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Essen: Tierheim verhängt Aufnahmestopp für Hunde und Katzen


Kapazitäten erschöpft
Tierheim verhängt Aufnahmestopp für Hunde und Katzen

Von t-online
20.02.2024Lesedauer: 2 Min.
imago198541404Vergrößern des BildesEin Hund in seinem Zwinger im Essener Tierheim (Archivbild): Die Kapazitäten des Tierheims sind erschöpft. (Quelle: Christof Köpsel/imago-images-bilder)
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Das Essener Tierheim stößt bei der Unterbringung von Hunden und Katzen an seine Grenzen. Aus diesem Grund wurde nun ein Aufnahmestopp verhängt.

Immer wieder werden Haustiere von ihren überforderten Besitzern im Tierheim abgegeben. So auch in Essen. Das Tierheim auf der Grillostraße hat sich nun zu einem drastischen Schritt entschieden: Die Station im Essener Norden hat einen Aufnahmestopp für Hunde und Katzen verhängt. Das berichtet die "WAZ".

Demnach stoße das Tierheim, das aktuell über 100 Katzen und 46 Hunde untergebracht hat, bei der Aufnahme und Pflege der Tiere aktuell an ihre Grenze. Ehrenamtliche Mitarbeiter würden älter, neue Menschen für die Aufgabe zu gewinnen, sei schwer, wie Tierheimleiterin Jeanette Gudd gegenüber der "WAZ" erklärt. Zwar gebe es einen festen Stamm an Freiwilligen, die beispielsweise mit den untergebrachten Hunden Gassi gehen, auch diese könnten den massiven Ansturm jedoch nicht auffangen.

Zudem werde der Platz immer geringer. Ein Bürocontainer sei bereits zum Katzenhaus umfunktioniert worden, der Hundebereich befände sich derzeit ebenfalls im Umbau. Platz sei aktuell für 180 Katzen und 56 Hunde. Durch den Ausbau des Hundebereichs sollen bald bis zu 90 Hunde untergebracht werden können.

Überforderte Halter bringen Tierheime an Kapazitätsgrenze

Dennoch sorge vor allem die freiwillige Abgabe von Tieren in dem Tierschutzverein für große Probleme, so die Tierheimchefin. "Tiere werden ohne Nachdenken einfach so gekauft" und wenn sich der Vierbeiner nicht wie erwünscht verhalte, gäben Herrchen und Frauchen rasch auf. Als Gründe für die gewünschte Abgabe höre sie dann: "Hat was kaputt gemacht, ist krank, macht Arbeit – kein Bock mehr."

Auch hohe Tierarzt- und Futterkosten sowie ungewünschte Schwangerschaften von unkastrierten Katzen zählen laut Gudd zu den Gründen, sein Tier abzugeben. Besonders letzteres bereite auch dem Tierheim große Probleme, weil dadurch die Anzahl der untergebrachten Lebewesen nochmals steige.

Aus diesem Grund habe das Tierheim den Annahmestopp für Hunde und Katzen verhängt. "Die Halter müssen lernen, Verantwortung für ihre Tiere zu übernehmen, statt sie wie Wegwerfartikel zu behandeln", appelliert Gudd. So werden aktuell nur noch Fundtiere und absolute Notfälle vom Essener Tierheim aufgenommen. Anders als bei Fundtieren, die von Tierheimen aufgenommen werden müssen, geschieht die Annahme von Abgabetieren nämlich auf freiwilliger Basis.

Dass dies keine Dauerlösung ist, weiß die Tierheimchefin, die befürchtet, Halter könnten ihre einstigen Lieblinge zukünftig wegen des Aufnahmestopps aussetzen, damit das Tierheim verpflichtet ist, diese aufzunehmen. "Das verhinderte Abgabetier von heute ist das Fundtier von morgen", so Gudd.

Wie lange der Aufnahmestopp für Hunde und Katzen gilt, ist noch nicht absehbar. Vor Anfragen könne sich das Essener Tierheim allerdings auch aktuell kaum retten. "Wir könnten Tiere aus ganz Deutschland aufnehmen. Gerade rief jemand aus Rheinland-Pfalz: ob wir einen Hund nehmen würden."

Verwendete Quellen
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