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Erfolgreicher Saisonauftakt fĂĽr Deutschland-Achter

Von dpa
15.05.2022Lesedauer: 2 Min.
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Der neuformierte Deutschland-Achter ist erfolgreich in die internationale Ruder-Saison gestartet. Im Finale der 102. Hügelregatta auf dem Essener Baldeneysee verwies die Crew um Schlagmann Mattes Schönherr (Potsdam) die Konkurrenz aus Frankreich und Polen in souveräner Manier auf den zweiten und dritten Platz. Der gute Auftakt lässt hoffen, dass der auf insgesamt sechs Positionen umbesetzte Olympiazweite von Tokio nicht an Schlagkraft verloren hat. "Das macht Mut. Aber wir haben noch einen Weg vor uns", kommentierte Schönherr.

Bei sommerlichen Wetterbedingungen übernahm das DRV-Paradeboot von Beginn an die Führung und war schon bei der 1000-Meter-Marke auf Siegkurs. Im Ziel betrug der Vorsprung zwei Bootslängen. Schönherr ist guter Dinge, dass die neue Crew an alte Achter-Erfolge anknüpfen kann: "Weil wir ein junges Team sind, ist das eine große Aufgabe. Gerade wenn man das Niveau halten will, was andere vorgelegt haben." Bis zum ersten Weltcup in Posen (17. bis 19. Juni) könnte es noch weitere Umbesetzungen geben. Nach dem Karriereende zahlreicher erfolgreicher Athleten war ein großer Umbruch nötig.

Oliver Zeidler, Einer-Weltmeister von 2019, ging in dem für ihn ungewohnten Doppelzweier an den Start. Das konnte als Freundschaftsdienst des Ingolstädters für seinen Trainingspartner Hannes Ocik gewertet werden. Der einstige Achter-Schlagmann aus Schwerin tut sich mit dem Umstieg in den Skull-Bereich bisher schwer und war nach seinem durchwachsenen Einer-Auftritt bei den deutschen Meisterschaften Mitte April in Krefeld nicht zur Mannschaftsbildung eingeladen worden.

An der Seite des deutschen Skiff-Meisters machte Ocik mit dem zweiten Rang im Finale hinter den nationalen Konkurrenten Marc Weber und Jonas Gelsen (Marburg/Frankfurt) wieder Boden gut. "Hannes hat hier Werbung für sich gemacht. Meine Saisonvorbereitung durch den kurzen Ausflug im Doppelzweier wurde nicht gestört", kommentierte Zeidler, der als einziger Deutscher beim ersten Weltcup in Belgrad (27. bis 29. Mai) starten wird. Die restliche DRV-Flotte steigt erst beim zweiten Weltcup in Posen ein.

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