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VW: EU-CO2-Vorgaben in Konzern und Kernmarke geschafft

Von dpa
24.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Volkswagen
Das Logo des Automobilherstellers Volkswagen ist am VW-Tower in Hannover zu sehen. (Quelle: Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Volkswagen hat 2021 mit seinen verkauften Neuwagen die angepassten CO2-Flottenziele der EU nach eigenen Angaben im Gesamtkonzern und in der Kernmarke eingehalten. Dies zeigten vorl├Ąufige Daten, teilten die Wolfsburger am Montag mit. 2020 hatte die Gruppe in der Summe die Vorgaben knapp verfehlt.

Wie es nun hie├č, soll der durchschnittliche Kohlendioxidaussto├č der in den EU-L├Ąndern ausgelieferten Pkw im vergangenen Jahr bei 118,5 Gramm je gefahrenem Kilometer gelegen haben. Das ist unterhalb der f├╝r den Konzern geltenden Schwelle von 120,8 Gramm.

Ein direkter Vergleich mit den Vorjahreswerten ist kaum m├Âglich, weil 2020 andere Grundlagen f├╝r Emissionstests galten. Im alten System (NEFZ) war f├╝r die VW-Gruppe ein zu hoher Wert herausgekommen: gut ein Gramm ├╝ber dem Ziel von 98,8 Gramm. F├╝r den mit kleineren Anbietern gebildeten ma├čgeblichen CO2-Pool war es ein halbes Gramm zu viel. Offiziell nannte VW 99,9 Gramm f├╝r die EU, Norwegen und Island.

Die neuen Zahlen fu├čen hingegen auf dem WLTP-Standard, der anstelle von Messungen auf dem Pr├╝fstand den tats├Ąchlichen Fahrbetrieb in den Mittelpunkt r├╝ckt. Der so ermittelte Abgasaussto├č kann h├Âher ausfallen - etwa weil Strecken unter Last, mit h├Ąufigerem Anfahren und Abbremsen oder mit h├Âherem Tempo einbezogen werden. Zudem war Gro├čbritannien 2021 nicht mehr in der EU, so dass dessen Daten zuletzt nicht in dieser Kategorie ber├╝cksichtigt wurden.

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Die Hauptsparte VW Pkw hatte bereits 2020 innerhalb der zul├Ąssigen Grenzen abgeschlossen. Sie erreichte zun├Ąchst - auch dank des Starts der vollelektrischen ID-Reihe - einen Flottenschnitt von 92 Gramm je Kilometer, 5 Gramm unter dem f├╝r sie geltenden Ziel. Nach WLTP-Kriterien und f├╝r das Jahr 2021 seien f├╝r die EU-Neuwagenflotte 113 Gramm festgestellt worden, berichtete das Unternehmen. Gesetzlich erlaubt gewesen w├Ąren demnach 119 Gramm.

Durch die Chip-Lieferkrise waren die Gesamtverk├Ąufe von VW im vorigen Jahr abgerutscht. Betrachtet man nur die hybriden und vollelektrischen Autos, sah die Absatzstatistik gegen├╝ber 2020 deutlich besser aus. Dabei schaffte die Kernmarke ein Plus von rund 73 Prozent auf 369 000 Exemplare, darunter 263 000 reine Stromer. Konzernweit gelang bei Fahrzeugen mit ausschlie├člichem E-Motor fast eine Verdoppelung auf 453 000 St├╝ck. In der EU einschlie├člich Norwegen und Island soll der Anteil bei 17,2 Prozent der Auslieferungen liegen - rechnet man Hybride ein.

Daran entz├╝ndet sich auch Kritik. Viele Klimasch├╝tzer halten Mischantriebe, bei denen der Verbrenner einen Gro├čteil der Zeit mitl├Ąuft, f├╝r eine ├Âkologische Mogelpackung. Greenpeace reagierte am Montag auf die Daten verhalten. Der Trend gehe in die richtige Richtung, sagte Verkehrsexperte Benjamin Stephan. Aber: "Damit Volkswagens CO2-Angaben einen Wert haben, muss der Konzern den steigenden Absatz von Plug-in-Hybriden stoppen. Tats├Ąchlich heizen sie die Klimakrise mit einem drei- bis f├╝nffach h├Âheren CO2-Aussto├č an und machen Flottenangaben so unglaubw├╝rdig."

Die gesamte VW-Gruppe war bisher f├╝r sch├Ątzungsweise ein Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Bis 2050 will der Konzern bilanziell klimaneutral sein - also nicht mehr Treibhausgase in die Atmosph├Ąre freisetzen, als gleichzeitig zum Beispiel von Ozeanen oder Pflanzen gebunden sowie mit erg├Ąnzenden Ma├čnahmen ausgeglichen wird. Nach dem Beschluss des "Green Deals" der EU im Fr├╝hjahr 2021 setzte sich der Hersteller erweiterte Klimaziele. Bis Ende 2026 sollen 60 Milliarden Euro in E- und Hybridtechnik flie├čen.

Skeptiker st├Âren sich auch daran, dass die VW-Gruppe als Ganzes konkrete Enddaten f├╝r den Verkauf von Verbrennern scheut. Bislang haben nur manche Einzelmarken Teilziele f├╝r Produktion und Entwicklung ausgesprochen. Greenpeace-Vertreter Stephan forderte VW-Chef Herbert Diess zu einem "raschen und verbindlichen Ausstieg mindestens in Europa" auf.

Die EU-Kommission muss die Abgaswerte der Autohersteller noch best├Ątigen. Seit 2020 gelten in der EU versch├Ąrfte Vorgaben f├╝r den CO2-Aussto├č. Branchenweit sollte dieser bei 95 Gramm pro gefahrenem Kilometer liegen. Es bestehen allerdings ├ťbergangsregeln, und jeder Hersteller hat je nach Marktposition und Schwere der produzierten Fahrzeuge individuelle Ziele zu erf├╝llen.

Au├čerdem gab es "Supercredits" zur Anrechnung von E-Modellen, womit der relative Beitrag von Verbrennern gedr├╝ckt werden kann. Weichen reale CO2-Werte insgesamt weit von den Zielen ab, drohen Strafen, die sich im Fall gro├čer Spannen bis zu Milliardensummen addieren k├Ânnen.

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