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Nordrhein-Westfalen: So viel verdienen NRW-Politiker "nebenbei"


Gehälter veröffentlicht
Ranking: Das verdienen NRW-Politiker "nebenher"

Von t-online, lis

12.06.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 163720012Vergrößern des BildesOphelia Nick (Archivbild): Grünen-Politikerin und "Nebeneinkunftsmillionärin". (Quelle: IMAGO/Dwi Anoraganingrum)
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Vorträge, Erbschaften, Unternehmensbeteiligungen – Politiker haben oft hohe Nebeneinkünfte. Eine Abgeordnete aus Mettmann landet auf Platz Drei.

Seit Beginn dieser Legislaturperiode müssen Bundestagsabgeordnete in Deutschland ihre Nebeneinkünfte sehr viel detaillierter angeben als zuvor. Gemeinsam mit der Transparenzinitiative "Abgeordnetenwatch" hat "Der Spiegel" die Angaben der Politiker ausgewertet, einzelne Posten zusammengerechnet und die Spitzenverdiener in einem Ranking zusammengestellt.

Unter den Top 10 sind vier Abgeordnete mit Wahlkreis in Nordrhein-Westfalen. Platz Drei im Gesamtranking belegt die Grünen-Abgeordnete Ophelia Nick aus dem Wahlkreis Mettmann II. Sie verdiente zwischen November 2021 und März 2023 knapp 1,7 Millionen Euro brutto "nebenher". Das Geld entstammt allerdings hauptsächlich ihrer Rolle als Erbin eines erfolgreichen Unternehmens: Nick ist Miteigentümerin des Maschinenherstellers Voith. Gegenüber dem "Spiegel" gab Nick an, dass sich ihre Tätigkeit für das Unternehmen auf "circa drei Gesellschaftersitzungen im Jahr" beschränke.

Dickes Buch-Honorar für Sahra Wagenknecht

Auch Sahra Wagenknecht (Die Linke) wird im Ranking für NRW gelistet. Sie wurde über die NRW-Landesliste in den Bundestag gewählt. Im entsprechenden Zeitraum hat sie rund 790.000 Euro nebenbei verdient. Diese setzten sich aus dem Honorar des Campus-Verlages für ihr Buch "Die Selbstgerechten" (rund 720.000 Euro) und weiteren Honoraren für Vorträge zusammen.

Aus dem Sauerland schafft es Nezahat Baradari in die Top 10. Die SPD-Politikerin mit Wahlkreis Olpe-Märkischer Kreis I verdiente rund 650.000 Euro zusätzlich zu ihrer Diät. Die gelernte Kinderärztin gab gegenüber dem "Spiegel" an, dass die Einnahmen aus dem Betrieb einer Praxis mit sieben Angestellten stammen, für die Räumlichkeiten werde auch eine monatliche Kreditrate fällig.

Nebeneinkünfte grundsätzlich erlaubt

Markus Herbrand, FDP-Politiker aus dem Wahlkreis Euskirchen-Rhein-Erft-Kreis II, verdiente knapp 560.000 Euro als Inhaber einer Steuerberatungskanzlei. Von den Einnahmen müssten allerdings seine Ausgaben für das Büro und die zu zahlende Umsatzsteuer abgezogen werden, so der Politiker.

Bei allen genannten Politikern war der Hauptverdienst im Betrachtungszeitraum gleich: Sie erhielten in den knapp 17 Monaten Diäten in Höhe von 172.793 Euro brutto. Grundsätzlich ist es nicht verboten, dass Abgeordnete nebenher Geld verdienen, solange das Bundestagsmandat "im Mittelpunkt der Tätigkeit" bleibt.

Verwendete Quellen
  • spiegel.de: "Welche Abgeordneten die höchsten Nebeneinkünfte kassieren" vom 05.06.2023
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