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Totes Baby im Mülleimer: Prozess gegen Mutter in Mönchengladbach


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Totes Baby im Mülleimer: Prozess gegen Mutter

Von t-online, dpa, fe

23.11.2022Lesedauer: 2 Min.
Trauerstätte in Mönchengladbach: In einem Mülleimer, der zuvor hier gestanden hatte, ist ein toter Säugling entdeckt worden.
Trauerstätte in Mönchengladbach (Archivbild): An dieser Stelle stand der Mülleimer, in dem die Leiche gefunden wurde. (Quelle: Theo Titz/dpa-bilder)
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Im Sommer fand eine Flaschensammlerin die Leiche eines Babys in einem Mülleimer. Die 24-jährige Mutter konnte ermittelt werden, jetzt startet der Prozess.

Es ist eine tragische Geschichte, die sich dieses Jahr in Mönchengladbach abgespielt hat: Als eine Frau in einer Mülltonne nach Pfandflaschen sucht, findet sie einen toten Säugling. Das Mädchen wurde in einem Abfalleimer am Rande eines Parks versteckt. Die Mutter des Neugeborenen steht unter dringendem Tatverdacht. Am Donnerstag (24. November) startet der Prozess vor dem Landgericht Mönchengladbach, der Vorwurf: Mord.

Die Obduktion des toten Babys hatte ergeben, dass das Mädchen kurz nach der Geburt durch Gewalteinwirkung verstorben ist. Mehr Hinweise hatte die Mordkommission nach dem Fund der Leiche allerdings nicht. Obwohl der Fundort des Säuglings am Rande eines Parks im Sichtfeld vieler Wohnungen liegt, konnten keine Zeugen gefunden werden, berichtet die dpa in Berufung auf Polizeikreise.

Eine Speichelprobe führte zur Mutter

Der Fall jedoch schlug hohe Wellen: Trauernde Menschen legten am Fundort des getöteten Mädchens Grabkerzen und Blumen ab, auch Stofftiere wurden als Zeichen der Anteilnahme hinterlassen. Die Polizei baute einen Schaukasten auf, informierte in diesem über das Geschehen. Auch ein Briefkasten wurde installiert, in den mögliche Zeugen anonyme Hinweise einwerfen konnten. Auch suchten die Ermittler mit Plakaten und Flyern nach Zeugen.

Die große Anteilnahme zeigte sich auch bei der Trauerfeier des Mädchens, dem nach seinem der Name "Rabea" verliehen wurde. An der Zeremonie nahmen auch Felix Heinrichs, der Oberbürgermeister von Mönchengladbach, und Polizeipräsident Mathis Wiesselmann teil.

Indessen setzte die Polizei ihre Ermittlungen fort. Im Umfeld des Fundort wurden alle Frauen nach einer Speichelprobe gebeten, die als Mutter infrage kamen. Die nun Beschuldigte war unter diesen Frauen – und gab den Beamten freiwillig eine Speichelprobe ab.

Im Labor wertete die Polizei die Proben dann aus, die DNA Reihenuntersuchung sollte den lang erhofften Durchbruch im Fall der kleinen Rabea bringen. Die DNA der 24-Jährigen, der nun der Prozess gemacht wird, stimmte laut Polizeiangaben mit der des Mädchens überein. Auch soll die junge Frau den Mord an ihrer neugeborenen Tochter gestanden haben.

Baby nach der Geburt getötet

Die Angeklagte lebt mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder unter einem Dach, diese wollen aber nichts von der Schwangerschaft und dem Tötungsdelikt mitbekommen haben. Auch der Lebensgefährte der jungen Frau, der nicht in Mönchengladbach, sondern in Mettmann in Düsseldorf lebt, sei ahnungslos gewesen. Er soll der Vater des toten Mädchens sein.

In der Anklage heißt es laut dpa, dass die junge Frau die Schwangerschaft erfolgreich verbergen konnten. Nach der Entbindung wollte sie ihr Geheimnis wohl um jeden Preis bewahren. Damit niemand das Schreien des Neugeborenen hören konnte, soll die 24-Jährige das Baby nach der Geburt getötet haben. Anschließend habe sie die Leiche in einer Tragetasche aus der Wohnung geschafft und in jenem Mülleimer deponiert haben, in dem sie später gefunden wurde.

Die Angeklagte befindet sich seit Anfang Juni in Untersuchungshaft. Der Prozess, der im Schwurgericht des Landgerichts stattfinden wird, ist auf vier Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil wird derzeit für den 8. Dezember erwartet.

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Verwendete Quellen
  • justiz.nrw: Pressemitteilung des Ministeriums der Justiz vom 22.11.2022
  • Mit Material der dpa
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