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Formel 1 in Brasilien | Verstappen-Eklat: Es braucht den Killerinstinkt


Die Netten werden die Letzten sein

Von Nils Kögler

Aktualisiert am 14.11.2022Lesedauer: 3 Min.
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Max Verstappen: Er fährt die Ellenbogen aus.
Max Verstappen: Er fährt die Ellenbogen aus. (Quelle: IMAGO/nordphoto GmbH / Bratic)
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Beim Großen Preis von Brasilien widersetzte sich Max Verstappen einer Anweisung seines Teams und raubte seinem Teamkollegen wertvolle Punkte. Ein Eklat, doch der Weltmeister weiß, was er zu tun hat. Ein Kommentar.

Es ist die letzte Runde eines chaotischen Rennens im brasilianischen São Paulo: Max Verstappen, der schon als Weltmeister feststeht, befindet sich auf Platz sechs. Sein Teamkollege Sergio Perez, der noch um die Vizeweltmeisterschaft kämpft, fährt eine Position dahinter. Über den Funk meldet sich das Team bei Verstappen und bittet ihn, Perez vorbeiziehen zu lassen, damit dieser mehr Punkte im Kampf um Platz zwei in der Fahrerwertung holen kann. Doch Verstappen weigert sich, fährt als Sechster über die Ziellinie.

Doch dabei bleibt es nicht: Nach der Zieldurchfahrt blafft Verstappen sein Team an. "Fragt mich das nicht noch mal, ist das klar?", wütet er am Funk. Perez hingegen zeigt sich enttäuscht: "Das zeigt, wer er wirklich ist", sagt er über Verstappen am Funk.

Perez' Wut ist verständlich

Die Wut des Mexikaners ist berechtigt. Was sich Verstappen in Brasilien geleistet hat, ist eine Frechheit. Für den Niederländer geht es um nichts mehr, er hat seine zweite Weltmeisterschaft bereits sicher und kann die Saison in Ruhe austrudeln lassen. Ob er Sechster oder Siebter wird, ist für ihn in der aktuellen Situation absolut unerheblich.

Die Sache wird umso schlimmer, da Perez sich in seinen zwei Jahren bei Red Bull als perfekter Teamspieler erwiesen hat. Unvergessen sein Einsatz im Saisonfinale des vergangenen Jahres, als er sein eigenes Rennen opferte, um Verstappen-Konkurrent Hamilton mit einem verbissenen Kampf mehrere Runden lang aufzuhalten. Eine Aktion, die den Titelgewinn des Niederländers entscheidend begünstigte. Perez hatte deshalb nicht Unrecht, als er im Interview nach dem Rennen sagte: "Wenn er zwei Weltmeisterschaften gewonnen hat, dann meinetwegen."

Zeigen, wer der Boss ist

Verstappen äußerte nur, er habe seine Gründe für die Aktion gehabt – und die sind offensichtlich: Nachdem Perez früh in diesem Jahr zeitweise selbst Ansprüche auf den WM-Kampf erhoben hatte, will Verstappen seinem Kollegen klipp und klar zeigen: Ich bin die Nummer 1 im Team, versuch' erst gar nicht, das zu ändern. Einen Streit im Team kann er dabei riskieren. Sollte es zwischen ihm und Perez zum Bruch kommen, müsste garantiert der Mexikaner gehen, nicht Verstappen.

So sehr der Niederländer mit seiner Aktion auch im Unrecht ist, sie zeigt, was ihn so erfolgreich macht: Er scheut sich nicht davor, die Ellenbogen auszufahren und sich jeden Vorteil zu nehmen, der sich ihm bietet – auch gegen den eigenen Teamkollegen. Nicht zuletzt findet sich das in seinem aggressiven Fahrstil wieder, bei dem er auch vor Kollisionen nicht zurückschreckt. Das stellte er in Brasilien erneut unter Beweis, als er zum wiederholten Male mit Hamilton zusammenstieß.

Es braucht den Killerinstinkt

Dieser Killerinstinkt, manche würden es auch "Arschloch-Gen" nennen, ist im Haifischbecken Formel 1 Voraussetzung für Erfolg. Der Blick in die Geschichte beweist das: Sebastian Vettel, Lewis Hamilton oder auch Größen wie Michael Schumacher und Ayrton Senna – sie alle legten sich schon mit Teamkollegen an oder verursachten gar mit Absicht Unfälle, wenn es ihnen zum Vorteil gereichte.

Sie alle wussten, dass in der Formel 1 nach wie vor das Motto "Nice guys finish last" zählt (zu Deutsch: Die Netten werden die Letzten sein). Am Ende haben die allermeisten Formel-1-Fans sogar Egoisten wie Schumacher und Senna in liebevoller Erinnerung behalten. Warum? Weil sie ihr riesiges Talent in zahlreiche Titel umwandelten und dabei spannende Rennaction lieferten. Fair-Play-Awards und Publikumspreise sind unter dem Strich wertlos. Ihr grenzenloser Egoismus war es, der sie zu Legenden machte. "Bad Boy" Verstappen hat das begriffen – und sein Erfolg spricht für sich.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Beobachtungen
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