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Essen: Ratsbeschluss sorgt für Unmut – Rüttenscheider Straße bald Fahrradstraße?


Einschränkung für Autofahrer geplant – Ratsbeschluss sorgt für Unmut

Von t-online, jum

01.12.2023Lesedauer: 2 Min.
imago334150158Vergrößern des BildesDie Rüttenscheider Straße in Essen (Archivbild): Hier soll es bald größere Veränderungen für Autofahrer geben. (Quelle: Socrates Tassos/imago images)
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Die Stadt Essen hat in einem Ratsbeschluss neue Pläne für den Verkehr auf der Rüttenscheider Straße vorgestellt. Diese rufen bei vielen jedoch Unmut hervor.

Die Stadt Essen hat für die Rüttenscheider Straße ein neues Konzept vorgestellt. Demnach sollen zukünftig nur noch 4.000 statt 12.000 Autos über die Straße rollen. Der Weg soll zum größten Teil von Fahrradfahrern genutzt werden. Dafür soll ein Teil der "Rü" zur Einbahnstraße und der Verkehr in Seitenstraßen abgeleitet werden.

Wie die Stadt in einer Mitteilung erklärt, sind demnach zum einen Abbiegegebote für den von außen kommenden und in Richtung Rüttenscheider Straße fahrenden Autoverkehr (ab der Kreuzung Friedrichstraße/Hohenzollernstraße/Rüttenscheider Straße im Norden und im südlichen Teil ab dem Bereich zwischen Manfredstraße und Magdalenenstraße) und außerdem die Errichtung einer sogenannten unechten Einbahnstraße im Bereich zwischen Zweigertstraße/Klarastraße und Martinstraße/Franziskastraße vorgesehen.

An Sonn- und Feiertagen soll die Straße dann sogar komplett für Autofahrer gesperrt sein. "Für den Abschnitt auf der Rü zwischen dem Rüttenscheider Stern und der Bertholdstraße soll außerdem eine zeitweise Sperrung für den Autoverkehr erfolgen, um Maßnahmen gegen die Poser-Szene zu ergreifen. Vorgesehen ist diese Sperrung an Freitagen, Samstagen und vor gesetzlichen Feiertagen von 20 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages", heißt es weiter.

Hintergrund der Veränderungen ist laut Stadt der Versuch, mit den Maßnahmen das angespannte Klima zwischen Rad- und Autofahrern zu verbessern, zwischen denen es in der Vergangenheit immer wieder zu Streitigkeiten kam. Auch die Umwelt soll durch die Veränderungen geschont werden. 2024 sollen noch konkretere Pläne zur Umsetzung, die für den Sommer geplant ist, vorgestellt werden.

Pläne der Stadt werden teils kritisch gesehen

Die Pläne der Stadt stoßen aber nicht bei allen auf Gegenliebe – während zahlreiche Autofahrer Umwege und Verkehrsbeeinträchtigungen fürchten, haben vor allem die Betreiber ortsansässiger Geschäfte und Gastronomiebetriebe Sorge darum, dass zukünftig weniger Menschen bei ihnen einkaufen beziehungsweise essen gehen.

Laut "Radio Essen" prüfen einige von ihnen bereits, ob gegen den Ratsentscheid der Stadt eine Klage möglich ist. Auch Die SPD sieht die Pläne der Stadt kritisch. Sie befürchtet laut "WDR", dass Autofahrer die Rüttenscheider Straße meiden, stattdessen auf Parallelstraßen ausweichen und dort Staus und Abgase verstärken.

Die Stadt scheint allerdings von den Plänen überzeugt zu sein. Schließlich sind diese Teil eines Deals, der mit dem Land NRW und der Deutschen Umwelthilfe im Jahr 2019 ausgehandelt wurde. Die Umwelthilfe hatte die Stadt damals verklagt, weil Emissionswerte dort regelmäßig überschritten wurden. Um Dieselfahrverbote – unter anderem auf der stark befahrenen Autobahn A40 abzuwenden – hatte sich die Stadt Essen bereit erklärt, Luftschutzmaßnahmen im angrenzenden Rüttenscheid zu ergreifen.

Verwendete Quellen
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