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Verständnis für GDL-Streik – "Sparen kann man woanders"

Von Sven Heitkamp und Anne-Sophie Schakat

Aktualisiert am 02.09.2021Lesedauer: 2 Min.
Ein Reisender liegt auf einer Sitzgelegenheit im Leipziger Hauptbahnhof: Hier nehmen viele Reisende den erneuten GDL-Streik gelassen.
Ein Reisender liegt auf einer Sitzgelegenheit im Leipziger Hauptbahnhof: Hier nehmen viele Reisende den erneuten GDL-Streik gelassen. (Quelle: Sebastian Willnow/dpa-bilder)
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Bundesweit müssen sich Bahn-Kunden erneut mit Zugausfällen und Verspätungen herumärgern. Die Lokführergewerkschaft GDL hat abermals zum Streik aufgerufen. Reisende in Leipzig bleiben aber gelassen.

Normalerweise ist der Hauptbahnhof Leipzig eine pulsierende Drehscheibe für den Bahnverkehr in Mitteldeutschland. Doch am Donnerstag herrscht hier beschauliche Ruhe. Nur hin und wieder fährt ein Zug ein oder aus, Reisende ziehen mit fragenden Blicken von Gleis zu Gleis oder stellen sich am Info-Schalter der Deutschen Bahn an. Die meisten von ihnen wussten, was sie in den nächsten Tagen erwartet: ein weiterer Streik der Lokführergesellschaft GDL.

Seit 2 Uhr wird der Personenverkehr der Deutschen Bahn bestreikt. Im Güterverkehr stehen die Züge vielerorts bereits seit Mittwochnachmittag still – schon wieder. Die GDL hat zum dritten Streik binnen weniger Wochen aufgerufen. Ein neues Angebot der Deutschen Bahn im Tarifstreit hatte Gewerkschaftschef Claus Weselsky am Morgen abgelehnt. "Der Streik geht weiter", verkündete er. Fünf Tage soll er dieses Mal dauern, also bis Dienstagnacht.

"100 Prozent Verständnis für Streikende"

Die erneute Arbeitsniederlegung trifft auch die Reisenden am Leipziger Hauptbahnhof. Unter ihnen sind einige Schüler und Schülerinnen einer Pflege-Berufsschule aus Halle, die zu einer Ausstellung in Dresden wollen. "Eigentlich wären wir nach Dresden durchgefahren", erzählt Justin Riedel. "Jetzt müssen wir dreimal umsteigen und brauchen eine Stunde länger. Das wird mit unserer Exkursion ganz schön knapp." Sie ist vom Streik genervt, "weil es in den letzten Jahren einfach schon zu oft war".

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Justin Riedel, Berufsschülerin zur Pflegekraft (rechts) und eine Mitschülerin am Leipziger Hauptbahnhof: Die beiden Frauen aus Halle wollen trotz Streiks für eine Exkursion nach Dresden reisen.
Justin Riedel, Berufsschülerin zur Pflegekraft (rechts) und eine Mitschülerin am Leipziger Hauptbahnhof: Die beiden Frauen aus Halle wollen trotz Streiks für eine Exkursion nach Dresden reisen. (Quelle: Sven Heitkamp)

Deutlich gelassener blickt der Ur-Leipziger Helmut Harry Richter auf die zahlreichen Zugausfälle. "Ich habe 100 Prozent Verständnis für die Streikenden", sagt der Rentner. Schließlich hätten die Lokführer große Verantwortung für die Personen und Güter, die sie transportieren. "Sparen kann man woanders, zum Beispiel bei Armee-Einsätzen in Mali", findet er.

Der Ur-Leipziger fährt viel mit der Bahn und nimmt den erneuten GDL-Streik gelassen.
Der Ur-Leipziger fährt viel mit der Bahn und nimmt den erneuten GDL-Streik gelassen. (Quelle: Sven Heitkamp)

Richter ist normalerweise ständig mit der Bahn unterwegs. Er wohne nicht nur in Leipzig, sondern auch in Ungarn und Österreich. Zudem baue er noch ein Haus an der Ostsee, erzählt der gelernte Baumeister. An den Hauptbahnhof sei er heute nur gekommen, um sich ein Ticket nach Linz für die Tage nach dem Streik zu kaufen. "Ich fahre doch nicht, wenn Streik ist. Dann kann ich mich lieber an den Pool legen", lacht er.

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"Geld ist genug da"

Eine andere Gruppe versucht, sich trotz des Streiks für einen Betriebsausflug nach Erfurt und zur Bundesgartenschau durchzuschlagen. Vom Streik hätten sie natürlich gewusst, hätten aber auch gehört, dass die Bahn versuchen will, einen Teil der Züge trotzdem fahren zu lassen. Wie bei den beiden vergangenen Arbeitsniederlegungen hatte die Deutsche Bahn angekündigt, etwa 40 Prozent ihres Angebots aufrechterhalten zu wollen. Der Osten und einige Metropolregionen seien jedoch besonders betroffen, sagte eine Sprecherin der Bahn. Hier müsse mit stärkeren Einschränkungen gerechnet werden.

"Die Hoffnung stirbt zuletzt", sagt Bernd Hoffmann, ein Servicemitarbeiter aus einem Leipziger Krankenhaus. Wenn alles klappt, könnte ein Zug Richtung Erfurt in einer Dreiviertelstunde starten. Dass die GDL eine Corona-Prämie fordert, hält Hoffmann für absolut gerechtfertigt. "Geld ist genug da", findet er. "Aber ich kann nicht verstehen, dass die Konflikte immer auf dem Rücken der Reisenden ausgetragen werden."

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Christian Grube
Ein Kommentar von Andreas Raabe, Leipzig
Claus WeselskyDeutsche BahnDresdenGDLStreikZugausfall

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