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222.000 zusätzliche Wohnungen bis 2040 benötigt

Hannover  

222.000 zusätzliche Wohnungen bis 2040 benötigt

29.11.2021, 15:21 Uhr | dpa

Bis 2040 werden laut einem Bericht 222.000 zusätzliche Wohnungen in Niedersachsen benötigt. Das geht aus dem am Montag im niedersächsischen Bauministerium veröffentlichten Wohnungsmarktbericht hervor. Der Bedarf an Neubauten nehme zu im westlichen Teil des Bundeslands sowie im Umfeld der Metropolen, etwa Hannover. Dem steht demnach ein Überschuss von etwa 166.000 Wohnungen bis zum Jahr 2040 in Regionen gegenüber, deren Bevölkerung voraussichtlich schrumpfen wird. Davon seien östliche und südöstliche Gegenden im Bundesland betroffen.

Bis 2040 werde die Zahl der Haushalte in Niedersachsen von derzeit 4 Millionen auf 3,93 Millionen sinken. Dies hängt etwa mit der demografischen Entwicklung zusammen. Die Zahl der Haushalte, in denen nur ein Mensch lebt, wird demnach voraussichtlich um 50.000 auf 1,75 Millionen steigen.

Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben von Bauminister Olaf Lies (SPD) 30.300 Wohnungen im Bundesland fertiggestellt. Dies seien 1900 mehr als 2019. Die Zahl der Baugenehmigungen sei ebenfalls gestiegen, Zahlen nannte Lies zunächst nicht. Laut Ministerium waren rund die Hälfte der fertiggestellten Wohnungen im vergangenen Jahr in Mehrfamilienhäusern.

Die Zahl der Wohnungen mit öffentlicher Bindung ist von 2019 zu 2020 um 7100 auf 60.300 gesunken. Die Schaffung von günstigen Wohnungen sei daher die Kernaufgabe der kommenden Jahre, sagte der Minister.

Kritik kam von der Grünen-Landtagsfraktion. "Wir brauchen nicht mehr Appelle von Wohnungsbauminister Olaf Lies an die Beteiligten. Stattdessen muss das Land über eine Landeswohnungsbaugesellschaft endlich selbst bauen", sagte Christian Meyer, wohnpolitischer Sprecher der Fraktion.

Als eine weitere Herausforderung sieht Lies die Schaffung von altersgerechten Wohnungen, da die Menschen älter werden. Die Klimaziele seien ebenfalls von großer Bedeutung. In Deutschland entfallen laut Lies bis zu 30 Prozent der Treibhausgasemissionen auf Gebäude. Ältere Gebäude verbrauchten bis zu fünfmal mehr Energie als Häuser, die nach 2001 errichtet wurden. Daher solle sich besonders auf die Sanierung des Bestands konzentriert werden. Nur so könne das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands bis 2045 erreicht werden.

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