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Warum das weltgrößte Flugzeug nicht gerettet wurde

Von Andreas Raabe

Aktualisiert am 06.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Amateuraufnahmen zeigen Zerstörung: Ein russischer Bombenangriff hat das größte Flugzeug der Welt getroffen. (Quelle: Glomex)
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Die Antonov An-225 war ein Unikat. Im Ukraine-Krieg wurde sie von russischen Raketen zerstört. Mechaniker schildern nun dramatische Details der gescheiterten Rettung des Riesen zum Flughafen Leipzig.

Sie war die Gigantin der Lüfte, das größte Flugzeug der Welt – und ein Unikat: Von der Antonov An-225 gab es nur ein einziges Exemplar. Die Maschine gehörte der ukrainischen Airline Antonov und trug den Kosenamen "Mrija", was auf deutsch "Traum" heißt. Doch der Traum ist aus und die größte Antonov aller Zeiten nur noch Schrott.

Zerstörung schon in der ersten Kriegswoche

Am dritten Kriegstag, dem 27. Februar, wurde die An-225 in ihrem Hangar auf dem ukrainischen Flugplatz Hostomel bei Kiew zerstört. Russische Raketen trafen den Fliegerhorst am Hauptquartier der Airline. Die Zerstörung des Flugzeuges verbreitete sich unter Luftfahrt-Fans weltweit wie ein Lauffeuer.

Anfang dieser Woche wurden nun Vorwürfe laut, die An-225 hätte gerettet werden können – und zwar mit einem Flug nach Leipzig, wo auch andere Antonov-Frachtmaschinen stationiert sind.

"Die An-225 hätte gerettet werden können"

Der Antonov-Pilot Dmytri Antonov schimpfte in einem YouTube-Video, dass die Airline Warnungen, unter anderem der Nato, in den Wind geschlagen habe, die einzigartige Maschine schnellstens aus dem Land zu bringen.

Die Nato-Beschaffungsagentur NSPA ist ein regelmäßiger Charterkunde der Antonov-Maschinen, die auch in Deutschland einen festen Stützpunkt haben: am Flughafen Halle/Leipzig. Von hier aus wird mit den großen Maschinen zumeist Kriegsgerät in alle Welt geflogen. Nach Leipzig sollte die Riesen-Antonov auch in Sicherheit gebracht werden – was aber offenbar knapp scheiterte.

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Die ARD-Intendanten v.l.n.r.: Manfred Krupp (HR), Prof. Dr. Karola Wille (MDR), Dr. Katja Wildermuth (BR), Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab, Programmdirektorin Christine Strobl, Martin Grasmück (SR), Dr. Yvette Gerner (Radio Bremen), Joachim Knuth (NDR). Vorne Ex-RBB-Intendantin Patricia Schlesinger, Tom Buhrow (WDR) und Dr. Kai Gniffke (SWR).


Rettung nach Leipzig war am 24. Februar geplant

Mitarbeiter der Airline Antonov antworteten auf die Vorwürfe mit einem offenen Brief. Darin beschreiben sie die dramatischen letzten Tage der An-225.

Demnach war der rettende Start der Maschine in Richtung Leipzig für den 24. Februar geplant. Noch am Abend des 23. Februar habe man am Flugplatz gearbeitet, um das demontierte sechste Triebwerk der Antonov wieder anzubauen, "damit sie am Morgen des 24. nach Leipzig fliegen kann", schreiben die Mitarbeiter.

Doch daraus wurde nichts, denn just am 24. Februar begann der russische Überfall auf die Ukraine. Bereits am ersten Kriegstag habe die russische Armee den Flughafen Hostomel bei Kiew unter Beschuss genommen und versucht, ihn mit einer Luftlandeoperation einzunehmen.

Drei Tage, nachdem die Kämpfe begonnen hatten, geriet der Flieger durch Beschuss in Brand.

"Arbeiter der Airline wurden beim Angriff getötet"

"Der Morgen des 24. Februar bedeutete eine schreckliche Veränderung", schreiben die Mitarbeiter über den Tag des Kriegsbeginns. "Obwohl alle am Flug beteiligten Mitarbeiter morgens zur Arbeit gingen, wurde der Luftraum gesperrt, Arbeiter von Antonov Airlines wurden aus der Luft getroffen, einige wurden getötet, einige verletzt und alle Flugmöglichkeiten wurden vollständig blockiert."

Zuerst hatte das Luftfahrtportal aero.de über das Video des Piloten und den offenen Brief der Antonov-Mitarbeiter berichtet. Dessen Redaktion hält sowohl das Video als auch den Brief für authentisch und glaubwürdig. "Wir haben alle darin genannten Daten abgeglichen, da stimmt alles", sagte ein Redaktionsmitarbeiter t-online.

Drei Milliarden Dollar soll der Wiederaufbau kosten

Der staatliche ukrainische Rüstungskonzern Ukroboronprom schätzt derweil, dass der Neubau des Fliegers drei Milliarden US-Dollar kosten und mindestens fünf Jahre dauern würde. Die Ukrainer fordern, dass "der Okkupant" Russland die Kosten der Restaurierung tragen soll.

Vielleicht, so hoffen Antonov-Fans im Internet, können wenigstens die Trümmer der An-225 geborgen und wieder zusammengebaut werden. So könnte der größte Flieger aller Zeiten, die Gigantin der Lüfte, wenigstens als Attrappe in einem Museum besichtigt werden.

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Ein Kommentar von Andreas Raabe, Leipzig
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