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Klimaforscher warnt: "Rhein könnte austrocknen"

Von Michael Hartke

06.07.2022Lesedauer: 2 Min.
Der ausgetrocknete Rhein in Bonn: Auch in diesem Sommer war es vielerorts zu trocken.
Der ausgetrocknete Rhein in Bonn: Dieser Ausblick könnte uns im Sommer bald häufiger begegnen. (Quelle: Robert Michael/dpa-bilder)
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Es ist eine Hiobsbotschaft, die Klimaforscher Mojib Latif prognostiziert hat: Auf absehbare Zeit könnte der Rhein im Sommer austrocknen.

"Der Mann hat recht", sagt der Kölner Meteorologe Professor Karl Schneider von der Universität zu Köln auf die Frage, ob Mojib Latifs Prognose stimmt. Der Kieler Klimaforscher warnte im "Kölner Stadt-Anzeiger" davor, dass der Rhein ähnlich wie in Italien der Po austrocknen könnte.

"Die Zahl der sogenannten heißen Tage mit Temperaturen von 30 Grad und mehr haben in den vergangenen 20 Jahren massiv zugenommen", hatte Latif der Zeitung gesagt. Das bestätigt auch Schneider im Gespräch mit t-online. Er meint, die Dürreereignisse würden zunehmen. Schon in der Vergangenheit hätten wir sehr lange Trockenphasen gehabt und in der Folge extremes Niedrigwasser von 60 Zentimetern im Rhein. "Das wird sich verstärken", ist er sicher.

Köln: Der Regen fällt heute oft auf kleinem Raum

Wann das eintreten wird, könne man Schneider zufolge aber nicht absehen. Insgesamt hat der Rhein aber große Vorteile. Im Gegensatz zu anderen Flüssen speist er sich sowohl aus Quellwasser als auch aus Regen, Schnee und Schmelzwasser und er hat unzählige Zuflüsse. Außerdem verteilt der Bodensee das Wasser im Rhein gut. "Bis dieser große Fluss austrocknet, sind vor ihm erstmal alle kleineren Flüsse trockengefallen."

Was das Problem an der aktuellen Klimasituation im Großraum Köln ist, erklärt der Wissenschaftler mit den sehr ungleichmäßig ausfallenden Regenereignissen: Früher hätte es weniger stark geregnet, dafür aber über längere Zeit und eine größere Fläche. "Heute kommt es im Sommer viel häufiger zu Gewittern. Gewitter sind sehr kleinräumig und ungleichmäßig verteilt. Dadurch kommt insgesamt weniger Wasser in den Rhein."

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Die Gesamtmenge an Regen sei zwar stabil, aber im Gegensatz zu früher fehlt anderen Orten das Wasser, das punktuell als Gewitter abregnet. Dadurch würden die Wasserspeicher schlechter gefüllt und das fehlt dann im Boden und in den Flüssen. Deshalb hat Schneider eine Forderung: "Das Wasser, das zu viel vom Himmel fällt, muss gespeichert werden." Aufforstung sei ein Mittel.

Schneider: "Wasser, das zu viel ist, muss gespeichert werden"

Wälder speichern Wasser, aber auch Überflutungsflächen und das Grundwasser. Damit diese Speicher funktionieren, müsste das Wasser dorthin geleitet werden. Bisher werde Regenwasser aber zu schnell aus der Stadt abgeleitet, wie Schneider in einem früheren Interview sagte. Der Boden sei ebenfalls ein wichtiger Wasserspeicher.

"30 bis 40 Prozent des Bodens sind Poren, die gefüllt werden müssen", erklärt der Experte. 80 Zentimeter des Bodens saugten sich voll mit Wasser. Deshalb sei auch vom Dauerregen aus dem März nicht sehr viel in den Flüssen angekommen. Der Regen hat erstmal die Böden aufgefüllt.

Grundsätzlich sei es aber wichtig, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, regenerative Energien zu nutzen und weniger Auto zu fahren. Auch da sind sich Mojib Latif und Karl Schneider einig.

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Von Tobias Christ
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