punkte unter dem Vorjahresniveau gelegen, teilte die Krankenkasse DAK-Gesundheit in Düsseldorf mit. Vor allem Atemwegserkrankungen seien stark zurückgegangen, berichtete die Kasse nach einer Analyse der Daten von rund 430.000 erwerbstätigen Versicherten in NRW. Aber mehr Menschen meldeten sich krank wegen psychischer Erkrankungen und Rückenproblemen.

Nach Angaben der Kasse fehlte 2021 in NRW jeder versicherte Beschäftigte in NRW im Durchschnitt an 14,3 Tagen mit einer Krankschreibung. Das ist laut DAK etwas weniger als der Bundesdurchschnitt mit 14,5 Tagen. "Wir haben durch das extrem niedrige Niveau bei den Atemwegserkrankungen einen so niedrigen Krankenstand wie zuletzt vor fünf Jahren", sagt Klaus Overdiek, Leiter der DAK-Landesvertretung. Er führte das auf die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zurück.

Besorgt äußerte sich die bundesweit drittgrößte Krankenkasse über den Anstieg an Fehlzeiten bei Muskel-Skelett-Problemen - etwa Rückenschmerzen - sowie bei Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen. Bei den psychischen Erkrankungen registrierte die Krankenkasse 2021 einen neuen Höchststand. In der Corona-Pandemie fühlten sich viele Menschen gestresst und stünden unter Anspannung.

"Das führt offensichtlich zu einer Zunahme von Fehltagen wegen Rückenschmerzen und bestimmten psychischen Diagnosen", meinte DAK-Chef Overdiek. Die Änderungen im Krankenstand seien auch ein Signal an die Arbeitgeber, sich etwa bei einer Depression auf längere Ausfallzeiten einzustellen.

NRW-weit sank laut der Krankenkasse der Krankenstand in fast allen Branchen. Den vergleichsweise höchsten Wert hatte wie im Vorjahr die Gesundheitsbranche. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Belastungen für die Beschäftigten unverändert hoch sind, meinte die Kasse.

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