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Linke in Hessen: Ex-Landeschefin Schott wirft Linksjugend-Chefin Rufmord vor


"Sie wollen zerstören"

Von Stefan Simon

Aktualisiert am 24.04.2022Lesedauer: 2 Min.
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Linken-Veteranin Marjana Schott und Jungpolitikerin Sarah Dubiel: Treffen sich die beiden bald vor Gericht?
Linken-Veteranin Marjana Schott und Jungpolitikerin Sarah Dubiel: Treffen sich die beiden bald vor Gericht? (Quelle: Montage/t-online)
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In der hessischen Linken rumort es nach dem Missbrauchsskandal weiter. Die ehemalige Co-Landeschefin Marjana Schott will nun offenbar die Bundessprecherin der Linksjugend anzeigen.

Noch ist bei Sarah Dubiel kein Anwaltsschreiben im Briefkasten gelandet. Doch das könnte sich bald ändern. Denn die frühere langjährige Landtagsabgeordnete und Co-Landeschefin Marjana Schott hat in einem Statement auf Facebook bekannt gegeben, dass sie die Bundessprecherin der Linksjugend wegen Verleumdung anzeigen will.

So schreibt Schott über Dubiel: "Sie behauptet, ich hätte als Mitglied des Vorstands von Missbrauchsvorwürfen gewusst und nichts getan." Weiter schreibt die Politikerin, dass der "Spiegel" aus einer Mail zitiere, von der Schott nicht wisse, von wem sie stamme und ob sie überhaupt echt sei.

Das Nachrichtenmagazin hatte vergangenen Freitag unter Verweis auf Chatprotokolle, E-Mails, Fotos und eidesstattliche Versicherungen über verschiedene mutmaßliche sexuelle Übergriffe und Grenzüberschreitungen innerhalb der hessischen Linken berichtet. Die Vorwürfe lösten in der Partei ein Beben aus.

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Ex-Linke Schott wirft Linksjugend-Chefin Rufmord vor

Schott feuert weiter gegen die Bundessprecherin der Linksjugend: "Sarah spricht immer wieder von Täterschutz im hessischen Landesverband. Das ist Rufmord." Außerdem greift Schott weitere "wenige Menschen in diesem Jugendverband" an. Diese wollen nicht aufklären. "Sie wollen zerstören. Dabei sind ihnen ihre Opfer scheißegal. Ich frage mich, wem sie bislang geholfen haben?", so Schott.

Linksjugend-Bundessprecherin Sarah Dubiel: Sie tritt auch als "Awareness-Beauftragte" auf.
Linksjugend-Bundessprecherin Sarah Dubiel: Sie tritt auch als "Awareness-Beauftragte" auf. (Quelle: leer)

Über die Anzeige habe Dubiel durch Schotts Facebook-Statement erfahren, sagt sie auf Anfrage von t-online. "Dann habe ich sofort meinen Anwalt kontaktiert." Die Vorwürfe Schotts, dass der Parteijugend die Opfer egal wären, seien haltlos, so Dubiel.

"Der Jugendverband nimmt Betroffene ernst, hat interne Aufklärung versucht und Forderungen an den Parteivorstand gestellt, die am Donnerstag in Teilen erfüllt wurden, wie etwa die externe Gruppe zur Aufklärung", sagt Dubiel. Der Druck der Öffentlichkeit habe in dem Fall schon geholfen, sodass die Aussage, es helfe keinem Opfer, nicht stimmig seien.

Anwalt von Dubiel: "Sie ist eine zentrale Ansprechperson für Betroffene"

Gegen Dubiel laufen noch weitere Strafanzeigen von Linken-Mitgliedern, unter anderem wegen Verleumdung. Ihr Anwalt weist diese Vorwürfe zurück. Dubiel sei neben dem Linksjugend-Bundessprecher Jakob Hammes eine zentrale Ansprechperson für Betroffene von sexueller Gewalt und Belästigungen in der Linkspartei, heißt es einem Schreiben von Dubiels Anwalt.

Sie unterstütze Betroffene und trete für sie in die Öffentlichkeit. "Sie berichtet, was ihr zugetragen werde. Strafanzeigen gegen Dubiel sind ein Versuch, diese Arbeit zu verhindern." Weiter heißt es: "Die Mandantin hat ausschließlich erlebtes weitergegeben und über Tatsachen gesprochen." Bislang hätten nach Angaben der Linksjugend sich bundesweit 60 mutmaßliche Betroffene von sexueller Gewalt innerhalb der Linken bei der Parteijugend gemeldet.

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Verwendete Quellen
  • Facebook-Profil von Marjana Schott
  • Gespräch mit Sarah Dubiel
  • Schreiben von Dubiels Anwalt
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