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Meinung
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Mülheimer Brücke – noch geplant oder nur spekuliert?

Von René Denzer

Aktualisiert am 08.04.2021Lesedauer: 2 Min.
Mühlheimer Brücke (Archivbild): Die Mülheimer Brücke ist eine Hängebrücke über dem Rhein und verbindet die Kölner Stadtteile Mülheim und Riehl.
Mühlheimer Brücke (Archivbild): Die Mülheimer Brücke ist eine Hängebrücke über dem Rhein und verbindet die Kölner Stadtteile Mülheim und Riehl. (Quelle: Hubert Jelinek/imago-images-bilder)
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Die Sanierung der Mülheimer Brücke in Köln wird länger dauern – und noch mehr Millionen verschlingen. Das gab die Stadt diese Woche bekannt. Was lief in der Planung schief?

Ostern ist vorbei, doch irgendwie scheint noch ein faules Ei im Nest zu liegen. Vergessen? Nein, übersehen trifft es eher. So wie die Mängel an der Mülheimer Brücke. Einige haben schon im Frühjahr 2020 zu einer Verzögerung in den Sanierungsplänen geführt. Und nun die nächste Hiobsbotschaft. Die Brücke ist noch maroder als zunächst angenommen. Pläne, den Hauptträger der Strombrücke, das Teilstück des Bauwerks, das über den Rhein führt, lediglich zu verstärken, müssen ad acta gelegt werden. Das führt zu weiteren Verzögerungen und Kosten.

Unvorhergesehene Dinge können bei Großprojekten wie diesem passieren. Doch Schuld für die weitere Verzögerung sind nicht nur die Mängel, die größer sind als angenommen. Auch andere Dinge spielen eine Rolle. Die Aufständerungskonstruktion der Straßenbahnschienen, die sogenannten Schienenböckchen zum Beispiel. Oder die Entwässerungskonstruktion. Die sind laut Stadt "nicht regelkonform". Und sind bis dato bei allen Untersuchungen und Prüfungen übersehen worden?

Kostenexplosion

Das hat Folgen. Die Sanierung, die 2018 begann und eigentlich 2020 abgeschlossen sein sollte, gerät noch mehr ins Stocken. Das hätte vermieden werden können, beziehungsweise im Vorfeld mit eingeplant werden können. Aber fehlerhafte Untersuchungen ziehen nun mal falsche Planungen nach sich.

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Die ARD-Intendanten v.l.n.r.: Manfred Krupp (HR), Prof. Dr. Karola Wille (MDR), Dr. Katja Wildermuth (BR), Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab, Programmdirektorin Christine Strobl, Martin Grasmück (SR), Dr. Yvette Gerner (Radio Bremen), Joachim Knuth (NDR). Vorne Ex-RBB-Intendantin Patricia Schlesinger, Tom Buhrow (WDR) und Dr. Kai Gniffke (SWR).


Ähnlich auch bei den Kosten: Wurde hier knapp kalkuliert oder doch nur spekuliert? 2010 standen für die Sanierung 39 Millionen Euro im Raum. Sechs Jahre später war man schon bei 100 Millionen Euro und vor knapp vier Jahren waren es Kosten in Höhe von 188 Millionen Euro. Und die neuen Mängel sind da noch nicht eingerechnet.

Verzögerung hat weiteres Nachspiel

Die erneute Verzögerung hat noch ein weiteres Nachspiel. Denn neben den zu erwartenden steigenden Kosten verzögern sich andere Projekte. Was passiert mit Severinsbrücke, Zoobrücke und Deutzer Brücke? Sie sollen im Anschluss an die Sanierung der Mülheimer Brücke in Angriff genommen werden. Bei den neuen Hiobsbotschaften stellt sich die Frage: wann?
Die Prognose der Stadt verwundert: Ende 2025 soll der Verkehr wieder normal über die Mülheimer Brücke rollen. Da muss die Stadt mehr tun, als sich nur weit aus dem Fenster zu lehnen. Sonst heißt es nachher: Ist das noch geplant oder doch nur spekuliert?

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Von Carlotta Cornelius

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