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Sinkende Erwerbslosenzahlen dank Frühjahr


Schwerin
Sinkende Erwerbslosenzahlen dank Frühjahr

Von dpa
03.05.2022Lesedauer: 2 Min.
ArbeitsmarktVergrößern des BildesEin Schild steht vor einem Standort der Agentur für Arbeit. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Das Frühjahr sorgt mit anziehendem Tourismus und verstärkten Aktivitäten in den Außenberufen für mehr Jobs und weniger Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern. Für April meldete die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag 56 900 Arbeitslose, was einer Quote von 6,9 Prozent entspricht.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl der Erwerbslosen um 10 900 und im Vergleich zum Vormonat März um 3300. Der Arbeitsmarkt zeigt sich sogar robuster als vor der Pandemie: Im April 2019 betrug die Erwerbslosenquote 7,1 Prozent.

In vielen anderen Regionen Deutschlands läuft die Jobmaschine auf noch höheren Touren. Bei einem Vergleich der Arbeitslosenquoten der Bundesländer landet der Nordosten auf dem drittletzten Platz vor Berlin (8,7 Prozent) und Bremen (9,9). In Bayern beträgt die Quote 2,9 Prozent.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer rechnet mit einer weiteren Belebung in Richtung Sommer. "Die Nachfrage nach Arbeitskräften zieht weiter deutlich an." Motor sei vor allem der Tourismus. Darüber hinaus sei die Nachfrage nach Fachkräften im Gesundheitsbereich ungebrochen.

Die positive Entwicklung bei der Nachfrage nach Arbeitskräften dürfe jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die aktuelle Situation - bedingt durch die Pandemie und den Ukraine-Krieg - der Wirtschaft zu schaffen mache. Meyer nannte als Beispiele Rohstoffknappheit in einigen Bereichen, unterbrochene Lieferketten und steigende Energiepreise.

Nach Angaben der Bundesagentur stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Stand Februar) im Vorjahresvergleich im Land um 1,2 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten lag bei 574 700. Neue Arbeitsplätze entstanden vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (2500), im Gastgewerbe (1300) und im Handel (1000).

Die Arbeitslosigkeit sei in allen Alters- und Personengruppen zurückgegangen, betonte die Chefin der Regionaldirektion, Margit Haupt-Koopmann. Auch die Langzeitarbeitslosen hätten profitiert, obwohl die Auswirkungen der Pandemie bei dieser Gruppe noch deutlich erkennbar seien. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liege mit 23 800 über dem Vorkrisenniveau von 20 200 im April 2019.

Die an der Landesregierung beteiligte Linke forderte die Finanzierung erfolgreicher Instrumente, um Langzeitarbeitslosigkeit bekämpfen zu können. "Hier ist vor allem der Bund gefordert", sagte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Henning Foerster. Das Land wiederum sollte darauf achten, Strukturen zur Integration von Langzeitarbeitslosen zu sichern. Vor allem die Beschäftigungsgesellschaften und der Arbeitslosenverband brauchten finanzielle Unterstützung, sagte er.

Wirtschaftsminister Meyer zufolge wird gerade an einer Fachkräftestrategie gearbeitet. "Hierzu zählen unter anderem die Qualifizierung von Fachkräften, die Sicherung und Ausschöpfung von Erwerbspotenzialen, die Gewinnung von Fachkräften aus dem In- und Ausland sowie die Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen im Land."

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