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Hannover: 20 Euro-Büchergutschein für 40 Jahre im Unternehmen?


20-Euro-Büchergutschein für 40 Jahre im Unternehmen?

  • Patrick Schiller ist t-online Regio Redakteur in Hannover.
Von Patrick Schiller

Aktualisiert am 07.10.2022Lesedauer: 2 Min.
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Eine Pflegekraft schiebt einen Rollstuhl (Archivbild): Eine Twitter-Nutzerin wirft ihrem Arbeitgeber öffentlich vor, sie mit einem Mini-Präsent abgespeist zu haben.
Eine Pflegekraft schiebt einen Rollstuhl (Archivbild): Eine Twitter-Nutzerin wirft ihrem Arbeitgeber öffentlich vor, sie mit einem Mini-Präsent abgespeist zu haben. (Quelle: IMAGO/Ute Grabowsky/photothek.de/imago images)
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Hat ein Krankenhausbetreiber eine Pflegerin nach 40 Jahren im Job mit einem Mini-Gutschein abgespeist? Die Darstellungen der Angestellten sind fraglich.

Eine Frau, die offenbar als Pflegefachkraft bei Diakovere arbeitet, hat ein Dankesschreiben ihres Arbeitgebers bei Twitter veröffentlicht. In dem Schreiben dankt die Pflegedirektorin des Krankenhausbetreibers der Frau für 40 Jahre Betriebszugehörigkeit – auch ein Büchergutschein über 20 Euro liegt dem Schreiben vom 1. Oktober bei. Die Twitter-Nutzerin teilt das Bild mit einem zynischen Kommentar: "Für 40 Jahre Betriebszugehörigkeit habe ich dieses bekommen! Soll ich es spenden?"

Der Tweet verbreitet sich auf Twitter wie ein Lauffeuer: Tausende Personen teilen den Beitrag der Frau, fordern Diakovere zu einer Reaktion auf. Doch was steckt tatsächlich hinter den Vorwürfen der Frau aus dem Raum Hannover? Diakovere reagiert ebenfalls per Social-Media-Kanal auf die öffentlichen Vorwürfe und dankt der Nutzerin für ihren langjährigen Dienst, verweist auf weitere Präsente, die das Unternehmen ihren Jubilaren zustellen lasse.

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"Wir freuen uns sehr und danken Ihnen dafür, dass Sie schon so lange bei uns sind. Dafür gibt es nebenbei 5 Tage Urlaub und eine Feier mit Ihrer Familie extra für unsere Jubilare. Und dazu diese kleine Aufmerksamkeit", schreibt das Unternehmen als Antwort unter den Tweet. Mit der Aufmerksamkeit ist der Büchergutschein gemeint. Doch die Frau reagiert verletzt, wirft ihrem Unternehmen öffentlich vor, dass es nun zu spät sei: "Ich bin sehr enttäuscht von Ihnen!"

Pflegerin outet sich als ungeimpft

Ein Blick auf das Profil der Twitter-Nutzerin lässt erahnen, dass sie der Corona-Leugner-Szene zuzuordnen ist. In mehreren Tweets gibt die Nutzerin an, selbst ungeimpft zu sein und teilt gegen die Corona-Regeln der Bundesrepublik aus.

In einem Tweet vom 17. August zeigt sie ein Thermometer, das eine Körpertemperatur von 39,9 Grad belegen soll. Die Frau schreibt: "Mit Impfung würde es mir noch viel schlechter gehen! Ist von gestern! Heute fieberfrei!" Ein positiver Corona-Test soll ihre Infektion belegen.

Auf Nachfrage bestätigte ein Diakovere-Sprecher die Präsente an die Jubilare, teilte aber zusätzlich mit, dass die Präsente in der Regel "persönlich durch die direkten Vorgesetzten übergeben" würden. Dies gehe aber nicht, "wenn die Mitarbeitenden länger krank sind."

Pflegerin reagiert nicht auf Anfrage

Auf die Enttäuschung der Frau reagierte der Krankenhausbetreiber übrigens entgegenkommend: "Das tut uns leid. Lassen Sie uns gerne reden." Auch der Social-Media-Account einer Klinik aus Rheinland-Pfalz schloss sich der Debatte an. Die Klinik richtete sich direkt an Diakovere und fragte, ob ein Teil des Gespräches sein werde, welche Kommunikationskanäle man für derlei Sachverhalt wählt und "wie eine Pflegekraft öffentlich stolz mitteilen kann, dass sie nicht geimpft ist!".

Auf eine Gesprächsanfrage von t-online hat die Twitter-Nutzerin zunächst nicht reagiert. Update: Nach Erstveröffentlichung des Artikels sagte Müller t-online, dass sie nach Klärung der Sachlage bereit wäre, sich zu äußern.

Erst vergangene Woche hatte die "Hannoversche Allgemeine" über Spendenaufrufe des Krankenhausbetreibers berichtet, wonach der medizinische Diakovere-Geschäftsführer Prof. Thomas Kersting Briefe mitsamt vorgedrucktem Überweisungsträger an ehemalige Patientinnen und Patienten versandt habe. Dabei habe er um eine Spende gebeten, um "mehr als die Standardversorgung bieten zu können, neue Wege zu gehen, weiterzuforschen, besser auszubilden und neue Therapien zu entwickeln", zitiert die Zeitung das Schreiben des Krankenhausbetreibers.

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Verwendete Quellen
  • haz.de: Post aus der Klinik: "Krankenhausbetreiber bittet ehemalige Patienten um finanzielle Unterstützung" (kostenpflichtig)
  • twitter.com: Twitterpost von @KarinMl55148359
  • E-Mail-Austausch mit Diakovere-Sprecher Matthias Büschking
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