Sie sind hier: Home > Regional > Köln >

Köln: Kommission im Erzbistum Köln überwacht beschuldigte Priester

Katholische Kirche in der Krise  

Kommission im Erzbistum Köln überwacht beschuldigte Priester

01.07.2021, 07:28 Uhr | t-online

Köln: Kommission im Erzbistum Köln überwacht beschuldigte Priester. Der Dom von der Kölner Innenstadt aus gesehen: Im Erzbistum schwelt seit Monaten ein Konflikt wegen des Umgangs der katholischen Kirche mit Kindesmissbrauch. (Quelle: imago images/Future Image)

Der Dom von der Kölner Innenstadt aus gesehen: Im Erzbistum schwelt seit Monaten ein Konflikt wegen des Umgangs der katholischen Kirche mit Kindesmissbrauch. (Quelle: Future Image/imago images)

Zur Kontrolle beschuldigter oder straffällig gewordener Kleriker hat das Erzbistum Köln eine Kommission eingerichtet. Sie sei eine wichtige Stütze für die Aufsichtspflicht von Kardinal Woelki, erklärte Personalchef Mike Kolb am Mittwoch.

Zum 1. Juli soll eine vom Kölner Erzbistum eingerichtete Kommission Geistliche überwachen, die sexueller Straftaten beschuldigt werden. Pfarrer Mike Kolb ist den Angaben zufolge neuer Vorsitzender der Kommission. "Das vorrangige Ziel ist dabei der Schutz von Betroffenen sowie die Vermeidung weiterer Taten", wird er in einer Mitteilung des Erzbistums vom Mittwoch zitiert.

Kommission berät den Erzbischof

In die Kommission werde der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki die Leiterin der Stabsstelle Intervention und weitere Personen mit verschiedenen fachlichen Qualifikationen "im psychologischen, personalfachlichen und kirchenrechtlichen Bereich" berufen, hieß es.

Sie würden für drei Jahre beauftragt und berieten den Erzbischof mit Blick auf seine Aufsichts- und Fürsorgepflicht für alle Kleriker, die "wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen oder hilfebedürftiger Erwachsener mit Auflagen belegt sind."

Kardinal und Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki (Archivbild): Der Geistliche steht in der Kritik wegen seines Umgangs mit sexuellem Missbrauch durch katholische Priester – doch einen Rücktritt lehnt er ab.  (Quelle: imago images/Future Image)Kardinal und Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki (Archivbild): Der Geistliche steht in der Kritik wegen seines Umgangs mit sexuellem Missbrauch durch katholische Priester – doch einen Rücktritt lehnt er ab. (Quelle: Future Image/imago images)

"Stütze für Aufsichtspflicht des Kardinals"

Zudem werden laut Erzbistum zwei Beauftragte ernannt, die die Einhaltung der vom Kardinal verfügten Auflagen und die Lebenssituation der betreffenden Kleriker regelmäßig überprüfen. Bei den Beauftragten handele es sich um eine Psychologin und einen erfahrenen Priester. Die Berichte der Beauftragten nehme die Kommission entgegen, die dann daraus Empfehlungen an den Erzbischof ableite.

"Die Kommission ist eine wichtige Stütze für die Aufsichtspflicht des Kardinals. So können wir die Kontrolle weiter verbessern", erläutert Pfarrer Kolb das Ziel.

Konsequenz aus dem Gercke-Gutachten

Die Einrichtung der Kommission sei eine Konsequenz aus dem im März vorgestellten Missbrauchsgutachten der Kanzlei Gercke Wollschläger, hieß es in der Mitteilung des Erzbistums. Die Rechtsexperten schlugen unter anderem eine neu zu schaffende Stelle vor, die überwachen soll, ob sich beschuldigte oder straffällig gewordene Priester an ihre Auflagen halten.

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: