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Hamburg: Händler verstößt gegen Pelzverbot auf Weihnachtsmarkt


Trotz Verbot: Händler verkauft Pelz auf Weihnachtsmarkt


Aktualisiert am 30.11.2023Lesedauer: 2 Min.
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Die Kaninchenpelz-Handschuhe hängen an der Decke: Auf dem Weihnachtsmarkt gilt eigentlich ein Pelzverbot.Vergrößern des Bildes
Die Kaninchenpelz-Handschuhe hängen an der Decke des Standes: Auf dem Weihnachtsmarkt gilt eigentlich ein Pelzverbot. (Quelle: Stefan Klippstein)

Auf einem Hamburger Weihnachtsmarkt werden Handschuhe mit echtem Pelz verkauft, obwohl das verboten ist. Ein Tierschützer hat die illegalen Waren entdeckt und fordert Konsequenzen.

Auf dem Weihnachtsmarkt "Weißerzauber" am Hamburger Jungfernstieg will Tierschützer Stefan Klippstein Handschuhe mit echtem Pelz gefunden haben. Um was genau es sich handelt, ist laut seiner Aussage nicht mehr feststellbar.

Nach Angaben des Standbetreibers handele es sich um Kaninchenfell. "Es könnte theoretisch Kaninchenfell sein, es könnte genauso gut von der Struktur eingefärbter Marderhund sein. Es ist nicht gekennzeichnet nach der Textilkennzeichnungsverordnung", sagt Klippstein zu t-online.

Das Problem: Der Verkauf von Pelzen ist auf dem "Weißerzauber"-Weihnachtsmarkt strikt verboten.

"Weißerzauber"-Betreiber reagiert umgehend

Im vergangenen Jahr hatte der Markt erklärt, künftig auf Pelzwaren verzichten zu wollen. Nach dem Hinweis von Klippstein versicherte Britta Wilkens, Sprecherin des "Weißerzauber", die betroffenen Waren umgehend zu entfernen. "Wir wollen nicht nur allen bestehenden Vorschriften entsprechen, sondern auch dem Tierschutz auf allen Ebenen gerecht werden", so Wilkens.

Weil ein Verstoß vorliegt und das Produkt illegal angeboten wird, hat Klippstein dennoch Anzeige beim zuständigen Veterinäramt erstattet. Außerdem hat er den Betreiber des "Weißerzauber"-Weihnachtsmarkt aufgefordert, alle Stände zu kontrollieren. Der Tierschützer fordert, dass die Produkte beschlagnahmt und im Labor untersucht werden, um die Tierart zu bestimmen.

Pelzwaren auf Weihnachtsmärkten nicht grundsätzlich verboten

Bereits im vergangenen Jahr war auf dem Roncalli-Weihnachtsmarkt am Rathaus Hundepelze entdeckt. Der betroffene Stand wurde daraufhin geschlossen. In der Stadt entstand eine große Diskussion um das Thema, die Hamburger CDU-Fraktion versuchte sogar, ein allgemeines Pelzverbot auf Weihnachtsmärkten durchzusetzen.

Die Bürgerschaft entschied sich letztlich jedoch dagegen und verwies darauf, dass dies gesetzlich nicht möglich sei. Stattdessen wolle man auf regelmäßige Kontrollen der Märkte setzen. "Der bezirkliche Kontrolldienst kontrolliert die gerade eröffneten Weihnachts- und Wintermärkte unseres Bezirks hinsichtlich der Vorgaben des Genehmigungsbescheides und der gesetzlichen Vorgaben. Unter anderem werden hier auch die Vorgaben des Textilkennzeichnungsgesetzes überprüft", sagt eine Sprecherin des Bezirksamtes Hamburg-Mitte auf Anfrage von t-online.

Inwieweit diese in diesem Jahr schon auf dem "Weißerzauber"-Weihnachtsmarkt oder anderen Märkten durchgeführt wurden, konnte die Sprecherin zunächst nicht beantworten. Immerhin: Auf anderen Märkten in der Innenstadt, darunter auch dem Roncalli-Weihnachtsmarkt, habe er keine Pelze entdecken können, erklärte Klippstein.

Verwendete Quellen
  • Gespräch mit Tierschützer Stefan Klippstein
  • Anfrage bei Pressestelle des "Weißerzauber"-Weihnachtsmarkt
  • Anfrage bei Pressestelle des Bezirksamt Hamburg-Mitte
  • Eigene t-online-Artikel
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