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RS-Virus-Welle in Hannover: Keine neuen Maßnahmen an Schulen


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Trotz RS-Virus-Welle: Keine Maßnahmen an Niedersachsens Schulen

Von dpa, pas

01.12.2022Lesedauer: 2 Min.
Bei einem kranken Kind wird das Fieber gemessen (Symbolbild): Aktuell leiden besonders viele Kinder in München unter dem RS-Virus.
Bei einem kranken Kind wird das Fieber gemessen (Symbolbild): Aktuell leiden besonders viele Kinder in Hannover unter dem RS-Virus. (Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Die Welle von Atemwegsinfekten bei Kindern hält Niedersachsens Kliniken in Atem. Dennoch sollen keine speziellen Maßnahmen an Schulen getroffen werden.

Die Intensivbetten der deutschen Kinderkliniken sind fast alle belegt, zeigt eine aktuelle Umfrage der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Dennoch sollen keine zusätzlichen Maßnahmen an Niedersachsens Schulen getroffen werden, die dort die Ausbreitung der Krankheitserreger behindern könnten. Ein Sprecher des Kultusministeriums sagt: "Ein Anlass für Maßnahmen über die normalen Hygienemaßnahmen hinaus besteht nicht."

Das Ministerium wisse über das Landesgesundheitsamt, das Daten aus Kitas und Arztpraxen auswertet, "dass die Zahl der Atemwegserkrankungen zuletzt deutlich angestiegen ist." Ein Drittel der Infektionen gehe demnach auf das Humanes Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV) zurück, der Rest verteile sich auf die Grippe und andere Erkältungsviren, sagt der Sprecher. Eine Sondermonitoring in und für Schulen gebe es nicht und solle demnach auch nicht kommen.

"Aufgrund der allgemeinen Lage ist aber mit einiger Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass auch im Schulbereich derzeit ein erhöhter Krankenstand auf Lehrkräfte- wie auf SchülerInnenseite auftritt", so der Sprecher weiter. An einigen Schulen werden bereits Grundschulklassen zusammengelegt, da die Zahl der Krankmeldungen unter Schülern hoch ist. So etwa an der Johanna-Friesen-Schule in Hannover, wie Eltern berichten.

DIVI: "Katastrophale Lage"

Dutzende Kliniken müssen derzeit schwer kranke Kinder abweisen. Die DIVI spricht in einer aktuellen Mitteilung von einer "katastrophalen Lage" auf den Kinder-Intensivstationen. Dies belegen auch aktuelle Daten aus dem Wochenbericht "Surveillance für akute respiratorische Erkrankungen in Niedersachsen" des Landesgesundheitsamts.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens hat die Welle von Atemwegsinfekten bei Kindern am Donnerstag als "ausgesprochen ernste Lage" bezeichnet. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) sagte die SPD-Politikerin, dass die Kinderkrankenhäuser in Niedersachsen derzeit "stark belastet" seien.

Von 241 betreibbaren Intensivbetten für Kinder seien am Donnerstag noch 66 Betten frei gewesen, die meisten davon für Neugeborene. "Es kommt in dieser Situation leider immer wieder vor, dass ein anderes Krankenhaus aushelfen muss, weil die nächstgelegene Klinik ausgelastet ist", sagte Behrens. Eine Verlegung in ein anderes Bundesland sei aber die "absolute Ausnahme". Am vergangenen Freitag musste ein Kleinkind aus Hannover in das 150 Kilometer entfernte Magdeburg verlegt werden. Die Kinderklinik Bult hat eine Taskforce eingerichtet.

Gesundheitsministerin Behrens rief bereits Ende November dazu auf, sich in diesem Jahr aufgrund der starken Grippewelle impfen zu lassen.

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Verwendete Quellen
  • Mit Informationen der Nachrichtenagentur dpa
  • divi.de: Mitteilung vom 1. Dezember 2022
  • E-Mail-Austausch mit dem niedersächsischen Kultusministerium
  • Gespräch mit Eltern der Johanna-Friesen-Schule
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