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Flut von Kommentaren nach Polizeieinsatz mit einem Toten

Von dpa
16.05.2022Lesedauer: 3 Min.
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Ein Mann tippt auf einem Computer. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn/Symbolbild/dpa-bilder)
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Nach dem Polizeieinsatz mit einem Toten in Mannheim besch├Ąftigt eine Flut von Kommentaren in sozialen Medien die Polizei. Der Tod eines 47-J├Ąhrigen nach einer Polizeikontrolle vor zwei Wochen hat demnach mehr als 10.000 Eintr├Ąge im Netz ausgel├Âst. Von diesen sind nach Polizeiangaben nicht wenige strafrechtlich relevant. Das Polizeipr├Ąsidium Mannheim registrierte 8000 Beitr├Ąge - davon 150, die zur Anzeige gebracht werden. Grund: Hass, Hetze und Beleidigungen gegen die Beamten.

Beim Landeskriminalamt (LKA) werte man 3500 ├äu├čerungen im Netz aus, sagte ein Sprecher. Wie viele Strafverfahren wegen diffamierender Inhalte eingeleitet werden, sei noch nicht bekannt. Vorrang h├Ątten die Ermittlungen gegen die zwei Beamten des Polizeipr├Ąsidiums Mannheim wegen Verdachts der K├Ârperverletzung im Amt mit Todesfolge.

Mehr als 30 von 40 Zeugen seien bisher vernommen worden, mehr als 70 Videos w├╝rden gesichtet. Darunter sind auch solche, in denen gezeigt wird, wie einer der zwei Beamten auf den Kopf eines am Boden liegenden Mannes geschlagen haben soll. Laut LKA haben sich die zwei vom Dienst suspendierten Beamten zu den Vorw├╝rfen bislang nicht ge├Ąu├čert. Die Todesursache des Mannes ist noch unbekannt. Klarheit k├Ânnte eine feingewebliche Untersuchung bringen. Deren Ergebnis wird in vier bis acht Wochen erwartet.

Zur Vielzahl der Kommentare sagte der Kommunikationswissenschaftler Stefan Jarolimek von der Deutschen Hochschule f├╝r Polizei in M├╝nster: "Der Polizist ist in seiner Uniform sichtbarer und greifbarer als ein Politiker." Der Unmut gegen den Staat und die Corona-Einschr├Ąnkungen habe sich auch in vermehrter Kritik an der Polizei im Netz manifestiert. Auch die aus den USA nach Deutschland ├╝bergeschwappte aggressive Stimmung nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz habe dazu beigetragen, dass die Polizei auch hierzulande in Misskredit geraten sei - obwohl Struktur und Ausbildung der Polizei nicht vergleichbar seien.

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Au├čerdem verleite die Anonymit├Ąt von Twitter und anderen Kan├Ąlen, seine Meinung einfach herauszuposaunen. Dabei sei der Ton ├╝berall rauer geworden. Die Beamten k├Ânnten in den sozialen Medien zwei Linien verfolgen: Manchmal sei der Weg, nicht weiter darauf eingehen, um eine noch gr├Â├čere Verbreitung der beleidigenden Ausgangsposts zu vermeiden. In anderen F├Ąllen k├Ânne es sinnvoll sein, dass eine F├╝hrungskraft auf die Kritik eingehe und das Prozedere der Ermittlungen transparent mache. "Das zu entscheiden verlangt viel Fingerspitzengef├╝hl", sagte Jarolimek.

Gar nicht mehr auf soziale Medien einzugehen, sei vergleichbar mit dem R├╝ckzug der Polizei aus bestimmten Vierteln der St├Ądte. Nirgendwo w├╝rden jedoch so viele Menschen erreicht, die auch bei Aufkl├Ąrung und Fahndung sowie der Suche nach Vermissten helfen k├Ânnten.

Der Sprecher des LKA sagte, eine ├Ąhnlich hohe Zahl von polizeikritischen Mails habe es bei den mutma├člich von einem Wilderer abgegebenen t├Âdlichen Sch├╝ssen auf eine junge Polizistin und ihren Kollegen in der Pfalz gegeben. Strafrechtlich relevant seien dabei Kommentare gewesen, die das Verbrechen billigen und guthei├čen.

Wie wichtig die Beobachtung der sozialen Medien sei, habe sich bei dem Mannheimer Fall gezeigt: So habe die Polizei auf Falschmeldungen reagieren k├Ânnen, dass es sich bei dem Toten um einen T├╝rken handele. Sie informierte dar├╝ber, dass er kroatischer Herkunft sei. Damit seien viele t├╝rkische B├╝rger beruhigt worden, die den Fall f├╝r einen Beweis der von ihnen empfundenen Diskriminierung gehalten h├Ątten.

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