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Traum-Duo und Gulacsi sichern Leipziger Sieg in Stuttgart

Von dpa
15.01.2022Lesedauer: 3 Min.
VfB Stuttgart - RB Leipzig
Stuttgarts Orel Mangala (M) in Aktion gegen Leipzigs Kevin Kampl (l) und Leipzigs Yussuf Poulsen (r). (Quelle: Tom Weller/dpa/dpa-bilder)
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RB Leipzig macht dank AndrĂ© Silva und Christopher Nkunku weiter Jagd auf die Champions-League-RĂ€nge, dem VfB Stuttgart droht der Absturz auf einen direkten Abstiegsplatz. Das formstarke Sturm-Duo aus Portugal und Frankreich sorgte mit seinen Toren am Samstag dafĂŒr, dass die Sachsen auch ihr zweites RĂŒckrunden-Spiel in der Fußball-Bundesliga gewannen. Nach dem weitgehend unspektakulĂ€ren 2:0 (1:0) in Stuttgart hat RB wieder Kontakt zu den Königsklassen-PlĂ€tzen. Der nunmehr seit vier Spielen sieg- und torlose VfB hingegen könnte am Sonntag noch vom 15. auf den vorletzten Tabellenplatz rutschen.

"Wir sind sehr glĂŒcklich", sagte Leipzigs Trainer Domenico Tedesco. Der erste Liga-AuswĂ€rtssieg seit neun Monaten bedeute RB "sehr viel". Neben Silva, der in der 11. Minute per Handelfmeter traf, und Nkunku, der 20 Minuten vor dem Ende den entscheidenden Konter vollendete, hatten die GĂ€ste den Erfolg auch ihrem top aufgelegten Schlussmann Peter Gulacsi zu verdanken. "Er war ĂŒberragend heute", betonte Tedesco. Der Ungar habe das Spiel "mitentschieden". Besonders in der zweiten Halbzeit, in der er mehrfach die Leipziger FĂŒhrung festhielt.

Er habe "eine gute Leistung" seines Teams gesehen, sagte VfB-Coach Pellegrino Matarazzo, "aber leider keine Tore und keine Punkte". Es habe ihm gefallen, "wie die Jungs auf dem Platz gestanden haben. Es war eine Einheit zu spĂŒren, die gut kommuniziert hat miteinander." Belohnen konnten sich die Schwaben fĂŒr ihre BemĂŒhungen aber nicht.

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Nach dem enttĂ€uschenden 0:0 in FĂŒrth vorige Woche hatte Matarazzo einige seiner Spieler angezĂ€hlt. Er habe ihren Auftritt "nicht akzeptieren" können, hatte der 44-JĂ€hrige gesagt. Gegen RB baute er seine Mannschaft auf vier Positionen um. Philipp Förster und Roberto Massimo mussten auf die Bank, Pascal Stenzel wurde durch den aus der Corona-QuarantĂ€ne zurĂŒckgekehrten Konstantinos Mavropanos ersetzt. Borna Sosa fehlte wegen muskulĂ€rer Probleme. Die neuformierte VfB-Elf versuchte viel, brachte vorne zunĂ€chst aber wenig GefĂ€hrliches und in der Summe vor allem nichts ZĂ€hlbares zustande.

Nachdem Mavropanos der Ball bei einer Flanke von Nkunku aus kurzer Distanz an den ausgestreckten linken Arm gesprungen war und der Portugiese Silva per Strafstoß sein fĂŒnftes Tor im fĂŒnften Spiel unter Tedesco erzielt hatte, zogen sich die Leipziger zurĂŒck. Die Stuttgarter wirkten vom RĂŒckstand zwar nicht geschockt, erzeugten zunĂ€chst aber kaum Torgefahr - weder durch TopstĂŒrmer Sasa Kalajdzic in seinem zweiten Spiel nach monatelanger Verletzungspause noch durch den 18 Jahre jungen Alexis Tibidi bei seinem Startelf-DebĂŒt.

In der zweiten HĂ€lfte erhöhten die Schwaben dann die Schlagzahl. RB-Keeper Gulacsi war bei KopfbĂ€llen von Kalajdzic (56.) und Waldemar Anton (67.) sowie einem Schuss aus der Drehung von Orel Mangala (63.) gefordert - und reagierte jeweils stark. Talent Tibidi hĂ€tte nach einem Zweikampf mit Willi Orban gerne einen Strafstoß bekommen (58.).

RB, das wegen muskulĂ€rer Probleme nach dem AufwĂ€rmen kurzfristig auf Offensivmann Dominik Szoboszlai verzichten musste, wurde immer passiver. Wie aus dem Nichts sorgten die GĂ€ste 20 Minuten vor Schluss aber fĂŒr die Entscheidung. Der eingewechselte Benjamin Henrichs schickte Nkunku ĂŒber den rechten FlĂŒgel. Der Franzose, der gegen Mainz (4:1) zuletzt schon mit einem Tor und zwei Vorlagen geglĂ€nzt hatte, ließ Gegenspieler Ito ins Leere laufen und erzielte per Flachschuss seinen neunten Saisontreffer.

"Ich glaube, dass solche Siege fĂŒr eine Mannschaft wichtig sein können", sagte RB-Trainer Tedesco mit Blick auf den schmucklosen Auftritt, an dessen Ende der Spanier Dani Olmo nach langer Pause wegen Verletzungen und einer Corona-Infektion noch sein Comeback gab.

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