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Fortuna-Eagles sollen Viktoria-Fans angegriffen haben

Von Johanna T├╝ntsch

Aktualisiert am 12.07.2021Lesedauer: 2 Min.
Verteidigerin Petra E├čer (vorne rechts) und Verteidiger Mutlu G├╝nal warten mit ihren Mandanten auf den Beginn der Verhandlung.
Verteidigerin Petra E├čer (vorne rechts) und Verteidiger Mutlu G├╝nal warten mit ihren Mandanten auf den Beginn der Verhandlung. (Quelle: Johanna T├╝ntsch)
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In K├Âln stehen vier M├Ąnner im Alter von 20 bis 30 Jahren vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, als Mitglieder der Ultra-Fangruppierung "Fortuna Eagles" an einem gewaltsamen ├ťbergriff auf Viktoria-Fans beteiligt gewesen zu sein. Unter den Opfern war wohl auch ein 14-J├Ąhriger.

Vor dem K├Âlner Landgericht hat ein Strafprozess gegen vier mutma├čliche Fans des Fu├čball-Regionalligisten SC Fortuna K├Âln begonnen. Nach Einsch├Ątzung der Staatsanwaltschaft waren die 20 bis 30 Jahre alten M├Ąnner beteiligt, als es am 25. Januar 2020 einen Angriff der Ultra-Gruppe "Fortuna Eagles" auf Fans des FC Viktoria K├Âln 1904 gab.

Viktoria, beheimatet im rechtsrheinischen H├Âhenberg, hatte an jenem Tag ein Ausw├Ąrtsspiel in Chemnitz gehabt. Von diesem kamen gegen 23.25 Uhr einige Fans gemeinsam im Reisebus zur├╝ck, "darunter auch ein 14-j├Ąhriger Junge", so der Staatsanwalt am Montag vor Gericht. Als die Gruppe in H├Âhenberg das Heimatstadion ihrer Mannschaft wieder erreichte, erwartete sie dort ein gewaltsamer Empfang durch etwa zehn weitgehend vermummte Personen, mutma├člich Anh├Ąnger der Fortuna Eagles.

"Sie hatten sich im Geb├╝sch versteckt und st├╝rmten auf die Gruppe zu, dabei hielten sie stangenartige Gegenst├Ąnde", hei├čt es in der Anklage, die zum weiteren Geschehen tumultartige Szenen schildert: Einem Viktoria-Fan wurde mit der Faust auf die Nase geschlagen, ein Rucksack mit Kleidung und 50 Euro Bargeld wurden gestohlen, au├čerdem eine Fan-Trommel. Durch Schl├Ąge und Tritte soll eine Person einen Bruch im Nasenbereich erlitten haben. Geworfene Bierflaschen richteten au├čerdem am Bus einen Schaden von rund 2.300 Euro an. Begleitet wurde die Attacke von beleidigenden Rufen.

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K├Âlner Fan-Attacke: "Besonders aggressive Bedrohung"

Den vier M├Ąnnern aus K├Âln und Troisdorf, die dabei beteiligt gewesen sein sollen, wirft die Staatsanwaltschaft Raub und gef├Ąhrliche K├Ârperverletzung vor und sieht die Auseinandersetzung als einen besonders schweren Fall von Gewalt: "Durch das Mitf├╝hren von Stangen gaben sie sich ein martialisches Auftreten und erzeugten ein besonders aggressives Bedrohungsszenario", so der Staatsanwalt.

Welche weiteren Personen zur insgesamt etwa zehnk├Âpfigen Randalierergruppe geh├Ârten, ist nicht bekannt. Einer der Angeklagten soll jedoch ungewollt einen pr├Ągnanten Hinweis hinterlassen haben ÔÇô laut Staatsanwaltschaft verlor er sein Telefon am mutma├člichen Tatort. Der ├Ąlteste Angeklagte soll den Angriff koordiniert und die anderen angewiesen haben.

Prozess in K├Âln: Anwalt widerspricht der Maskenpflicht

Er wird vertreten von Claus E├čer, einem langj├Ąhrigen Strafverteidiger in K├Âln. Dieser hatte zun├Ąchst ein kurioses Anliegen in eigener Sache: Er sei zweimal geimpft und beantrage daher, von der Maskenpflicht befreit zu werden. Er verwies auf eine entsprechende Entscheidung, die es vor dem Amtsgericht Hamburg-Barmbek gegeben haben soll. Doch sein Wunsch wurde nach l├Ąngerer Beratung der Strafkammer abgelehnt: Sie best├Ątige die sitzungspolizeiliche Anordnung, nach der die Masken nur w├Ąhrend des Sprechens abgenommen werden d├╝rften.

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Eine weitere, l├Ąngere Unterbrechung folgte nach Verlesung der Anklage: Verteidiger, Staatsanwaltschaft und Gericht zogen sich zu einem Rechtsgespr├Ąch unter Ausschluss der ├ľffentlichkeit zur├╝ck. Nach derzeitiger Planung soll in dem Verfahren am 29. Juli ein Urteil gesprochen werden.

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