• Home
  • Regional
  • Mainz
  • Deutscher Wetterdienst: Vorhersagen waren fr├╝hzeitig


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f├╝r einen TextKubicki fordert Wielers Rauswurf Symbolbild f├╝r einen TextGaspreis k├Ânnte um 400 Prozent steigenSymbolbild f├╝r einen TextGep├Ąckchaos am M├╝nchner FlughafenSymbolbild f├╝r einen TextSchr├Âders Anwalt meldet sich zu WortSymbolbild f├╝r einen TextAirbus erh├Ąlt Milliarden-AuftragSymbolbild f├╝r einen TextBeyonc├ę reitet fast nacktSymbolbild f├╝r einen TextAktivisten wollen F1-Strecke blockierenSymbolbild f├╝r einen TextMann von Betr├╝gern zu Tode geschleiftSymbolbild f├╝r einen TextZahl der Prostituierten ist gesunkenSymbolbild f├╝r einen TextSo sehen Sie die Tour de France liveSymbolbild f├╝r einen TextPolizistin liebt Neonazi ÔÇô StrafeSymbolbild f├╝r einen Watson TeaserStefanie Giesinger spricht offen ├╝ber SexSymbolbild f├╝r einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

Deutscher Wetterdienst: Vorhersagen waren fr├╝hzeitig

Von dpa
28.01.2022Lesedauer: 4 Min.
Ahrtalschleife bei Altenahr
Die Ahrtalschleife bei Altenahr nach der Flut. (Quelle: Thomas Frey/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nach Einsch├Ątzung mehrerer Vertreter rechtzeitig vor einem Unwetter mit extremen Niederschl├Ągen an der Ahr gewarnt. Der DWD habe "sehr fr├╝hzeitig erste Hinweise" gegeben, sagte der Pr├Ąsident der Bundesbeh├Ârde, Gerhard Adrian, am Freitag vor dem Untersuchungsausschuss des rheinland-pf├Ąlzischen Landtags in Mainz.

Schon am 11. Juli habe es eine erste Vorabinformation ├╝ber ein gr├Â├čeres Niederschlagsgebiet gegeben. Am Vormittag des 13. Juli sei eine extreme Unwetterwarnung herausgegeben worden. "Davon geben wir pro Jahr nur ganz wenige heraus", sagte Adrian.

Renate Hagedorn, DWD-Vorstandsmitglied, zust├Ąndig f├╝r den Bereich Wettervorhersagen, sagte: "Wir haben rechtzeitig gewarnt und waren ersch├╝ttert, was tats├Ąchlich passiert ist."

"Ich bin ├╝berzeugt, dass der Wetterdienst nach dem Stand von Wissenschaft und Technik gearbeitet hat und auch unsere Produkte so rausgegangen sind", sagte Adrian. F├╝r die Bewertung, was mit dem Wasser am Boden passiere, habe der DWD aber keine Kompetenz.

"Am Mittwochmorgen gingen alle davon aus, dass es in einzelnen Regionen an einzelnen Fl├╝ssen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zu extremen Ereignissen kommen wird", sagte der f├╝r Beratungs- und Warndienste zust├Ąndigen Abteilungsleiter beim DWD, Thomas Kratzsch.

Zur Unwetterkatastrophe mit insgesamt 135 Toten im n├Ârdlichen Rheinland-Pfalz kam es in der Nacht von Mittwoch (14. Juli) auf Donnerstag. Davon starben 134 Menschen im Ahrtal. Hunderte Menschen wurden bei der Sturzflut verletzt und Teile des Tals verw├╝stet. Auch ein halbes Jahr sp├Ąter leben noch zahlreiche Menschen in Ausweichquartieren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den damaligen Landrat J├╝rgen Pf├Âhler, weil er wom├Âglich zu sp├Ąt vor der Gefahr gewarnt hat. Der CDU-Politiker war im Oktober auf eigenen Antrag wegen Dienstunf├Ąhigkeit in den Ruhestand versetzt worden.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Putin hinter Gittern
Wladimir Putin ist im Westen isoliert.


Eine DWD-Unwetterwarnung vor extrem ergiebigem Dauerregen - wie f├╝r Ahrweiler vom Dienstagmorgen - in der h├Âchsten Stufe 4 sei extrem selten und seines Wissens nach nur eine von zwei im gesamten Jahr 2021 f├╝r Deutschland gewesen, sagte Kratzsch. Die andere aus dem Februar habe sich auf Schnee und Glatteis bezogen.

