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Unwetter in NRW: Kölner Tierheim wird überschwemmt – etliche Helfer vor Ort

Rettungsaktion in Köln  

Tierheim wird überschwemmt – etliche Freiwillige helfen

Von René Denzer

16.07.2021, 08:05 Uhr
Unwetter in NRW: Kölner Tierheim wird überschwemmt – etliche Helfer vor Ort. Mit Schläuchen pumpten die Freiwilligen Helfer das Wasser aus einem Tierheim. (Quelle: Tierheim Köln-Ostheim)

Mit Schläuchen pumpten die Freiwilligen Helfer das Wasser aus einem Tierheim. (Quelle: Tierheim Köln-Ostheim)

Vollgelaufenes Katzenhaus, Hunde im Zwinger: In einem Kölner Tierheim hatte man durch die Regenmassen alle Hände voll zu tun. Aber die Solidarität war groß. Etliche Menschen kamen und halfen mehrere Stunden lang. Den Tieren geht es gut.

Silvia Schulisch atmet tief durch. "Zum Glück war das Katzenhaus leer", sagt sie. Einen Tag bevor es durch die Regenmassen unter Wasser stand, hat man die Fundkatze mit ihrem Baby woanders untergebracht. Sonst waren keine Tiere dort. "Das Katzenhaus muss saniert werden, deswegen haben wir derzeit keine Katzen aufgenommen", so die Vorsitzende des Vereins "Menschen für Tiere".

Der Verein betreibt seit einigen Jahren ein kleines Tierheim im rechtsrheinischen Kölner Stadtteil Ostheim. Hunde und Katzen werden hier aufgepäppelt und vermittelt. Erst seit Anfang Juli ist Silvia Schulisch Vorsitzende des Vereins. Dass das Tierheim und das dazugehörige Gelände durch die heftigen Regenfälle absaufen würde, damit hatte sie nicht gerechnet. Aus den Wänden, entlang von Kabelkanälen, aus undichten Abflussrohren und über den Boden – das Wasser kam von überall. Ein Video, dass der Verein auf seiner Facebook-Seite hochgeladen hat, zeigt, wo überall das Wasser reinläuft.

Das Video zeigt aber auch etwas anders: Nämlich große Hilfsbereitschaft. Etliche Helferinnen und Helfer waren gekommen, um anzupacken, als sie erfahren hatten, dass das Wasser in dem Tierheim steigt. "Auf einmal waren da ganz viele helfende Hände", sagt Schulisch, begeistert von der spontanen Solidarität. Ohne selbst einen Aufruf gestartet zu haben, waren die Helferinnen und Helfer herbeigeeilt.

Helfer hatten Eimer und Pumpen dabei

Mit Eimern und Pumpen waren die Helfer gekommen. Alle hätten an einem Strang gezogen, sagt Schulisch. Während sich die einen um die acht Hunde in den Zwingern gekümmert haben, haben andere fleißig Wasser geschippt. "Ein tolles Gefühl", sagt Schulisch, wenn auch die Umstände andere hätten sein können. "Das Team, das hinter mir steht, ist Bombe."

Und das hat Stunden damit verbracht, das Tierheim wieder auf Vordermann zu bringen – und dafür Sorge zu tragen, dass keinem Tier etwas passiert. Sie wurden teilweise mit nach Hause genommen und bei ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern untergebracht. Gegen 23 Uhr hatten die Helfer die Wassermenge größtenteils beseitigt und man konnte gemeinsam den Einsatz beenden.

Gassigänger gesucht

Wegen den Neuwahlen im Verein und der damit verbundenen Übergangsphase für den neuen Vorstand beherbergt das Tierheim derzeit nur wenig Hunde und Katzen. Aber das werde sich vermutlich in naher Zukunft wieder ändern, wenn die "Corona-Hunde", sprich Tiere, die nur während der Pandemie angeschafft worden sind, ausgesetzt werden.

Dann brauche der Verein nicht nur helfende Hände, was das Gelände betrifft, sondern auch vermehrt Gassigängerinnen und Gassigänger, die ehrenamtlich mit den Tieren unterwegs sein können, bis für sie ein neues Zuhause gefunden wird. Schließlich ist Letzteres das Ziel des Vereins.

Verwendete Quellen:
  • Telefonat mit Silvia Schulisch

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