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Messerattacke im Zug von Kiel nach Hamburg: Er ist der Held von Brokstedt


Das ist der Held von Brokstedt

  • Gregory Dauber
Von L. Winkelsdorf und G. Dauber

Aktualisiert am 26.01.2023Lesedauer: 2 Min.
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Andreas H. (rechts) hielt den Angreifer fest, bis die Polizei da war: Der Mann hatte zuvor zwei Menschen getötet.
Andreas H. (rechts) hielt den Angreifer fest, bis die Polizei da war: Der Mann hatte zuvor zwei Menschen getötet. (Quelle: Jonas Walzberg/dpa; Lars Winkelsdorf)
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Er war der Erste, der den Angreifer aufhalten konnte. Der hatte zuvor zwei Menschen in einem Regionalzug nach Hamburg getötet.

Andreas H. ist völlig fertig mit den Nerven und fragt nach einer Zigarette. Er steht vor dem Hotel Bürgerstuben in Brokstedt, dem 2000-Seelen-Dorf, auf das an diesem Mittwochabend ganz Deutschland blickt. In dem Hotel haben Einsatzkräften kurzerhand so etwas wie ein Lagezentrum eröffnet.

Um kurz vor 15 Uhr hatte ein 33-Jähriger in einem Regionalzug mehrere Fahrgäste mit einem Messer angegriffen. Der Mann aus Neumünster habe den Täter festgehalten, bis die Polizei gekommen sei, erzählt er t-online. Noch während der Zug fuhr, hatte der Angreifer zwei Menschen getötet, mehrere teils schwer verletzt.

Die Spurensicherung sichert den Tatort: In einem Regionalzug kam es zu einer Messerattacke, zahlreiche Einsatzkräfte sind vor Ort. (Quelle: t-online)

Schreie im Zug: "Der sticht schon wieder"

Eigentlich sei er auf dem Weg zur Arbeit nach Hamburg gewesen, der Zug voll mit Schülern und Studenten. Kurz vor Brokstedt sei Panik aufgekommen, Menschen seien durch den Zug gerannt. "Der sticht schon wieder", will H. durch die Schreie rausgehört haben. Mehrere Frauen seien verletzt worden, ob sie gezielt angegriffen worden waren, wisse er nicht.

Beim Zustechen habe sich der Angreifer irgendwann selbst mit dem Messer verletzt, weil er mit der Hand über die Klinge gerutscht war. Die Hand habe so stark geblutet, dass er das Messer fallenließ, da stand der Zug schon im Bahnhof.

Andreas H. hält Angreifer fest

Auf dem Gleis macht ein Zugbegleiter H. wieder auf den Angreifer aufmerksam. "Der hat da gehockt und sich mit seiner Verletzung beschäftigt", sagt er t-online. Durch die flüchtenden Menschen habe er ein paar Momente gebraucht, bis er "an ihm dran" gewesen sei. "Ich hab ihn festgehalten, bis die Polizei da war."

Am Donnerstag hieß es von offizieller Stelle, der Täter sei von mehreren Fahrgästen überwältigt worden. Belastbare Einzelheiten zu den Vorgängen im Zug und am Gleis könnten noch nicht bekannt gegeben werden, dafür fehlten noch zu viele Zeugenaussagen.

Mit dem Mann habe er kein Wort gewechselt. Bei dem Angreifer soll es sich um einen staatenlosen Palästinenser handeln. Nach Informationen von "Welt" soll er polizeibekannt sein und bis vor einer Woche in U-Haft gesessen haben. "Wenn du hier irgendwas versuchst, kriegst du Prügel", habe H. dem Mann auf dem Gleis gesagt. "Ein Arschloch war das."

Die Polizei bestätigt, dass Zeugen den Täter festgehalten haben. Den Namen von Andreas H. will sie t-online auf Anfrage nicht bestätigen.

Hotel öffnet die Türen für Betroffenen

Das Hotel, in dem die Polizei Zeugen und von dem Angriff Betroffene befragt hat, ist eigentlich in den Betriebsferien, erzählt die Mutter des Inhabers am Abend t-online am Telefon. "Die Beamten haben gefragt, ob ich einen Raum hätte", sagt sie. "Vor der Tür standen so viele Menschen, die konnten nirgendwo hin und haben gefroren. Das ging ja so nicht", erzählt sie.

Eigentlich habe sie nur die Post abholen wollen. Kurzerhand sei das Haus in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof aber voll gewesen. "Für die, die wollten, habe ich Kaffee und Tee gemacht." Sie will daraus aber keine große Sache machen, sowas müsse man ja tun.

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Verwendete Quellen
  • Gespräch mit Andreas H. in Brokstedt
  • Anfrage an die Polizei Itzehoe
  • Anruf beim Hotel Bürgerstuben Brokstedt
  • Eigene Recherche
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