• Home
  • Regional
  • Razzia gegen Geldsystem Hawala: 165 Millionen Euro bewegt


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextRussland zahlt fĂ€llige Zinsschulden nichtSymbolbild fĂŒr einen TextG7-Foto ohne Scholz: Söder Ă€ußert sichSymbolbild fĂŒr einen TextFC Bayern gibt ManĂ©s Nummer bekanntSymbolbild fĂŒr einen TextTV-Star wird zweimal wiederbelebtSymbolbild fĂŒr einen TextNationalspieler tritt gegen Ex-Trainer nach Symbolbild fĂŒr einen TextHaus in Birmingham explodiertSymbolbild fĂŒr ein VideoG7: Warum schon wieder in Bayern?Symbolbild fĂŒr einen TextSalzgitter: Mord-VerdĂ€chtiger in PsychiatrieSymbolbild fĂŒr einen TextTĂŒrkei: 200 Festnahmen bei "Pride Parade"Symbolbild fĂŒr einen TextJanina Uhse teilt neues Foto als MutterSymbolbild fĂŒr einen Text50-Mio-Transfer in England vor AbschlussSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserRTL-Moderatorin verkĂŒndet neuen JobSymbolbild fĂŒr einen TextJetzt testen: Was fĂŒr ein Herrscher sind Sie?

Razzia gegen Geldsystem Hawala: 165 Millionen Euro bewegt

Von dpa
30.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Blaulicht
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. (Quelle: David Inderlied/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Hawala heißt das System, das in muslimischen LĂ€ndern zum Überweisen von Geld außerhalb des staatlich genehmigten Finanzwesens weit verbreitet ist. In Deutschland ist es verboten - wird aber trotzdem genutzt, oft auch von Kriminellen, um GeldflĂŒsse zu vertuschen. Mit einer großen Razzia in sechs BundeslĂ€ndern gingen Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch gegen eines dieser Hawala-Netzwerke vor, wie das Bundeskriminalamt (BKA) und die DĂŒsseldorfer Staatsanwaltschaft mitteilten. Es ging um GeldflĂŒsse zwischen Deutschland und dem Libanon. Rund 700 Polizisten waren insgesamt im Einsatz, Schwerpunkt der Razzia war in Berlin.

Die Ermittlungen richteten sich gegen 32 VerdĂ€chtige im Alter zwischen 22 und 59 Jahren, ĂŒberwiegend MĂ€nner mit libanesischer Staatsangehörigkeit. Sechs von ihnen wurden mit Hilfe von Spezialeinheiten der Berliner Bereitschaftspolizei festgenommen. 14 Konten, Bargeld, Vermögenswerte in Höhe 1,9 Millionen Euro, eine Gewerbeimmobilie sowie zahlreiche Handys, Computer und andere Speichermedien wurden vorlĂ€ufig beschlagnahmt.

Nach Angaben des BKA wurden 39 HĂ€user, Wohnungen, BĂŒros und GeschĂ€ftsrĂ€ume durchsucht: in Berlin, Hamburg, Essen (Nordrhein-Westfalen), Mannheim (Baden-WĂŒrttemberg), Haßloch (Rheinland-Pfalz) sowie Mittenwalde und Schönefeld (Brandenburg).

HauptverdĂ€chtiger ist ein 46-jĂ€hriger Mann aus Berlin, der das Hawala-System betrieben haben soll. Seit November 2018 sollen rund 165 Millionen Euro bewegt worden sein. Der Mann soll zahlreichen Kunden die Möglichkeit von GeldĂŒberweisungen gegen eine Provisionszahlung geboten haben. Dabei gehe es auch um den Verdacht, dass Geld aus kriminellen GeschĂ€ften "gewaschen" oder an weitere Kriminelle ĂŒberwiesen wurden. Der 46-jĂ€hrige soll die GeldflĂŒsse zwischen den verschiedenen Ein- und Auszahlstellen in Deutschland und dem Libanon koordiniert haben.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Sorge um "SuperhĂ€ndler" Paco Steinbeck – "Noch sehr schwach"
Paco Steinbeck: Vergangenes Jahr war er bei "Promi Big Brother" dabei.


Ein Kunde war laut den Ermittlungen ein 42-jĂ€hriger AutohĂ€ndler, der gebrauchte Lkw aus Osteuropa nach Afrika verkauft haben soll. Das Geld aus den VerkĂ€ufen soll in den Libanon transferiert worden sein. Der AutohĂ€ndler erhielt daraufhin von dem Betreiber des Hawala-Netzwerkes zwischen Januar 2019 und Juni 2020 mindestens 3,4 Millionen Euro Bargeld. Identifiziert worden seien auch drei weitere VerdĂ€chtige, die ein weiteres Hawala-System betrieben haben sollen, das fĂŒr den Kauf der Lastwagen verwendet wurde. Die weiteren VerdĂ€chtigen sollen ZahlungsbĂŒros betrieben haben, Geld eingesammelt oder als Kuriere transportiert haben.

Die Ermittlungen begannen laut Bundeskriminalamt (BKA) nach einem Hinweis der US-amerikanischen Drogenfahndungsbehörde DEA (Drug Enforcement Administration) im MĂ€rz 2018. Danach sollte ein VerdĂ€chtiger illegale Gewinne aus dem Kokain-Handel ĂŒber ein derartiges System in legales Geld "gewaschen" und an HintermĂ€nner im Ausland weitergeleitet haben.

Beteiligt an der Razzia waren neben dem BKA auch der Zoll, die Steuerfahndung und das Berliner Landeskriminalamt (LKA). In der Hauptstadt gab es Durchsuchungen einer ganzen Reihe von Wohnungen an diversen Orten in mehreren Bezirken, unter anderem in Neukölln und Wedding.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Themen
AutohĂ€ndlerDeutschlandHaßlochLibanonMannheimPolizei

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website