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Köln-Bickendorf: Fünf Polizisten nach Tod von 59-Jährigem angeklagt


"Gerade einen umgeklatscht"
Polizisten sollen auf Mann eingetreten haben – Anklage

Von t-online, fe

01.04.2023Lesedauer: 2 Min.
Ein Polizist: Die Zahl der Straftaten ist nach Corona erstmals deutlich angestiegen.Vergrößern des BildesEin Polizist (Symbolbild): Die Kölner Staatsanwaltschaft hat fünf Beamte angeklagt. (Quelle: Maximilian Koch/imago images)
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Ein Routineeinsatz der Polizei in Bickendorf eskaliert, ein 59-Jähriger stirbt in Folge seiner Festnahme. Zwei Jahre später sind fünf Beamte angeklagt.

Im April 2021 kam es in Köln-Bickendorf zu einem Einsatz der Polizei, der für einen 59-jährigen Familienvater tödliche Folgen hatte. Zwei Monate nach seiner Festnahme war der Mann gestorben, da er bei dem Einsatz einen Rippenbruch erlitten hatte und dieser nur unzureichend behandelt worden war.

Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" nun berichtet, habe die Kölner Staatsanwaltschaft inzwischen fünf Beamte aus Ehrenfeld angeklagt, die sich wegen der gemeinschaftlichen Körperverletzung im Amt vor dem Landgericht verantworten werden müssen.

Chat-Nachrichten belasten Kölner Beamte

Die Polizisten hatten die Wohnung des 59-Jährigen wegen eines Falles von Unfallflucht aufgesucht. Bei ihren Ermittlungen wurden sie auf die Tochter des Verstorbenen aufmerksam. Dieser habe die Beamten beleidigt, die ihn schließlich zu Boden brachten. Nach Zeugenaussagen sollen die Beamten dann auf den Familienvater eingetreten und eingeschlagen haben.

Andere Zeugen hingegen geben an, keine Gewalt durch die Polizisten beobachtet zu haben. Die beschuldigten Beamten streiten die Vorwürfe ab, werden jedoch durch Chatprotokolle belastet. Kurz nach dem Einsatz hat etwa einer von ihnen geschrieben, dass man "gerade einen umgeklatscht habe."

"Kausaler Zusammenhang" zwischen Festnahme und Rippenbruch

Laut Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers" soll bei dem mutmaßlichen Haupttäter, einem 40-jährigen Polizeikommissar, zudem ein zweiter Fall von Körperverletzung hinzukommen. Auch werde er verdächtigt, zusammen mit einem Kollegen in der Strafanzeige gegen den 59-jährigen Bickendorfer gelogen und eine Notwehrsituation erfunden zu haben.

Ein anderer, nun angeklagter Polizist soll sich zudem des Geheimnisverrats schuldig gemacht haben. Er soll für Bekannte von sich im Polizeicomputer nach Informationen gesucht haben.

Der Verstorbene hatte bei seiner mutmaßlich gewaltsamen Festnahme einen Rippenbruch erlitten, der schließlich zu einer Lungenentzündung und einer tödlichen Blutvergiftung führte. Laut Obduktionsbericht habe ein "kausaler Zusammenhang" zwischen seiner Festnahme und den Verletzungen des Mannes vorgelegen. Allerdings hätte sich sein Tod vermeiden lassen, wenn der Mann nach seinem Aufenthalt im Krankenhaus und einem Besuch bei der Hausärztin weiterhin einen Arzt aufgesucht hätte.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • ksta.de: "Beschuldigte Polizisten aus Köln-Ehrenfeld sollen Strafanzeige gefälscht haben"
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