Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.
Zum journalistischen Leitbild von t-online.Schausteller-Chef klärt auf Wie sicher ist das Nürnberger Volksfest?

Das Nürnberger Frühlingsvolksfest beginnt – und mit ihm kommt die Frage nach der Sicherheit auf. Lorenz Kalb vom Schaustellerverband erklärt, was das Fest ausmacht.
Am Samstag beginnt das Nürnberger Frühlingsvolksfest – und wie immer wird es gut zwei Wochen lang festliche Stimmung und Hunderttausende Besucher mit sich bringen. Doch neben all dem Trubel steht ein Thema wie kaum ein anderes im Fokus: die Sicherheit.
Lorenz Kalb, Vorsitzender des Süddeutschen Verbandes reisender Schausteller und Handelsleute, kennt das Volksfest wie kein anderer. Er sieht Nürnberg im Vergleich mit anderen Veranstaltungen gut aufgestellt: "Ich fühle mich hier auf dem Volksfestplatz sehr sicher." Die Schausteller hätten sich das Thema schon vor Jahren auf die Fahne geschrieben – zu einem Zeitpunkt, als es in der Öffentlichkeit noch nicht so präsent war.
Absagen? Kein Thema in Nürnberg
Von einer Absage wegen drohender Terrorgefahr, wie zuletzt etwa in Berlin, will Kalb nichts wissen. Ob das auch in Nürnberg mal zur Diskussion stand? "Niemals. Warum denn? Wir haben ein gutes Konzept, wir machen alles Menschenmögliche." Der Schausteller-Chef sieht das Volksfest als Teil eines gesellschaftlichen Grundbedürfnisses – eine Absage wäre ein Verlust an Lebensfreude: "Das ist das kleine Glück der Menschen, das soll man nicht zerstören."
Das Sicherheitskonzept sei über die Jahre laufend optimiert worden, erklärt er im Gespräch mit t-online. Auch hätten sie einen kompetenten Sicherheitsdienst an der Hand, der mit genügend Kräften jeden Bereich abdecke.
"Wir passen selbst auf unsere Gäste auf"
Kalb erklärt weiter: "Und was uns von anderen Veranstaltungen unterscheidet: Wir passen selbst auf unsere Gäste auf." 175 Betriebe seien am Platz, etwa alle 100 Meter gebe es jemanden mit Walkie-Talkie, direkt verbunden mit den Sicherheitskräften, erzählt er. "Das sind 500 Ordner – Familienmitglieder, Mitarbeiter –, die ein waches Auge auf alles haben. Uns ist wichtig, dass ein Opa seinem Enkel 20 Euro geben und sagen kann: 'Lauf ein bisschen rum' – und er weiß, es ist sicher."
Natürlich ist auch die Polizei mit vielen Kräften auf dem Volksfestplatz vor Ort. Kalb dazu sichtlich stolz: "Wir hatten schon Tage, da musste die Polizei überhaupt nicht tätig werden. Das ist sensationell."
Dazu komme eine strategisch günstige Lage: Der Volksfestplatz sei nur eingeschränkt mit Autos erreichbar: Auf der einen Seite stehe ein Hügel, auf der anderen die Kongresshalle, um etwa Amokfahrten zu verhindern. "Da sind wir gut geschützt."
- Reporterin vor Ort im Gespräch mit Lorenz Kalb
- Dieser Text wurde teilweise mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Wir freuen uns über Hinweise an t-online@stroeer.de.