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"Fantastische Dynamik": Hamburger schicken Hilfskonvois an die ukrainische Grenze


Hamburger schicken Hilfskonvois an die ukrainische Grenze

Von Eva Puschmann

Aktualisiert am 02.03.2022Lesedauer: 2 Min.
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Das Team der Aktion: Fahrer und Organisatoren in Hamburg.
Das Team der Aktion: Fahrer und Organisatoren in Hamburg. (Quelle: GTHGC)
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Der Krieg in der Ukraine erschüttert auch Menschen in Deutschland. Viele rufen Hilfsaktionen ins Leben. So auch in Hamburg: In einer Nacht und Nebelaktion sind Helfende mit vier Bussen an die ukrainische Grenze gefahren.

"Bei uns im Auto benötigt eine Familie eine Unterkunft in Hamburg." Nur wenige Sekunden darauf die Antwort: "Wann kommt ihr in Hamburg an. Wir kümmern uns darum." Fast im Minutentakt werden in der für einen Hilfstransport an die ukrainische Grenze gegründeten WhatsApp-Gruppe Nachrichten geschrieben und die Aufnahme und Unterbringung von ukrainischen Geflüchteten organisiert.

Ein Transporter ist bis unters Dach vollgepackt mit Kisten.
Ein Transporter ist bis unters Dach vollgepackt mit Kisten. (Quelle: GTHGC)

Mit vier Transportern voll beladen mit Hilfsgütern hat sich eine kleine Gruppe von Helfenden aus Hamburg auf den Weg an die ukrainische Grenze gemacht, um dort unter anderem Decken, Schlafsäcke und Essen abzugeben. Dirk Wullkopf hat die Aktion ins Leben gerufen, der im Hockey- und Tennisclub in Flottbek (GTHGC) aktiv ist. Er ist überwältigt von dem Ausmaß der Hilfsangebote, die ihn seit Sonntag erreichen.

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Hamburg: Kleiner Hilferuf wird riesiger Spendenaktion

"Was am Sonntagabend mit einem kleinen Post bei 'nebenan.de' begonnen hat, hat eine fantastische Dynamik entwickelt", heißt es auf der Seite des Clubs. Nur zwei Minuten nach dem Aufruf sei schon das erste Geld auf dem Spendenkonto gelandet. 24 Stunden später saßen Fahrer schon in den Transportern Richtung Ukraine. "Wir dachten, wir fahren mit einem Bus. Dann waren es so viele Sachspenden, dass wir mit vier Bussen unterwegs waren", berichtet Wullkopf.

Dass die Aktion gefährlich werden könnte, war zu keiner Zeit ein Thema. Die Fahrer seien auf polnischem Terrain bis an die Grenze gefahren. "Das einzige, das uns kurz nachdenklich gemacht hat, war die Tatsache, dass die Fahrer viel Bargeld mitgenommen haben", erklärt der Organisator der Aktion. Um an der Grenze Geflüchteten Bargeld in die Hand zu drücken, sei ein Teil der Spenden in den Autos transportiert worden.

Fahrer bringen Geflüchtete mit nach Hamburg

Auch auf der Rückfahrt wollten die Helfenden dann nicht mit leeren Wagen nach Deutschland kommen. Der Plan lautete: Geflüchtete an den Grenzübergängen mit nach Deutschland zu nehmen. Das gestaltete sich dann allerdings schwieriger als erwartet. In Polen sei die Aufnahme und Weiterleitung der Geflüchteten logistisch perfekt organisiert. "Es geht nicht besser", so das Fazit eines Fahrers.

Eine Frau und ein Mann umarmen sich. Auf dem Rückweg konnte der Hilfskonvoi ukrainische Bürger mit nach Hamburg nehmen.
Eine Frau und ein Mann umarmen sich. Auf dem Rückweg konnte der Hilfskonvoi ukrainische Bürger mit nach Hamburg nehmen. (Quelle: GHTGC)

Auch hier hat sich das Netzwerk der Truppe als große Hilfe erwiesen. Während einige in Polen in Transportern unterwegs sind, schicken andere Koordinaten, Handynummern von Geflüchteten und Namen von Kontaktpersonen. Schnell sind Mitfahrer gefunden, und Unterkünfte in Hamburg organisiert.

Dirk Wullkopf ist begeistert von der "unbändigen Hilfsbereitschaft". Eine Wagenladung an Sachspenden sei im Hockey- und Tennisverein noch übrig geblieben. Und über das mittlerweile riesige Netzwerk melden sich unzählige Menschen, die ebenfalls Hilfe anbieten. Die weiteren Spenden sollen ebenfalls in die Ukraine weitergeleitet werden. "Das versuchen wir nun alles noch ein bisschen professioneller aufzuziehen", so Wullkopf.

Er selbst würde eine solche Aktion sofort wieder organisieren. "Das war eine ganz tolle Sache. Das berührt mich, zu sehen, was man bewegen kann."

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Verwendete Quellen
  • Gespräch mit Dirk Wullkopf
  • Webseite des GTHCG
  • WhatsApp-Gruppe der Mitglieder der Hilfsaktion
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