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Kiel: Werft TKMS baut unbemanntes Service-U-Boot für Offshore-Windparks

Millionenauftrag  

Kieler Werft TKMS baut unbemanntes Service-U-Boot

29.06.2021, 14:20 Uhr | t-online

Kiel: Werft TKMS baut unbemanntes Service-U-Boot für Offshore-Windparks. Ein U-Boot liegt in der Werft (Archivbild): Bei dem geplanten Service-U-Boot sollen besondere Marinetechniken angewendet werden. (Quelle: imago images/penofoto)

Ein U-Boot liegt in der Werft (Archivbild): Bei dem geplanten Service-U-Boot sollen besondere Marinetechniken angewendet werden. (Quelle: penofoto/imago images)

Vom Militär zum Klimaschutz: Beim Bau eines neuen U-Boots in Kiel setzt Thyssen Krupp auf eine Entwicklung der Marine. Das Fahrzeug soll sich unbemannt und emissionsfrei bewegen und in Offshore-Windparks eingesetzt werden.

Die Kieler Werft Thyssenkrupp Marine Systems baut ein autonomes Service-U-Boot für den Einsatz bei Offshore-Windparks oder die Erkundung schwer zugänglicher Seegebiete.

Am Dienstag übergab der maritime Koordinator der Bundesregierung, Nobert Brackmann, in Kiel mehrere Förderbescheide an die Werft sowie an Forschungsinstitute und Hochschulen in Höhe von gut 13 Millionen Euro. "Umweltverträgliche Fahrzeuge sind besonders in der Marinetechnik gefragt", sagte Brackmann.

Kein vergleichbares System

Das etwa 25 Meter lange Service-U-Boot soll 2025 fertiggestellt sein. Es trägt den Projektnamen "Mum" ("Modifiable Underwater Mothership" – modulares unbemanntes Unterwassersystem). "'Mum' wird den neuen Standard für unbemannte Unterwasserarbeit setzen", sagte TKMS-Chef Rolf Wirtz. Es gebe bislang kein vergleichbares System. Für die Werft sei es Pflicht, die Kompetenzen aus dem militärischen Bereich auch im zivilen Sektor zu nutzen.

Ein Modell des «Modifayable Underwater Mothership» (MUM) steht zur Präsentation auf einem Helipad bei der Firma Thyssenkrupp Marine Systems vor der Skyline des Kieler Hafens.  (Quelle: dpa/Axel Heimken)Ein Modell des «Modifayable Underwater Mothership» (MUM) steht zur Präsentation auf einem Helipad bei der Firma Thyssenkrupp Marine Systems vor der Skyline des Kieler Hafens. (Quelle: Axel Heimken/dpa)

Als Energiequellen kommen bei dem U-Boot eine Wasserstoff-Brennstoffzelle und Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz. Bei den Fahrten des sieben Meter breiten U-Boots entstünden somit keinerlei Emissionen, sagte Wirtz. Ohne die Förderung des Bundes sei eine derartige Entwicklung jedoch nicht möglich. Nach Werftangaben ist dank des modularen Aufbaus eine Vielzahl an Aufgaben für das Fahrzeug denkbar.

Für nachhaltige Nutzung der Meere

"Die Branche war von Corona stark betroffen und spürt die Wirkung noch immer", sagte Brackmann. Notwendig seien Innovationen, um die Position der Betriebe im internationalen Wettbewerb zu stärken. Im Kampf gegen den Klimawandel spielten Offshore-Anlagen eine große Rolle.

Das autonome Fahrzeug aus Kiel könne bei Sicherung und Wartung von Kabeln und Pipelines im Meer eine wichtige Rolle übernehmen, sagte Brackmann. Damit sei die Arbeit sicherer, schneller und auch kostengünstiger. "Damit leistet die hoch innovative deutsche Meerestechnik einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige und umweltschonende Nutzung der Meere und trägt zum Gelingen der Klimawende bei."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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