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Angeklagter gesteht Messerstiche auf Domplatz

Von Johanna T├╝ntsch

Aktualisiert am 03.02.2021Lesedauer: 3 Min.
Die Strafverteidiger Gerd Meister (li.) und Gottfried Reims begr├╝├čen den Angeklagten, der zur Verhandlung aus der Haft vorgef├╝hrt wurde: Der Mann steht wegen versuchtem Totschlag auf dem K├Âlner Domplatz vor Gericht.
Die Strafverteidiger Gerd Meister (li.) und Gottfried Reims begr├╝├čen den Angeklagten, der zur Verhandlung aus der Haft vorgef├╝hrt wurde: Der Mann steht wegen versuchtem Totschlag auf dem K├Âlner Domplatz vor Gericht. (Quelle: Johanna T├╝ntsch/T-Online-bilder)
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Nach einer Messerstecherei auf dem K├Âlner Domplatz im Sommer steht der gest├Ąndige T├Ąter seit Dienstag wegen versuchten Totschlags vor Gericht.

Der gepflegte junge Mann, der am Dienstag vor der 11. Gro├čen Strafkammer des K├Âlner Landgerichtes sa├č, wirkte alles andere als brutal. Mit ruhiger Stimme und pr├Ązise artikulierten S├Ątzen beantwortete er die Fragen der Vorsitzenden Richterin. Gelegentlich fragte er h├Âflich nach: "Entschuldigung, wie meinen Sie das?", um kurz darauf erneut zu Antworten anzusetzen, die sein Verhalten weder erkennbar besch├Ânigten noch es in Abrede stellten. Angeklagt ist er wegen versuchten Totschlags und gef├Ąhrlicher K├Ârperverletzung.

Lebensgef├Ąhrlicher Stich in die Niere

"Ich kann das heute vor mir auch nicht mehr rechtfertigen", bekannte er zu der Tat, f├╝r die er sich verantworten muss: In den fr├╝hen Morgenstunden des 22. August 2020 hat er vor einem Fast-Food-Lokal in unmittelbarer Nachbarschaft des Doms einen anderen Mann mit einem Messer angegriffen. Ein Stich ging in dessen Ges├Ą├č, ein anderer verletzte ihn lebensgef├Ąhrlich im Nierenbereich. Das Opfer ├╝berlebte.

Die Tat gibt der 27-J├Ąhrige zu. "Die Anklage ist fast richtig", so Rechtsanwalt Gerd Meister, der zusammen mit Gottfried Reims als Verteidiger auftritt: "Mein Mandant hat noch in der Nacht entschieden, sich zu stellen, ist mit mir nach K├Âln gefahren und hat sich da mit einem kleinen K├Âfferchen gestellt." Das "K├Âfferchen" konnte der Angeklagte brauchen: Seither sitzt er in K├Âln in Untersuchungshaft ÔÇô und k├Ânnte nicht weiter weg sein von seinem einstigen Ziel: "Ich war auf dem besten Wege, Fu├čballer zu werden. Mein Trainer hatte Gro├čes mit mir vor, ich sollte ins Ausland. Aber meine Eltern wollten das nicht."

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Stattdessen folgten Jahre, die von wechselnden Jobs ohne viel Perspektive gepr├Ągt waren. Eine Anstellung im Einzelhandel gab er auf, weil er den neuen Chef nicht mochte. Danach arbeitete er an einer Tankstelle, in einem Wettb├╝ro, zuletzt betrieb er einen Kiosk. "Ich war mit meiner Person, mit meinem eigenen Ich teilweise nicht zufrieden", schilderte er.

Beleidigungen in "Jungssprache"

In acht Verhandlungstagen will die Kammer herausfinden, was genau sich in den Minuten ereignet hat, bevor der Angeklagte in jener Sommernacht sein Messer zog. Unstreitig ist, dass er mit einem Freund und dessen Partnerin vor dem Lokal stand, als drei andere sich n├Ąherten, die eine T├╝te mit Essen ├╝ber den Boden kickten. Dar├╝ber brach ein Streit unter den jungen Leuten aus, weil ÔÇô wie der Angeklagte sagte, die T├╝te die Freundin seines Bekannten am Bein getroffen habe. "Sie ist direkt mit ihrer Laune von null auf hundert gestiegen, hat sich aufgeregt und gefragt: 'Was machst du da?'"

Zun├Ąchst folgte eine verbale Auseinandersetzung. "Die redeten in ihrer Sprache", so der Angeklagte. Welche Sprache das gewesen sei, wollte die Vorsitzende wissen. "Jungssprache", war die Antwort: "Hure, Schlampe, das ├ťbliche." Einige der Worte wolle er im Gerichtssaal nicht wiederholen. Unbeeindruckt erkl├Ąrte ihm Richterin Sabine Kretzschmar (61), die in ihrer Kammer regelm├Ą├čig mit gewaltt├Ągigen Auseinandersetzungen zu tun hat: "Ich habe hier schon einiges geh├Ârt. Es w├╝rde mich wundern, wenn etwas Neues dabei w├Ąre.".

"Ich wollte nur eine Ansage machen"

Wie es dann weiterging, wird im Laufe der Verhandlungen zu kl├Ąren sein.. Der Angeklagte behauptet: "Sie haben immer wieder angefangen, uns zu beleidigen und zu p├Âbeln.ÔÇť Zun├Ąchst soll dann der Freund des Angeklagten diesen vom Geschehen weggezogen haben. Laut Anklage kehrte der 27-J├Ąhrige v├Âllig unvermittelt zur├╝ck und stach zu. Die Verteidigung hingegen behauptet, vom sp├Ąteren Opfer und dessen Begleitern seien vorher noch weitere Provokationen gekommen, w├Ąhrend die anderen sich bereits abgewendet hatten.

"Mein Mandant hat im Gehen geh├Ârt, wie sie ihm etwas nachriefen", so Rechtsanwalt Meister. So gab es auch der Angeklagte wieder und erkl├Ąrte: "Ich habe das Messer aufgeklappt und bin hingegangen, aber nur, um denen eine Ansage zu machen." Mit Gesten und Abmessungen an der eigenen Hand beschrieb er ein aufklappbares Taschenmesser, "etwas gr├Â├čer als der kleine Finger, etwas kleiner als der Ringfinger." Das habe er ├Âfter einmal bei sich gehabt, weil er es bei der Arbeit im Kiosk zum Beispiel brauchte, um Pakete aufzuschneiden. Erst, nachdem er unerwartet einen Schlag bekommen habe, habe er das Messer gegen einen der Kontrahenten eingesetzt. "Wollten Sie ihn t├Âten?", fragte Kretzschmar. "Auf keinen Fall!", versicherte der Angeklagte: ÔÇ×Wenn ich das vorgehabt h├Ątte, h├Ątte ich ihn ins Herz gestochen."

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Messerstecherei

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