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Geiselnahme am Flughafen Hamburg: So viel kostet sie den Steuerzahler


So teuer wird die Flughafen-Geiselnahme für den Steuerzahler

Von t-online, pb

Aktualisiert am 29.11.2023Lesedauer: 2 Min.
Festnahme des Geiselnehmers am Hamburger Airport (Archivfoto): Ermittler sind sicher, dass er seine Exfrau jahrelang terrorisiert hatte.Vergrößern des BildesFestnahme des Geiselnehmers am Hamburger Airport (Archivfoto): Ermittler sind sicher, dass er seine Exfrau jahrelang terrorisiert hatte. (Quelle: Jonas Walzberg/dpa-bilder)
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Stundenlang hielt der Entführer Einsatzkräfte auf dem Hamburger Rollfeld in Atem: Seine Tochter ist wieder frei, und er in Haft. Die Kosten der Geiselnahme sind immens.

Die rund 20 Stunden andauernde Geiselnahme eines Mädchens am Hamburger Flughafen Anfang November wird den Steuerzahler wohl mehr als 500.000 Euro kosten. Zu diesem Schluss kommt eine Senatsantwort auf Anfrage der AfD, über die das "Hamburger Abendblatt" zuerst in ihrer Mittwochsausgabe berichtet hatte.

Die Rechtspopulisten hatten den Senat gefragt, wie teuer der wohl größte Polizeieinsatz in Hamburg in diesem Jahr denn nun war. Das geht aus der Antwort des Senats zwar nicht hervor – wohl aber, dass am Ende rund 7.600 Einsatzstunden von 924 Hamburger Polizisten nach den stundenlangen Verhandlungen mit dem 35-jährigen Entführer in der Bilanz standen.

Entführung in Hamburg: Staat muss hohe Summe zahlen

Multipliziert man das mit dem in Gebührenordnung stehenden Eurowert einer Hamburger Polizeistunde (66,40 Euro) kommt man damit auf rund 504.640 Euro. Ein Polizeisprecher sagte dem "Abendblatt" aber, dass diese Rechnung allein zu pauschal sei: Innerbetriebliche Kosten, wie die für Material und Fahrzeuge, kämen noch hinzu.

Und auch die Kosten für die weiteren alarmierten Einheiten, etwa die Bundespolizei und Sanitäter, sind in der Rechnung der AfD ebenso noch nicht enthalten wie die Kosten der rund 240 entfallenen Flüge. Etwa 35.000 Passagiere waren von den Ausfällen betroffen.

Die AfD forderte, dass der 35-jährige Entführer seiner Tochter die anfallenden Kosten übernehmen solle: "Wenn Klimachaoten oder Demonstranten in Gewahrsam genommen werden, dann müssen sie für den Einsatz finanziell aufkommen. Auch vor diesem Hintergrund fordern wir, dass der Rechtsstaat den Straftäter zur Kasse bittet."

Dazu wird es aber nicht kommen: Laut der Polizei können dem Entführer keine Gebühren in Rechnung gestellt werden. Während also klar ist, dass der Steuerzahler die Kosten für die Einsätze der Beamten übernehmen wird, ist das bei den Kosten des Flughafens und der Airlines noch nicht klar: Eine Flughafensprecherin sagte der Zeitung, dass man auch rund drei Wochen nach dem Vorfall, noch keinen Überblick über die Gesamtkosten habe.

Und selbst wenn diese feststehen: Es gilt als unwahrscheinlich, dass der in U-Haft sitzende Mann die Schäden begleichen kann.

Verwendete Quellen
  • abendblatt.de (kostenpflichtig): Flughafen Hamburg: Geiselnahme verschlingt halbe Million Euro! Wer zahlt den Polizei-Einsatz?
  • Mit Informationen der Nachrichtenagentur dpa
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