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Hamburg: Wodurch der geplante Sprengstoffanschlag aufflog


28-Jähriger bastelte wohl Bombengürtel
Wie der geplante Sprengstoffanschlag in Hamburg aufflog

Von t-online, cch

29.04.2023Lesedauer: 2 Min.
Holzsplitter sind an der aufgebrochenen Wohnungstür nach einem Polizeieinsatz im Stadtteil St. Georg zu sehen: Wegen des Verdachts auf Planung eines Anschlags mit islamistischem Hintergrund hat die Polizei am Dienstag in Hamburg einen 28 Jahre alten Syrer verhaftet.Vergrößern des BildesHolzsplitter an der aufgebrochenen Wohnungstür nach einem Polizeieinsatz: Die Polizei hat einen mutmaßlichen Bombenbauer verhaftet. (Quelle: Marcus Brandt/dpa/dpa-bilder)
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Am vergangenen Dienstag hat die Polizei in Hamburg einen mutmaßlichen Attentäter festgenommen. Der Hinweis auf den 28-Jährigen kam offenbar aus Amerika.

Ein 28-jähriger Syrer soll einen Anschlag mit einem Sprengstoffgürtel geplant haben, er wurde am Dienstag in Hamburg festgenommen. Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, kam der Hinweis auf den mutmaßlichen Attentäter wieder einmal aus Amerika: Der amerikanische Nachrichtendienst National Security Agency (NSA) hat offenbar die deutschen Behörden auf den Mann und seinen Bruder aufmerksam gemacht. Die deutschen Behörden hatten den 28-Jährigen dadurch im Visier und ein Auge zum Beispiel auf seinem E-Mail-Verkehr.

Die NSA durchsucht regelmäßig das Internet auf bestimmte Schlüsselwörter rund ums Bombenbauen. Die Mitarbeiter suchen zum Beispiel nach chemischen Verbindungen, die zum Basteln einer Bombe benötigt werden. So fallen potenzielle Gefährder, die einen solchen Bestandteil ordern, der NSA auf. In Deutschlands sei eine solche Recherche laut "Bild" Nachrichtendiensten aufgrund des Datenschutzes nicht erlaubt.

Mutmaßlicher Bombenbauer bestellte Grundstoffe bei Ebay

Jan Reinecke vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) sagte der "Hamburger Morgenpost", dass der Datenschutz zweifelsfrei wichtig, richtig und notwendig sei. Er dürfe aber nicht länger zum Vorteil für Terroristen und Straftäter werden, "weil deutsche Polizeibehörden durch unzureichende Datenschutzregeln ihren Hauptaufgaben, der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung, nur ungenügend nachkommen können".

Der festgenommene 28 Jahre alte Syrer soll unter anderem über Ebay Grundstoffe zur Herstellung sprengfähigen Materials gekauft haben, berichteten Bundeskriminalamt, Landeskriminalamt und Generalstaatsanwaltschaft Hamburg. Hinweise auf ein konkretes Anschlagsziel hat es laut Staatsanwaltschaft zwar nicht gegeben. Allerdings habe der 28-Jährige vorgehabt, sich selbst mit dem Sprengstoffgürtel in die Luft zu sprengen und dabei "möglichst viele Ungläubige mit in den Tod zu reißen". Sein 24 Jahre alter Bruder soll ihn in der Planung bestärkt und somit Beihilfe geleistet haben.

Auch etwa der geplante Anschlag eines damals 20-Jährigen im Sommer 2021 wurde vermutlich nur durch einen Hinweis des US-Geheimdienstes Homeland Security vereitelt. Der Geheimdienst fand nach Informationen der "Hamburger Morgenpost" heraus, dass der Mann im Darknet Sprengstoff und eine Waffe kaufen wollte. Er informierte das BKA, das den 20-Jährigen in Hamburg festnahm.

Verwendete Quellen
  • bild.de: "Terror-Bomber wollte mit Sprengstoffgürtel morden"
  • mopo.de: "Warum der Bombenbastler aus St. Georg ohne die Amerikaner nicht aufgeflogen wäre"
  • ndr.de: "Vereitelter Anschlag: Hinweise kamen offenbar von US-Geheimdienst"
  • presseportal.de: Mitteilung der Polizei Hamburg vom 25.04.2023
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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