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Hamburg: SPD-Frau fordert neue Parkbänke für Senioren und Rollstuhlfahrer


Zerteilte Parkbänke sollen Inklusion fördern

Von t-online, gda

06.12.2023Lesedauer: 2 Min.
Mehrere Personen nutzen eine barrierefreie Bank (Symbolbild): Bei diesem Modell kann in der Mitte der Parkbank ein Rollstuhl platziert werden.Vergrößern des BildesMehrere Personen nutzen eine barrierefreie Bank (Symbolbild): Bei diesem Modell kann in der Mitte der Parkbank ein Rollstuhl platziert werden. (Quelle: Rüdiger Bechhaus/imago images)
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Um echte Inklusion von Behinderten und mobilitätseingeschränkten Personen zu erreichen, hat ein Hamburger SPD-Bezirk eine ungewöhnliche Idee.

Zwischen den beiden Sitzplätzen mit ihren Armlehnen klafft eine große Lücke: Eine Parkbank mit einem Loch – so etwas kann sich die SPD-Bezirksabgeordnete Janina Satzer für ihren Stadtteil Eimsbüttel in Zukunft vorstellen. Denn die meisten Sitzmöbel im öffentlichen Raum würden beispielsweise Senioren ausschließen, erklärt Satzer.

Das Problem mit den Bänken: Neben ihnen stehen Mülleimer oder der Untergrund ist nicht befestigt – und sie haben höchstens zwei Armlehnen. Rollstuhlfahrer fänden nur schwer einen Platz, um mit anderen ins Gespräch zu kommen, so Satzer. In einem Antrag fordert die SPD-Fraktion Eimsbüttel jetzt die Schaffung barrierefreier Sitzmöglichkeiten, damit die Erholungsräume im Viertel von allen Menschen gemeinsam genutzt werden können.

"Wir wollen niemandem etwas wegnehmen"

"Inklusive Bänke weisen beispielsweise Möglichkeiten auf, Rollstühle und Rollatoren zu integrieren und verfügen über mehrere Armlehnen zum Abstützen", sagt Satzer laut Pressemitteilung. Wie genau die neuen Stadtmöbel in Eimsbüttel aussehen sollen, soll erst nach Rücksprache mit dem Inklusionsbeirat des Bezirkes getroffen werden. Die Parkbank mit der großen Lücke in der Mitte sei nur eine denkbare Option.

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Das Design der sogenannten Generationenbank weckt aber auch die Furcht vor defensiver Architektur. Die soll durch zusätzliche Bauteile etwa verhindern, dass Obdachlose auf Bänken oder anderen Orten im öffentlichen Raum Platz finden. Satzer wiegelt auf Nachfrage von t-online ab: "Wir wollen niemandem etwas wegnehmen oder jemanden vertreiben."

Die barrierefreien Sitzmöglichkeiten sollen zusätzlich zum Bestand angeschafft werden. Kein potenzieller Schlafplatz für einen Wohnungslosen werde also abgebaut. "Wenn wir im Sinne der Inklusion neue, zusätzliche Stadtmöbel anschaffen, brauchen diese aber eben zwingend zwei Armlehnen für jeden Sitzplatz", sagt die Bezirkspolitikerin mit Verweis auf ältere Personen, die Schwierigkeiten beim Hinsetzen und Aufstehen haben.

Optisch sollen die neuen Bänke den vorhandenen "möglichst ähnlich gestaltet sein, um eine vollständige Inklusion zu gewährleisten", heißt es im Antrag der SPD. Auch das Umfeld müsse an die "Bedürfnisse von Menschen mit unterschiedlicher Mobilität angepasst" werden. Das heißt: Keine hohen Kanten auf Gehwegen und fester Boden neben den Sitzmöbeln, damit beispielsweise Rollatoren sicher abgestellt werden können.

Verwendete Quellen
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