Der Beratungsbedarf von Kommunen und Einsatzkr├Ąften war nach Einsch├Ątzung des Leiters der Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD aber recht gering. "Es ist relativ ruhig gewesen bei der Wetterlage", sagte Franz-Josef Mol├ę. "Das war ein Zeichen f├╝r mich, dass alle ihre Arbeit machen."

Er sei davon ausgegangen, dass sie Vorkehrungen treffen, denn der DWD habe alle Kommunikationswege genutzt, auch das bundeseigene Warnsystem MoWaS. "Das machen wir sehr selten", betonte Mol├ę. "Es war sicher, dass der Gro├čraum Eifel betroffen ist." Bei so einer Voraussage sei klar, dass sie ernst zu nehmen sei.

Nach Einsch├Ątzung von Wasserbauingenieur Boris Lehmann stand am Nachmittag vor dem zerst├Ârerischen Hochwasser fest, dass man es mit einer Katastrophe zu tun hatte. Die Flutkatastrophe sei aber "auf keinen Fall" schon 24 Stunden oder noch l├Ąnger im Vorfeld absehbar gewesen. Die Gewissheit, dass es zu einer Flutkatastrophe komme, k├Ânne nicht allein von Regenmengen abgeleitet werden, sagte der Professor der Technischen Universit├Ąt Darmstadt.

"Ab dem Moment, in dem klar war, dass Hochwasserschutzma├čnahmen versagen", also am Mittwochnachmittag, gehe die Verantwortlichkeit an die Zust├Ąndigen vor Ort, sagte der Sachverst├Ąndige Lehmann. "Die Schlussfolgerung, dass es zu einer nie da gewesenen Flut kommt, ist mit gro├čer Wahrscheinlichkeit auch von der Kreisverwaltung gezogen worden."

Nach Einsch├Ątzung des Abteilungsleiters des Landesamts f├╝r Umwelt (LfU), Thomas Bettmann, war sp├Ątestens um 17.17 Uhr klar, "dass etwas ganz Gro├čes kommt". Dann sei klar gewesen, dass die Wasserst├Ąnde h├Âher sein w├╝rden als bei bisherigen Hochwassern. Zu diesem Zeitpunkt habe seine Beh├Ârde auch eine Fr├╝hwarnung der h├Âchsten Stufe ausgel├Âst.

Bereits um 15.26 Uhr sei ein Wasserstand von mehr als f├╝nf Metern prognostiziert worden, "ein Wasserstand, der Handlungen nach sich ziehen w├╝rde", sagte Bettmann. Allerdings sei die Prognose gegen 19.00 Uhr in den Modellen zun├Ąchst wieder gesenkt worden.

An die Kreisverwaltung habe das LfU regelm├Ą├čig Info-Mails geschickt mit den Messwerten und 24-Stunden-Prognosen - insgesamt wohl 17, berichtete Bettmann. Es habe auch Meldungen im Internet und ├╝ber die Warn-App Katwarn gegeben. Die Pr├Ąsidentin seiner Beh├Ârde, Sabine Riewenherm, habe er kontinuierlich informiert, und diese habe die Kommunikation mit dem Umweltministerium ├╝bernommen. Der Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft im Umweltministerium, Andreas Christ, sagte; "Man steht w├Ąhrend der ganzen Zeit automatisch in sehr intensiven Kontakt mit dem Hochwassermeldezentrum" im LfU.

Er habe auch mehrere Telefonate mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion S├╝d und sp├Ąter auch mit der Aufsichts- und Dienstleistungsbeh├Ârde ADD gef├╝hrt, die ihm versichert habe, die lokalen Einsatzkr├Ąfte vor Ort seien anwesend, sagte Bettmann. Er habe an dem Abend und in der Nacht auch viermal mit der parteilosen B├╝rgermeisterin der Verbandsgemeinde Altenahr, Cornelia Weigand, telefoniert. "Dar├╝ber hinaus sind keine Unterst├╝tzungsleistungen abgefragt worden."

Um 22.00 Uhr - kurz nachdem der Pegel Altenahr weggeschwommen war - habe Weigand in einem der Telefongespr├Ąche den Wasserstand vor Ort auf etwa sechs Meter gesch├Ątzt. "Sie berichtete auch von vorbeischwimmenden Autos und mehr." Die Ohnmacht vor diesem Ereignis sei in dem Telefonat sp├╝rbar gewesen. In diesem Gespr├Ąch habe Weigand seines Wissens nach auch von einem nicht mehr erreichbaren Haus gesprochen, in dem vier Menschen eingeschlossen waren, sagte Christ. "Das war f├╝r mich der Punkt, wo dieses Hochwasserereignis zur Katastrophe wurde."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Themen
CDUDeutschlandUnwetter

t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website