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Uni Erlangen: Ungewöhnlicher Aufruf an Urlauber für Forschungszwecke


Für Forschungszwecke
Uni wendet sich mit ungewöhnlichem Aufruf an Urlauber

Von t-online, krei

Aktualisiert am 28.07.2023Lesedauer: 2 Min.
Vor der portugiesischen Küste versucht eine Schildkröte in einen Plastikbecher zu beißen: Jährlich werden weltweit rund 400 Millionen Tonnen Plastikmüll produziert. Viel davon landet in den Meeren.Vergrößern des BildesPlastikmüll im Meer (Symbolbild): Forscher der FAU sagen der Umweltverschmutzung den Kampf an – und wenden sich mit einem Anliegen an alle Urlauber. (Quelle: picture alliance)
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Ungewöhnlicher Aufruf der Uni Erlangen: Im Kampf gegen die Verschmutzung der Meere wendet sie sich an Urlauber. Sie sollen ein Souvenir mitbringen: Müll.

Erlanger Forschende haben sich mit einer außergewöhnlichen Bitte an die Öffentlichkeit gewandt. Sie freuen sich auf Müllsendungen aus dem Sommerurlaub. Was dahintersteckt.

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat ein neues Forschungsprojekt mit dem Namen "Ocean Plastic" gestartet. Das beschäftigt sich mit der Auswirkung von Meerwasser auf Kunststoffe. Ziel des Projekts ist es, die Wiederaufbereitung von Plastikmüll aus den Weltmeeren zu fördern und somit einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Hierzu ruft das Forschungsteam des Lehrstuhls für Aroma- und Geruchsforschung Urlauberinnen und Urlaubern zur Unterstützung auf. Reisende sollen Plastikmüll von ihren Strandurlauben einsenden und damit die Forschung vorantreiben.

Plastikmüll als gravierendes Umweltproblem

Plastikmüll stellt weltweit ein gravierendes Umweltproblem dar, insbesondere im marinen Ökosystem. Die langsam abbaubaren Kunststoffverpackungen seien eine erhebliche Gefahr für Meereslebewesen und Organismen, erklärt die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in einer Pressemitteilung.

Es gibt zwar bereits Initiativen, die Müll aus dem Meer entfernen, jedoch bleibt die Frage, ob diese Kunststoffe auch recycelt werden können. Die Wiederaufbereitung von Plastikmaterialien ist in der Regel komplex und kostenintensiv, da sie auf die spezifischen Kunststoffarten und Inhaltsstoffe abgestimmt sein muss. In diesem Kontext untersucht das Team des Projekts "Ocean Plastic" unter Leitung von Andrea Büttner, wie sich Kunststoffe durch Meerwasser verändern. Besonders interessant sind mögliche Unterschiede, die je nach Fundort des Plastikmülls auftreten könnten. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dabei helfen, die Wiederaufbereitung von Meeresplastik zu optimieren.

Müllsammelaktion für Aroma- und Geruchsforschung

Der Lehrstuhl für Aroma- und Geruchsforschung bittet daher Urlauber um Mithilfe, indem sie Plastikmüll aus ihren Sommerurlauben einsenden sollen. Der gesammelte Müll sollte entweder direkt aus dem Meer stammen oder vom Meeresstrand aufgesammelt worden sein und ein Gewicht von maximal 100 Gramm haben, wobei eine leere Milchtüte als grober Anhaltspunkt 40 Gramm wiegt. Die Forschenden bitten darum, den Müll ungereinigt und möglichst wenig berührt an den Lehrstuhl zu senden oder persönlich abzugeben. Einsendeschluss ist der 30. September 2023.

Unter den Teilnehmern verlost die Naturwissenschaftliche Fakultät der FAU drei handgenähte Umhängetaschen aus upcyceltem Material unter allen Einsendungen. Nähere Informationen zur Teilnahme und zum Forschungsprojekt "Ocean Plastic" finden Interessierte auf der Projektwebseite unter www.nat.fau.de/oceanplastic.

Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Wir freuen uns über Hinweise an t-online@stroeer.de.

Transparenzhinweis
Verwendete Quellen
  • Pressemitteilung der FAU Erlangen-Nürnberg vom 26. Juli 2023
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