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"Cannabis Socialclub" Hannover: Mitglieder-Ansturm wegen Marihuana-Freigabe


"Cannabis Socialclub" erlebt Mitglieder-Ansturm

Von t-online, pas

Aktualisiert am 14.04.2023Lesedauer: 2 Min.
Cannabis Socialclub HannoverVergrößern des BildesHeinrich Wieker vom Cannabis Socialclub Hannover e.V. steht an einer Bretterbude: Der Verein setzt sich für einen legalen Zugang zu der Pflanze Hanf für Konsumzwecke ein. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-bilder)
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Künftig sollen Anbau und Abgabe von Cannabis in "Cannabis Social Clubs" möglich sein. Ein Verein aus Hannover erlebt jetzt einen Ansturm.

Ein Verein aus Hannover erlebt nach der Vorstellung der Cannabis-Pläne der Bundesregierung einen großen Ansturm. "In der Corona-Zeit waren wir auf fünf Mitglieder geschrumpft, jetzt kamen innerhalb kurzer Zeit fast hundert Aufnahmeanträge", sagte Vereinschef Heinrich Wieker der Deutschen Presse-Agentur. Der 57-Jährige aus Burgdorf bei Hannover gründete den Club vor sieben Jahren als "politische Aktivistengruppe", die sich für die Legalisierung von Cannabis und Cannabisprodukten einsetzt. "Für uns ist es keine Droge, sondern eine Heilpflanze mit berauschender Wirkung", betonte er. "Wir kämpfen gegen die Prohibition."

Bundesgesundheitsminister Lauterbach hat erklärt, dass nicht-gewinnorientierte Vereine mit maximal 500 Mitgliedern in Zukunft Cannabis zu Genusszwecken anbauen und nur an Mitglieder für den Eigenkonsum abgeben dürfen. Das Mindestalter dafür ist 18 Jahre und es muss Jugendschutz-, Sucht- und Präventionsbeauftragte geben. Der Eigenanbau von höchstens drei Pflanzen soll straffrei sein. Laut dem Bundesgesundheitsministerium haben in den letzten zwölf Monaten 8,8 Prozent aller Erwachsenen im Alter von 18 bis 64 Jahren mindestens einmal Cannabis konsumiert, das sind rund 4,5 Millionen Personen.

Zehn Millionen Cannabis-Konsumenten in Deutschland?

Club-Chef Wieker ist erfreut über die klare Aussage der Bundesregierung, obwohl noch viele Fragen offen sind. "Wir gehen davon aus, dass es mindestens zehn Millionen Konsumenten in Deutschland gibt. Die wären dann endlich keine Straftäter mehr", sagte der Unternehmer, der sich mit einer Hanf-Erntemaschine selbstständig gemacht hat.

Die CDU-Fraktion im Bundestag kritisiert die geplanten Ampel-Pläne, da sie der Meinung sind, dass Bundesgesundheitsminister Lauterbach die gefährlichen Folgen des Konsums verharmlost. Die Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen befürchtet, dass der Cannabis-Konsum bei Straffreiheit steigen wird und dadurch vermehrt körperliche und psychische Schäden entstehen werden.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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