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Brokstedt: Hamburger Topbeamter wehrt sich gegen Vorwürfe wegen Ibrahim A.


Brokstedt-Angreifer
Topbeamter wehrt sich gegen Vorwürfe wegen Ibrahim A.

Von dpa, t-online
08.02.2023Lesedauer: 2 Min.
Der Hamburger Justizstaatsrat Holger Schatz (SPD) spricht im Innen- und Rechtsausschuss des Landtags: Er wehrt sich gegen alle Vorwürfe.Vergrößern des BildesDer Hamburger Justizstaatsrat Holger Schatz (SPD) spricht im Innen- und Rechtsausschuss des Landtags: Er wehrt sich gegen alle Vorwürfe. (Quelle: Marcus Brandt/dpa-bilder)
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Die gegenseitigen Schuldzuweisungen gehen immer weiter: Politiker im Norden wollen die Verantwortung im Fall Brokstedt wegschieben.

Nach der tödlichen Messerattacke von Brokstedt hat sich Hamburgs Justizstaatsrat Holger Schatz gegen Kritik an der Kommunikation der Behörden der Hansestadt im Fall Ibrahim A. gewehrt. Es habe im vergangenen Jahr in Richtung der Behörden in Schleswig-Holstein "zehn Meldungen durch Kontaktaufnahmen Hamburgs" gegeben, sagte Schatz am Mittwoch im Innen- und Rechtsausschuss des Landtags in Kiel.

Spätestens seit Anfang März hätten dem Ausländeramt in Kiel und auch dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) alle wesentlichen Informationen zur Inhaftierung des 33-Jährigen vorgelegen. Bis wenige Tage vor der Tat in Brokstedt am 25. Januar saß der mutmaßliche Täter in Hamburg wegen gefährlicher Körperverletzung in Haft.

Kiel soll von neusten Straftaten gewusst haben

Nach Darstellung von Schatz seien die entsprechenden Nachrichten der Hamburger Behörden jedoch mehrfach unbeantwortet geblieben. Erst am 9. März habe es aus Kiel per Mail erste Nachfragen zu dem Fall gegeben, die beantwortet worden seien, auch an das Bamf. "Über die neuen Straftaten des Ibrahim A. hatte das Bamf auch seit dem 9. März Kenntnis." Die Hamburger Justizbehörde habe das Justizministerium zu Gesprächen darüber eingeladen, wie die Kommunikation verbessert werden könne.

Ein per Video zugeschalteter Abteilungsleiter des Bamf sagte, eine Hamburger Meldung vom 1. März sei mitnichten auch an seine Behörde gegangen. Die Stadt Kiel habe das Bamf in dieser Sache bei einer Nachfrage nach Hamburg am 9. März in CC genommen.

Auch im Bamf wurden schwerwiegende Fehler gemacht

Unterdessen wurde bekannt, dass auch im Bamf selbst wohl schwere Fehler im Umgang mit Ibrahim A. gemacht wurden: Ihm soll zunächst ein falscher Ausweis in der Akte beim Bamf zugeordnet worden sein. Lesen Sie hier mehr dazu.

Parlamentsausschüsse in beiden Ländern wollen klären, ob die blutige Attacke in einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg hätte verhindert werden können. Der 33 Jahre alte Palästinenser Ibrahim A. soll am 25. Januar mit einem Messer auf andere Fahrgäste eingestochen haben. Zwei junge Menschen starben, fünf weitere wurden verletzt.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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