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Corona in Hannover: Erste Intensivpatienten aus Thüringen sind da

Von Thüringen nach Niedersachsen  

Hier werden die ersten Intensivpatienten verlegt

26.11.2021, 11:46 Uhr | dpa

Corona in Hannover: Erste Intensivpatienten aus Thüringen sind da. Einlieferung ins Klinikum: Das Land Niedersachsen erwartet in den nächsten Tagen weitere Patienten. (Quelle: dpa)

Einlieferung ins Klinikum: Das Land Niedersachsen erwartet in den nächsten Tagen weitere Patienten. (Quelle: dpa)

Die ersten Corona-Patienten aus Thüringen sind in Hannover eingetroffen. Sie wurden auf der Intensivstation im Krankenhaus Siloah untergebracht. Für die Ärzte und Pfleger ist das ein aufwändiges Unterfangen.

Die ersten Intensivpatienten mit Covid-19 sind auf Grundlage des sogenannten Kleeblatt-Konzepts von Thüringen nach Niedersachsen verlegt worden. Ein Rettungshubschrauber sei mit einem Patienten aus dem südthüringischen Suhl am frühen Donnerstagabend am Klinikum Siloah in Hannover gelandet.

Das bestätigten Steffen Ellerhoff, Pressesprecher des Klinikums Region Hannover, und ein Sprecher des Zentralklinikums Suhl der Deutschen Presse-Agentur.

Verlegung von Corona-Patienten: Am Donnerstagabend hatte ein Helikopter die ersten Intensivpatienten aus Thüringen nach Hannover gebracht. (Quelle: dpa/Julian Stratenschulte)Verlegung von Corona-Patienten: Am Donnerstagabend hatte ein Helikopter die ersten Intensivpatienten aus Thüringen nach Hannover gebracht. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa)

Ein zweiter Patient wurde nach Angaben eines dpa-Reporters vor Ort kurze Zeit später mit einem sogenannten Intensivtransportwagen zu dem Klinikum gefahren. Drei Rettungskräfte in Schutzanzügen brachten den Mann aus dem Wagen in die Notaufnahme.

Corona-Patienten aus Thüringen müssen beatmet werden

Nach Angaben des Zentralklinikums Suhl handelt es sich bei beiden Kranken um beatmete Covid-19-Patienten. Laut dem Thüringer Intensiv-Koordinators Michael Bauer sollen am Freitag weitere Verlegungen nach Niedersachsen folgen.

Unter anderem sollen Patienten aus Eisenach und Bad Langensalza nach Hildesheim kommen. Außerdem ist eine Verlegung von Saalfeld nach Hannover geplant. Laut einer Sprecherin des Gesundheitsministeriums sind derzeit acht Thüringer Patienten für eine Verlegung vorgesehen.

In einem Notarzt-Intensivmobil wurde der Patient auf den letzten Metern ins Krankenhaus Siloah gebracht. (Quelle: dpa/Julian Stratenschulte)In einem Notarzt-Intensivmobil wurde der Patient auf den letzten Metern ins Krankenhaus Siloah gebracht. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa)

Am Dienstagabend hatten Bayern und mehrere Ost-Bundesländer erstmals in der vierten Welle das sogenannte Kleeblatt-Prinzip aktiviert. Darüber sollen bundesweite Verlegungen möglich sein. Neben Thüringen bereitet auch Sachsen Verlegungen vor – am Donnerstag war hier aber noch nichts konkret geplant. Außerdem hatte Bayern mehrere Dutzend Patienten vorgemerkt, die in den kommenden Tagen verlegt werden sollen. Der genaue Zeitpunkt war auch hier unklar.

Insgesamt bereiten sich die drei Länder seit Donnerstag für die Verlegung von insgesamt 54 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in aktuell weniger stark betroffenen Gebieten im Norden und Westen Deutschlands vor. Wie der zuständige Arbeitskreis der Innenministerkonferenz mitteilte, erklärten sich Krankenhäuser in Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland bereit, Patienten aufzunehmen.

Kleeblatt-System macht Verlegungen bundesweit möglich

Das Kleeblatt-System war unter dem Eindruck der ersten Corona-Welle 2020 eingeführt worden und besteht aus den fünf Regionen Nord, Ost, West, Südwest und Süd. Das System soll Überforderungen bei einzelnen Krankenhäusern vermeiden, indem Patienten zunächst innerhalb eines Kleeblatts verlegt werden.

Wenn das nicht mehr möglich ist, sind auch bundesweite Verlegungen möglich. Dabei kommen neben für den Transport von Intensivpatienten ausgerüsteten Fahrzeugen auch Rettungshubschrauber und Flugzeuge der Bundeswehr zum Einsatz.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Dpa

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