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Corona: Köln hat jetzt einen neuen Ethik-Rat für Verteilung von Impfstoff-Resten

Impfstoff-Knappheit  

Köln hat jetzt einen Ethikrat für Impfstoff-Reste

28.01.2021, 09:52 Uhr | dpa

Corona: Köln hat jetzt einen neuen Ethik-Rat für Verteilung von Impfstoff-Resten. Eine Frau hält Impfstoff in der Hand (Symbolbild): Großbritannien hat sich 50 Millionen Dosen von Cirevac gesichert. (Quelle: imago images/photonews.at)

Eine Frau hält Impfstoff in der Hand (Symbolbild): Großbritannien hat sich 50 Millionen Dosen von Cirevac gesichert. (Quelle: photonews.at/imago images)

In Köln hatte es zuletzt Kritik an der Verteilung von Impfstoff gegeben, der übrig geblieben ist. Nun hat die Stadt reagiert – und einen eigenen Ethikrat gegründet.

Köln richtet zur gerechten Verteilung von übrig bleibenden Impfstoff-Dosen eine Ethikkommission ein. Der Krisenstab der Stadt habe das am Mittwoch beschlossen, sagte ein Sprecherin. Das Gremium werde eingesetzt, damit "die Verteilung der wenigen, überzähligen Impfstoff-Dosen ethisch, moralisch und rechtlich transparent und nachvollziehbar gestaltet werden" könne. In der Kommission sollen zum Beispiel der Leiter des Kölner Rettungsdienstes, aber etwa auch die Geschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen Köln sitzen.

Die Impfreihenfolge ist in Deutschland streng geregelt, da der Impfstoff nur in begrenzten Mengen verfügbar ist. Doch bei den Impfungen kommt es immer wieder vor, dass beim Impfen in den Dosen Impfstoff übrig bleibt – und zusätzlich an weitere Personen verimpft werden kann. 

Feuerwehr-Vorstoß sorgt für Ärger

In Köln hatte der Krisenstab zum Jahresbeginn entschieden, dass Impfstoff-Dosen, die bei den Impfungen in den Seniorenheimen übrig bleiben, medizinischem Personal in Kliniken und Mitarbeitern im Rettungsdienst verabreicht werden sollen. Diese Gruppe seien nun aber regulär an der Reihe. Daher stellte sich die Frage, was künftig mit den überzähligen Dosen passieren soll.

Für Aufregung hatte ein Kölner Fall gesorgt, bei dem zahlreiche Führungskräfte und Verwaltungsmitarbeiter der Feuerwehr geimpft wurden – obwohl Rettungskräfte bisher keine Impfung erhalten hatten. Das berichtet der WDR. Mitarbeiter des Rettungsdienstes gelten als besonders gefährdet. Sie haben täglich Kontakt zu vielen Menschen.

Bleibt beim Impfen Corona-Impfstoff übrig, muss dieser innerhalb weniger Stunden verabreicht werden. Das Zeitfenster dafür ist nicht groß. 

Was genau passiert, wenn Impfstoff übrig bleibt? Erfahren Sie mehr im t-online Überblick.

Verwendete Quellen:

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