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Leibniz Universität Hannover: Experiment – Studenten schicken Klee zur ISS


Besonderes Experiment
Hannoversche Studenten schicken Klee ins All

Von dpa, t-online, cch

Aktualisiert am 15.03.2023Lesedauer: 2 Min.
Ein Container mit Klee darin: Mehrere Teams junger Forscherinnen und Forscher aus Deutschland durften in der Nacht zu Mittwoch ihre Experimente zur Internationalen Raumstation (ISS) schicken.Vergrößern des BildesEin Container mit Klee darin: Mehrere Teams junger Forscherinnen und Forscher aus Deutschland durften in der Nacht zu Mittwoch ihre Experimente zur Internationalen Raumstation (ISS) schicken. (Quelle: Team Glücksklee/dpa)
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Studierende aus Hannover haben einen Forschungswettbewerb gewonnen. Nun brach ihr Experiment auf den Weg zur ISS auf.

Ein Team aus zehn Studierenden der Leibniz Universität Hannover (LUH) und des Leibniz Instituts für Astrophysik in Potsdam (AIP) hat ein Experiment zur Internationalen Raumstation (ISS) geschickt. Heute Morgen gegen 2.30 Uhr deutscher Zeit ging es für ihren Klee-Test ab Florida ins All. Neben ihrem Projekt "Glücksklee" wurden drei weitere Experimente von Studierenden-Teams aus Stuttgart, München und auch aus Luxemburg ausgewählt. Sie hatten sich 2021 im Wettbewerb "Überflieger 2" durchgesetzt, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitteilte.

Studierende untersuchen Pflanzenwachstum in der Schwerelosigkeit

Die Gewinner-Teams erhalten jeweils eine finanzielle Unterstützung von 20.000 Euro. Und: Sie durften den Start der Falcon-9-Trägerrakete des Unternehmens SpaceX am Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida miterleben. Sieben Mitglieder des zehnköpfigen Teams "Glücksklee" sind dafür nach Florida gereist. "Die Zusammenarbeit mit den Leuten vom Kennedy Space Center hier vor Ort ist total spannend", sagt Nils Wörz, der an der Universität Hannover Pflanzenbiotechnologie studiert.

Das Experiment der Hannoveraner und Potsdamer beschäftigt sich mit Pflanzenwachstum in der Schwerelosigkeit. Für zukünftige Langzeitmissionen werde es notwendig sein, dass Astronauten Pflanzen, am besten proteinreiche Hülsenfrüchte wie Erbsen oder Linsen, als Nahrungsquelle in den Raumfahrzeugen anbauen, erläutert der 25-jährige Wörz.

Im Experiment benutzt das Team eine Klee-Modellpflanze (Medicago truncatula), die mit einem Bakterium (Sinorhizobium meliloti) infiziert wird. "Eigentlich brauchen Pflanzen neben Licht, Luft und Wasser auch Dünger, um gut gedeihen zu können", erklärt Wörz. Die Gruppe möchte untersuchen, ob die Methode der Selbstdüngung durch die Symbiose mit dem Bakterium auch in der Schwerelosigkeit funktioniert.

Klee bleibt 30 Tage im All

Die Pflanzen werden in vorgefertigten Containern (10 mal 10 mal 20 Zentimeter) zur ISS transportiert. Die kleinen Boxen bleiben dort 30 Tage lang und müssen von den Astronauten nicht angerührt werden. Der autonome Betrieb ist für alle teilnehmenden Versuche Voraussetzung.

Das Pflanzen-Experiment aus Hannover wird nach 30 Tagen eingefroren und anschließend in Hannover ausgewertet. Biotechnologie-Student Nils Wörz hat am Projekt "Glücksklee" besonders die Zusammenarbeit im Team mit Kommilitonen anderer Fachrichtungen wie Maschinenbau und Informatik gefallen. Später einen Job im Zusammenhang mit Raumfahrt zu finden, wäre ein Traum, sagt er. "Astrobiologie ist enorm spannend. Aber vielleicht bleibe ich auch einfach bei Forschung auf der Erde."

Verwendete Quellen
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