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Wuppertaler U19-Talent ohne Angst vor BVB-Wunderkicker Moukoko

Saisonstart gegen Dortmund  

Wuppertaler U19-Talent ohne Angst vor BVB-Wunderkicker Moukoko

Von Sebastian Schorre

09.08.2019, 11:10 Uhr
Wuppertaler U19-Talent ohne Angst vor BVB-Wunderkicker Moukoko. Jan Corsten (links) im Kampf um den Ball: Der U19-Spieler freut sich auf die Partie gegen Borussia Dortmund. (Quelle: Wuppertaler Sportverein e.V.)

Jan Corsten (links) im Kampf um den Ball: Der U19-Spieler freut sich auf die Partie gegen Borussia Dortmund. (Quelle: Wuppertaler Sportverein e.V.)

Wuppertaler SV gegen Borussia Dortmund: Was beim Herrenteam des WSV maximal gegen die Zweitvertretung der Schwarz-Gelben funktioniert, ist bei der U19 ab Sonntag Realität. Denn um 11 Uhr starten die Junglöwen im Stadion am Zoo ihr Erstliga-Abenteuer. Mit dabei ist auch der gebürtige Wuppertaler Jan Corsten. t-online.de-Autor Sebastian Schorre hat ihn getroffen.

"An der Ruhe am Ball müssen wir mit ihm noch arbeiten. Ansonsten ist er kopfball-, zweikampf und offensivstark. Er war nicht umsonst im letzten Winter mit dem Herrenteam im Trainingslager", sagt der ehemalige U21-Nationalspieler und jetzige U19-Trainer des Wuppertaler SV, Pascal Bieler, über seinen Schützling Jan Corsten. Letzte Saison war auch Bruder Tim noch mit im Team in Wuppertal – ihn hat es zur Fortuna aus Düsseldorf verschlagen. Selbe Liga, andere Ambitionen. 

An der Hubertusallee wurde Bundesligafußball im Herrenbereich zuletzt in den 70er-Jahren gespielt. Die Wuppertaler Jugend aber ist seit Jahren erfolgreich: Immer wieder pendelt man in der U17 und U19 zwischen 1. und 2. Liga. "Wir sind sehr gut aufgestellt, haben viel im läuferischen Bereich gemacht. Pascal (Bieler, Anm. d. Redaktion) sieht Vieles noch aus Spielersicht und motiviert uns ungemein. Er ist der Trainer, der mich am meisten nach vorne gebracht hat", lobt der 18-jährige Corsten seinen Coach vor dem Start gegen die U19 des BVB am Sonntag.

"Auch Moukoko muss sich in Wuppertal beweisen"

Sein direkter Gegenspieler wird dann vielleicht Youssoufa Moukoko sein. Der 14-Jährige hat in letzter Zeit viel mediale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Jan Corsten interessiert das nicht: "Natürlich hat jeder von uns Respekt vor ihm, aber den hat man vor jedem. An einem guten Tag kann man jedem Spieler Paroli bieten, wenn man dem Gegner auf den Füßen steht. Auch Moukoko muss sich beweisen. Wie alle anderen Gegner: Die Großen müssen auch erstmal nach Wuppertal." 

Jan Corsten im Porträt: Für den 18-Jährigen ist der WSV sein "Herzensverein". (Quelle: Wuppertaler Sportverein e.V.)Jan Corsten im Porträt: Für den 18-Jährigen ist der WSV sein "Herzensverein". (Quelle: Wuppertaler Sportverein e.V.)

Wo es für den Gesamtverein hingeht, ist nach einem turbulenten dreiviertel Jahr mit Crowdfunding zur Vereinsrettung, Zwistigkeiten untern den Vorständen, Uneinigkeit über deren Zuständigkeiten sowie einer Ausgliederung der ersten Mannschaft aus dem Gesamtverein weiterhin unklar. Auch hier ist das Ziel der Klassenerhalt.

Jugend als Zugpferd des WSV

Für Jan Corsten ist diese Etage noch Zukunftsmusik. Der gebürtige Wuppertaler freut sich auf die kommende U19-Saison mit vielen Highlightspielen. "Wie es danach weitergeht, sehen wir dann. Der WSV ist mein Herzensverein. Ich würde sehr gerne bleiben", sagt der 18-Jährige. Mit Nick Osygus und Mike Osenberg haben es für diese Saison zwei ehemalige U19-Spieler in den Kader der Regionalligamannschaft geschafft.

Zwei weitere hatten zwar Angebote oder bereits einen laufenden Vertrag, konnten das zeitlich intensive Training in der Regionalliga (oft zwei Mal täglich) aber nicht mit der Berufsausbildung kombinieren und spielen nun teilweise einige Stufen tiefer.


In einer Zeit, in der man sich für den Begriff Traditionsverein nicht mehr wirklich etwas kaufen kann, sieht Pascal Bieler, der in Personalunion auch noch Co-Trainer der ersten Mannschaft ist, die Jugend als Zugpferd: "Für den Gesamtverein ist es wichtig eine gute Jugendarbeit zu haben. Das Doppel U17 und U19 kann den Verein in der Zukunft enorm nach vorn bringen."

Der Umbau der Gründungsturnhalle des Vereins auf dem Stadionnebenplatz mit angeschlossener Infrastruktur für ein Nachwuchsleistungszentrum unterstreicht diese Einschätzung. Davon wird Jan Corsten nicht mehr profitieren können. Dafür steht der Einzug in die Brüder-WG in Vohwinkel an. Da ist auch noch Einiges zu tun. Sonntag liegt der Fokus aber erstmal auf Dortmund.

Verwendete Quellen:
  • Gespräch mit Jan Corsten
  • Gespräch mit Pascal Bieler

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