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Masken für Kitas: Verschickte NRW Mangel-Ware?

Von t-online
Aktualisiert am 28.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Medizinische Masken (Symbolbild): In Kölner Kitas sind offenbar auch nicht zertifizierte Corona-Schutzmasken angekommen.
Medizinische Masken (Symbolbild): In Kölner Kitas sind offenbar auch nicht zertifizierte Corona-Schutzmasken angekommen. (Quelle: MiS/imago-images-bilder)
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Ärger in Kölns städtischen Kitas: Die versprochenen FFP2-Schutzmasken für die Beschäftigten scheinen nicht die erforderliche Qualität zu haben. Das Land spricht von Problemen bei der Beschaffung.

In Köln und ganz Nordrhein-Westfalen zweifeln Kita-Beschäftigte an der Qualität der ihnen zur Verfügung gestellten Corona-Schutzmasken. Diese wiesen weder eine CE-Kennzeichnung noch Angaben zum medizinischen Standard auf, wie sie für ausreichenden Schutz notwendig sind. Weder auf der Verpackung, noch auf den Masken selber. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger".

Das nordrhein-westfälische Ministerium für Kinder und Familie hatte im vergangenen November in einer Mitteilung an Eltern und Personal öffentlich angekündigt: "Das Land wird für die Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflegepersonen zwei Millionen FFP2-Masken zur Verfügung stellen."

Fragen zur Qualität von FFP2-Masken-Lieferung

Die daraufhin an Kindertagesstätten verschickte "Medical Protective Mask" eines chinesischen Herstellers hat jedoch allenfalls auf den ersten Blick Ähnlichkeit mit den versprochenen FFP2-Masken, heißt es. Bei genauerem Hinsehen zeige sich, dass sie die Ansprüche an diesen Schutz-Standard nicht erfülle.

Landesweit wurden insgesamt zwei Millionen Masken von neun unterschiedlichen Herstellern an Kitas verteilt. Städtische Kitas erhielten laut Auskunft des Kölner Presseamtes rund 100.000 Masken aus dem Bestand des Landes. Die Anzahl der "Medical Protective"-Masken aus der chinesischen Provinz Changyuan sei nicht mehr zu ermitteln.

Beschaffungsnot machte Lieferung auch von nicht zertifizierten Masken möglich

Das Problem: Aufgrund der Beschaffungsnot der ersten Pandemie-Monate konnte der Bund nicht ausreichend FFP2-Masken besorgen, sodass auch nicht zertifizierte Masken bestellt wurden. Diese minderwertigeren Exemplare wurden an Beamte und Angestellte des Öffentlichen Dienstes verteilt. Diese vermischte Lieferungen aus hochwertigen und nicht zertifizierten Masken erreichten nun offenbar auch einige Kitas des Landes.

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Seit dem 1. Oktober 2020 dürfen nur noch geprüfte und mit CE-Kennzeichnung markierte FFP2- und FFP3-Atemschutzmasken importiert und vertrieben werden. Allerdings dürfen laut Prüforganisation Dekra Corona-Schutzmasken, die vor diesem Stichtag auf den Markt kamen, weiterhin vertrieben und eingesetzt werden.

Einige Kitas ziehen nun eigenständig Konsequenzen aus der Situation und bestellen ihre Schutzmasken selber, was seit einigen Tagen erlaubt ist. Das nötige Geld hierfür sei im Haushalt vorhanden, heißt es in einem Schreiben an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter laut dem Bericht.

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